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Di, 08:58 Uhr
16.09.2014

Nahe am Nullpunkt

In der Service-Gesellschaft des Landkreises Nordhausen gibt es viele Probleme. Das mit der Nichtverlängerung von acht Frauen, von denen eine über 60 Jahre alt sein soll, ist das nur eins...


Beispiel Betriebsratswahl. Die fand Mitte Mai dieses Jahres statt. Dabei soll es einige Ungereimtheiten gegeben haben. Unterlagen seien kopiert worden. Wie geflüstert wird, im Auftrag, zumindest aber in Kenntnis der Geschäftsleitung, damit die Wahl dann für ungültig erklärt wird. Das aber wurde der nnz nicht bestätigt.

Die Wahl wurde schließlich auch angefochten, es kam zur Verhandlung vor dem Nordhäuser Arbeitsgericht und das erklärte sie in seinem Urteil für nichtig. Clever gemacht, denn damit hat die Service GmbH quasi keinen Betriebsrat, weil es - theoretisch gesehen - den alten nicht mehr gibt. Pikant an der Verhandlung ist der Blick auf die personelle Ausstattung des Gerichts. Dort saß als ehrenamtliche Richterin auch Hannelore Haase, die städtische Dezernentin. Das wäre nicht erwähnenswert, wäre Frau Haase nicht Mitglied im Service-Aufsichtsrat. Ein Schelm, wer jetzt irgendwas Böses denken sollte. Jedenfalls soll sich Frau Hasse nicht für befangen erklärt haben.

Nach dem Urteil ging der Betriebsrat in Berufung und irgendwie soll sich die Betriebsleitung des kommunalen Unternehmens bereiterklärt haben, mit dem alten Betriebsrat zusammen zu arbeiten. Jetzt stellt sich in der Belegschaft die Frage, was könnte Herr Reuter damit bezwecken? Neue Veränderungen, noch mehr Personalabbau wegen finanziellen Missmanagements? Keine festen Arbeitsplätze mehr an den Schulen? Nur noch das Nötigste machen? Wer wechselt mal schnell eine defekte Lampe? Wer liest den Müll auf? Selbst das Müllaufsammeln dauert an einer mittelgroßen Schule schon mal eine Stunde. Wenn Herr Reuter eine Putzfrau entlässt, soll der Hausmeister den Dreck wegmachen? Wer macht dann die Arbeit des Hausmeisters?

Geschäftsführer Gunnar Reuter braucht vermutlich eine solche Zusammenarbeit mit dem Arbeitnehmergremium, um derartige Veränderungen durchzusetzen. Zu der Nichtverlängerung der acht Frauen kommt hinzu, dass mehrere geringfügig Beschäftigte scheinbar schon beurlaubt wurden und zu Hause bleiben müssen. Das Betriebsklima scheint sich in der Service GmbH nicht weit vom absoluten Nullpunkt entfernt zu haben.

Bis zum Jahresende sollten die Löhne der Hausmeister auf 10,50 Euro, die der Reinigungskräfte auf 8,50 Euro angehoben werden. Sind der Preis weitere Entlassungen? Die Arbeit bleibt die gleiche wie dato oder wie vor sechs Monaten, auch die Höhe der Rechnungen, die von der Service Gesellschaft an den Landkreis geschickt werden, bleibt vermutlich gleich.

Für große Teile der Belegschaft geht es so nicht weiter. Sie wollen nicht mehr und: Vielleicht stehen ja die Mitarbeiter der Service GmbH bald wieder vorm Landratsamt. Nur diesmal nicht mit 30, sondern mit über 100 Frauen und Männern...
Peter-Stefan Greiner

Übrigens: Das ZDF-Politmagazin Frontal21 sendet heute einen Beitrag unter dem Titel „Verdreckt - Kommunen lassen Schulen verwahrlosen“. An deutschen Schulen herrschen zum Teil katastrophale hygienische Zustände, da bei der regelmäßigen Reinigung immer mehr gespart werden muss. Heute, 21.45 Uhr, ZDF
Autor: red

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Kommentare
Matthi
16.09.2014, 12:12 Uhr
Service-Mitarbeiter sind die Opfer des Nordhäuser Klüngels
Tja, so haben die so genannten “kleinen Leute“ das Nachsehen, wenn Nordhausen von Parteien regiert wird,, die quasi geschlossenen (Familien)clubs gleichkommen und in denen Posten nach Parteibuch verschoben werden.

Dazu kommen “Herrscher“, die ohne Mandat die Schwachen der Gesellschaft in die Wüste schicken.

Ich denke, irgendwann ist vielleicht mal die Justiz gefragt, falls sich Mutmaßungen bestätigen. In Gera geht das gerade los, auch bei einer kommunalen Gesellschaft.

