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Mi, 08:14 Uhr
17.09.2014

Meine Stadt - mein Wohnzimmer

Passt der Dom ins Wohnzimmer? Oder das Rathaus ins Arbeitszimmer? Oder ein Puppenklavier zum Theater? Im Projekt "Meine Stadt - Mein Wohnzimmer" der Jugendkunstschule in jedem Fall...

Einzigartiges Projekt (Foto: J. Piper) Einzigartiges Projekt (Foto: J. Piper)

"Meine Stadt - Mein Wohnzimmer" ist Teil des künstlerischen Stadtforschungsprojekts Stadt.Land.Flucht, das zum Kinder- und Jugendtheaterfestival Wildwechsel stattfindet.

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"Wir haben ein Mapping-Projekt gestartet. Dahinter steckt, Räume auf unterschiedlichste Art und Weise zu erkunden", sagt Tomas Kerwitz, Vorsitzender der Jugendkunstschule Nordhausen Gemeinsam mit Jugendkunstschulemitarbeiter Jens Fröhlich ist er in den ersten 14 Tagen der Sommerferien mit zehn Kindern auf Entdeckungstour gegangen.

"Unsere Idee war, dass die Kinder die Stadt Nordhausen bewusster wahrnehmen. Wir wollten dies über eine emotionale Schiene erreichen und eine starke emotionale Verbindung haben Kinder mit ihrem Zuhause", sagt Kerwitz. "Und so haben wir Gebäude und Plätze der Stadt mit der eigenen Wohnung verglichen und in Verbindung gesetzt."

Am Anfang stand eine Sinnesreise, bei der die Kinder zum Beispiel rückwärts durch die Stadt gelaufen sind oder ganz genau geschnuppert haben, wie ihre Stadt riecht. "Ziel war es, die Aufmerksamkeit der Kinder auf eine andere Art und Weise zu lenken. Denn wir gehen jeden Tag durch die Stadt, das ist so alltäglich, dass kaum eine tiefere Auseinandersetzung stattfindet, was die Stadt für uns bedeutet."

Die 9- bis 12jährigen Projektteilnehmer haben Gebäude und Plätze der Stadt fotografiert, die Bilder künstlerisch bearbeitet und mit Zimmern ihres Zuhauses verknüpft. "So kam beispielsweise der Dom ins Wohnzimmer, zum Kamin, weil der Dom ebenso wie das Wohnzimmer ein Treffpunkt von Leuten ist und für die Kinder der Dom für Religion und Gemeinschaft steht und die Herzen erwärme", erzählt Tomas Kerwitz.

Am Ende des Projekts gestalteten die Kinder Teppiche. "Jedes Teppichstück symbolisiert ein Zimmer, der mit einem Stadtraum verbunden ist", sagt Thomas Kerwitz. Andere Kinder haben einen Stadtplan gemalt und dort Einrichtungsgegenstände zugeordnet, zum Beispiel ein Klavier zum Theater.

Was bei "Meine Stadt - Mein Wohnzimmer" entstanden ist, ist während des Festivals Wildwechsel vom 23. bis zum 26. September im Jugendclubhaus in der Käthe-Kollwitz-Straße in Nordhausen zu sehen. Stadt.Land.Flucht, das studio44, die Jugendkunstschule, der Kreisjugendring, das Theater und die Künstlergruppe zURBS Zürich veranstalten, fördert die Bundeskulturstiftung aus dem Fonds Neue Länder.
Einzigartiges Projekt (Foto: J. Piper)
Einzigartiges Projekt (Foto: J. Piper)
Einzigartiges Projekt (Foto: J. Piper)
Autor: red

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