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Mo, 19:04 Uhr
08.09.2014

Am Anfang eines Prozesses

Nach Abschluss der Rüstarbeiten beginnen morgen die Sanierungsarbeiten am Nordhäuser Rathaus. Bis zum Winter werden auf der Rückseite des Rathauses die noch verbliebenen Fenster aus DDR durch neue ersetzt. Darüber hinaus bekommt das Rathaus ein neues Dach...

Eingerüstet (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen) Eingerüstet (Foto: P. Grabe|Stadtverwaltung Nordhausen)
Rathaus und Roland sind eingerüstet für die Erneuerung des Dachs und den Austausch alter Fenster auf der Rückseite.

Erst im kommenden Jahr soll mit der Sanierung der Fassade des Rathauses begonnen werden. „Eine Entscheidung zur Art der Fassadensanierung ist noch nicht getroffen. Schnellschüsse wird es nicht geben - auch mit Blick auf die Kontroversen zur Gestalt des benachbarten Bürgerhauses“, sagte Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh.

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Dr. Thomas Nitz vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie folge dem Vorschlag des Gutachters und empfehle unter Auflagen ebenfalls zur Rückkehr zum historischen Verputz, den das Rathaus einmal von seiner Erbauung bis ins 19. Jahrhundert hinein hatte, sagte Susanne Hinsching, Leiterin der Nordhäuser Denkmalschutzbehörde.

„Das Nordhäuser Rathaus ist ein Kulturdenkmal und dessen äußere Gestalt hochsensibel. Und es ist das herausragende identitätsstiftende Gebäude für Nordhausen. Mit dem vorliegenden Schadensgutachten und den Stellungnahmen der Fachbehörden haben wir im ersten Schritt eine ernst zu nehmende Diskussionsgrundlage. Nicht mehr und weniger. Nach der bereits erfolgten Information der Stadträte im Haupt- und Kulturausschuss ist als nächster Schritt jetzt die Konsultation des Nordhäuser Denkmalschutzbeirates notwendig. Ich habe das zuständige Amt beauftragt, diesen zügig einzuberufen. Wir stehen also erst am Anfang eines wichtigen Entscheidungsprozesses, für den man sich die nötige Zeit lassen muss. An dessem Ende wird es allerdings eine Entscheidung geben müssen.“

Das ausführliches Gutachten der Bauhaus-Universität hatte festgestellt, dass rund 50 Prozent aller Fassadensteine derart zerstört seinen, dass sie bei einer Reparatur komplett ausgetauscht und ersetzt werden müssten. Bei zurückliegenden Reparaturarbeiten seinen u.a. Materialien verwendet worden, die aufgrund einer Unverträglichkeit Schädigungen verursacht bzw. forciert hätten. Der Putz würde den Verfall der Steine sofort stoppen und diese für nachfolgende Generationen in ihrem Originalzustand erhalten.
Autor: red

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Kommentare
wissender
08.09.2014, 20:11 Uhr
Mit großer Verwunderung
habe ich festgestellt, dass das Bauschild der Firma Pichler hier schon am Gerüst hängt. Weder ist er Dachdecker noch Fensterbauer.

Hier ist alles klar. Da aber noch nicht feststeht was mit der Fassade geschehen soll ist mir absolut schleierhaft wie hier ein Malerbetrieb gebunden werden konnte, denn:

Wo keine fertige Planung da keine Ausschreibung und wo keine Ausschreibung kein Vergabeverfahren. Wie ist also hier die Auftragsvergabe und für was zu Stande gekommen? Vielleicht gibt es ja eine Erklärung aus dem Bauamt.
krümel
09.09.2014, 08:33 Uhr
Dürfen dann alle?
Ich kenne da eine ganze Menge Leute, die direkt oder indirekt für die Stadt Nordhausen arbeiten. Die, welche Grund-, Gewerbe- und was weiß ich noch -steuern zahlen sind ja schließlich die städtischen Investoren und Gestalter.

Da somit auch eine Mitarbeit an diesem Projekt besteht, ist die großzügig vorhandene Werbefläche an unserem Rathaus auch diesen Firmen aus Dankbarkeit von der Stadtverwaltung für Werbezwecke freizugeben.

Auf alle Fälle sollten sich Serviceunternehmen, welche im Rathaus mit Reinigungs- oder Wartungsarbeiten beschäftigt sind, schon mit an dem Dachdecker- oder Fensterbauergerüst darstellen.

Oder sehe ich das jetzt nicht richtig? Im Kommentar von @wissender sind dazu die passenden Fragen. Mal sehen, was für eine Antwort kommt, wenn überhaupt.
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