Danke nnz, ohne diese Berichte hätten die Bürger vieles nicht erfahren. Weiter so!
Alex Gösel
16.09.2014, 12:48 Uhr
Bildungslücke
Den PolitierInnen kommt es gerade Recht dass soviele Schulen vergammeln. Es ist ja bekannt, dass der Politik gebildete Schüler ein Dorn im Auge sind. Die Bildung wird einer elitären Schicht vorbehalten. Für den Rest reicht es, wenn sie niedrige Arbeiten verrichten können!
360grad
16.09.2014, 14:05 Uhr
Zu einem linken Programm gehören auch linke Verantwortungsträger!
"Unsere" Linken müssen ihren Wählern dringend erklären, was sie unter "links" eigentlich verstehen und welche Personen das repräsentieren sollten und natürlich auch, von welchem Standpunkt aus sie "links" sein wollen.
Krisenmanagement ist offensichtlich auch nicht die Stärke der NDH-Linken.
Hoffentlich ist der Betriebsrat wenigsten "links".
360grad
16.09.2014, 14:19 Uhr
Jetzt zu den anderen.
Die CDU ist nur christlich, wo es nicht die Banken und die Wirtschaft stört und auch nur für eine "marktkonforme" Demokratie (Original A.Merkel).Die FDP nur für (Gewerbe-)Freiheit und sicher auch nur für die marktkonforme Demokratie.
Der SPD die Bezeichnung "Sozial" und "Demokratisch" abzunehmen ist, in Auswertung der Agenda 2010 und dem Krieg in Afghanistan einfach nur leichtfertig und was ist unter diesen Aspekten eigentlich "Grün"?

Wofür ist die AFD eine "Alternative" und an welcher Stelle für ganz Deutschland? Wenn das "Nordhäuser Modell" der Linken bundesweit Schule macht, wird es ganz eng mit politischen Alternativen und die Wahlbeteiligung sinkt gegen null. Es ist zum Verzweifeln!

Auf einer Lebensmittelverpackung wären solche irreführenden Bezeichnung abmahnungsfähig.
Aber es ist eben genau wie bei diesen Lebensmitteln-sie werden gern gekauft, von Leuten, die glauben, es sich leisten zu können.
Glaskugel
16.09.2014, 16:24 Uhr
herr brothuhn hat recht!
ich kann den kommentaren von herrn brothuhn und HANNI sowie RATSKNECHT nur uneingeschränkt zustimmen.

unsere Bildung ist so SCHLECHT, damit wir von den politikern besser kontrolliert und manipuliert werden können. das fängt mit dem saubermachen an. ich habe gehört, dass posten in dieser service GmbH nur noch an parteisoldaten vergeben werden, oder?
Mister X
16.09.2014, 17:16 Uhr
Frontal 21
den artikel betrachte ich als sehr gelungen, er zeigt auf, wie eng der klüngel zusammen arbeitet. gut ist auch der hinweis, auf die sendung von frontal 21 heute abend.

eins noch zum schluss chrissy broihahn, bei ihnen habe ich den verdacht, sie reden den kommentatoren nur nach den mund. außerdem sollten sie die kommentare richtig lesen, ein/e hanni oder ratsknecht haben hier überhaupt keinen kommentar geschrieben.
eins noch, so wie der kommentar abgefast ist, muss der leser zu der meinung kommen, dass sie im auftrag schreiben.
oder verkörbern sie alle drei PERSONEN?
Nörgler
16.09.2014, 18:14 Uhr
Keine Überraschung
Das in den Personalräten oder Betriebsräten auch die Wunschkandidaten des Arbeitgebers sitzen ist doch nichts Neues. Heute Mitarbeiter zu manipulieren ist doch einfach. Neid und Missgunst schüren oder einen Mitarbeiter zu mobben steht doch auf der Tagesordnung. Solidarität unter den Mitarbeitern gibt es kaum. Jeder denkt an sich und an seine Vorteile. Teamarbeit klappt nur da, wo die Mitarbeiter des Teams finanziell und von der Stellung gleichgestellt sind. Darüber hinaus sollten alle im Team die gleiche Leistungsbereitschaft und gleiche Wissensvoraussetzungen haben.

Die Anzahl der Krankentage ist nicht ohne Grund so hoch.
Glaskugel
16.09.2014, 18:27 Uhr
Drei "PERSONEN"?
sie sind doch nur neidisch BIPPEL. in welchem auftrag schreiben sie denn BIPPEL? ich VERKÖBERE nur mich und kann hier nach dem gelesenen nur bestätigen das die bildung immer mehr den bach runter geht. aber das wollen die politiker ja nur. sie können herrn brothuhn nicht das wasser reichen BIPPEL und erzählen sie hier nicht was man als leser denken soll. schade das sie solche guten artikel so missbrauchen BIPPEL. es wäre sicher schön wenn sie außer zum fernsehprogramm auch was zur servicegesellschaft wissen würden.
Eckenblitz
16.09.2014, 19:50 Uhr
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern
frau keller seilt sich ab nach erfurt. so etwas ist typysch für politiker, es den landkreis den gnadenstoß geben und dann nach erfurt abseilen. ich frage mich warum die frau nicht gleich nach griechenland auf ihren altesitz abdampft.

die kann doch nur eins populistische sprüche klopfen und den wähler hinters licht führen. ihr letzter wahlkampf hat doch sehr deutlich gezeigt, wie sie tickt.
vogelfrei
16.09.2014, 20:38 Uhr
was hat man vor mit der servicegesellschaft?
Man könnte annehmen, dass die Herren Reuter und Moor diese Servicegesellschaft abschaffen wollten. Bleibt die Frage warum???

Gibt es nicht in so einer Firma auch Aufsichtsräte? Kann man diese beiden Herren nicht Stoppen.
Denn letztendlich geht es doch um hunderte Arbeitsplätze.
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