Di, 11:11 Uhr
23.09.2014
BUND harkt gegen Gipsabbau
Einen solch gut besuchten BUND-Landschaftspflegeeinsatz gab es noch nie. Mitglieder des BUND-Kreisverbandes Nordhausen und Geocacher aus der Region fanden sich am vergangenen Sonnabend auf dem zwischen den Naturschutzgebieten Mühlberg und Himmelsberg gelegenen Halbtrockenrasengrundstück des BUND ein, um das vor zwei Wochen von zwei BUND-Mitgliedern erzeugte Mähgut abzuharken und zu lagern...
Dabei kamen zehn neue Heuharken zum Einsatz, die dankenswerter Weise ebenso wie Astscheren und Arbeitshandschuhe von der Naturstiftung DAVID finanziert wurden. Mit ihrer Hilfe ist es nun noch besser möglich, Naturschutzflächen effektiv zu bearbeiten.
Vor allem aber auf Grund des großen Engagements aller Beteiligten, konnte der Einsatz schon nach etwa zwei Stunden beendet werden. Beim gemeinsamen Grillen in Niedersachswerfen gaben die beiden Gruppen anschließend wechselseitig Einblick in ihre Aktivitäten, und es stellte sich heraus, dass Geocacher sehr naturverbundene Menschen sind: Mit Müllsammelaktionen oder auch mit Landschaftspflege stellen sie dies unter Beweis.
Die am vergangenen Sonnabend gepflegte Halbtrockenrasenfläche wurde dem BUND einst von einer Familie überlassen, die nicht wollte, dass sich der nahegelegene Steinbruch Rüsselsee auch ihr Grundstück einverleiben würde. Mit der Übereignung an den BUND wollte sie ein Zeichen gegen den fortschreitenden Gipsabbau setzen. Trotz ihres besonderen naturschutzfachlichen Wertes mit mehreren gefährdeten Tier- und auch Insektenarten, wurde sie einst auf Grund wirtschaftlicher Interessen nicht mit in das Naturschutzgebiet Mühlberg einbezogen. Dessen Grenze verläuft unmittelbar östlich. Durch die einmal jährlich seit 2012 durchgeführte Mahd inkl. Beräumung des Mähgutes, wird die jahrelang ausgebliebene, für die Erhaltung der Halbtrockenrasengesellschaften aber notwendige Aushagerung wieder angestoßen sowie die vor zwei Jahren schon recht deutliche Verbuschung zurückgedrängt. Damit wird ein Relikt und eines der Aushängeschilder unserer artenreichen Kulturlandschaft über Gips erhalten.
Trotz des vielen Regens während der vergangenen Monate, war der Aufwuchs in diesem Jahr bereits deutlich geringer, als 2013. Naturschutzrelevante Arten, wie zum Beispiel das in Thüringen stark gefährdete Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) oder auch der geschützte Fransen-Enzian breiteten sich wieder aus.
BUND-Kreisverband Nordhausen
Autor: redDabei kamen zehn neue Heuharken zum Einsatz, die dankenswerter Weise ebenso wie Astscheren und Arbeitshandschuhe von der Naturstiftung DAVID finanziert wurden. Mit ihrer Hilfe ist es nun noch besser möglich, Naturschutzflächen effektiv zu bearbeiten.
Vor allem aber auf Grund des großen Engagements aller Beteiligten, konnte der Einsatz schon nach etwa zwei Stunden beendet werden. Beim gemeinsamen Grillen in Niedersachswerfen gaben die beiden Gruppen anschließend wechselseitig Einblick in ihre Aktivitäten, und es stellte sich heraus, dass Geocacher sehr naturverbundene Menschen sind: Mit Müllsammelaktionen oder auch mit Landschaftspflege stellen sie dies unter Beweis.
Die am vergangenen Sonnabend gepflegte Halbtrockenrasenfläche wurde dem BUND einst von einer Familie überlassen, die nicht wollte, dass sich der nahegelegene Steinbruch Rüsselsee auch ihr Grundstück einverleiben würde. Mit der Übereignung an den BUND wollte sie ein Zeichen gegen den fortschreitenden Gipsabbau setzen. Trotz ihres besonderen naturschutzfachlichen Wertes mit mehreren gefährdeten Tier- und auch Insektenarten, wurde sie einst auf Grund wirtschaftlicher Interessen nicht mit in das Naturschutzgebiet Mühlberg einbezogen. Dessen Grenze verläuft unmittelbar östlich. Durch die einmal jährlich seit 2012 durchgeführte Mahd inkl. Beräumung des Mähgutes, wird die jahrelang ausgebliebene, für die Erhaltung der Halbtrockenrasengesellschaften aber notwendige Aushagerung wieder angestoßen sowie die vor zwei Jahren schon recht deutliche Verbuschung zurückgedrängt. Damit wird ein Relikt und eines der Aushängeschilder unserer artenreichen Kulturlandschaft über Gips erhalten.
Trotz des vielen Regens während der vergangenen Monate, war der Aufwuchs in diesem Jahr bereits deutlich geringer, als 2013. Naturschutzrelevante Arten, wie zum Beispiel das in Thüringen stark gefährdete Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) oder auch der geschützte Fransen-Enzian breiteten sich wieder aus.
BUND-Kreisverband Nordhausen




