Do, 08:26 Uhr
26.06.2014
Humboldt Elevin zu Besuch in Moskau
Es ist ein bisschen wie Weltmeisterschaft. Nur alle vier bis fünf Jahre findet die Internationale Russischolympiade in Moskau statt. Franka Angelstein, Schülerin des Humboldt Gymnasiums und Gewinnerin der Bundesolympiade 2012 erhielt ebenfalls eine Einladung ins ferne Moskau...
Vom 5. bis 12. Juni fand in Russlands Hauptstadt die 13. Internationale Russischolympiade statt. Russischschüler aus 29 Ländern waren nach Moskau gereist, um in den verschiedenen Kategorien um die vorderen Plätze zu wetteifern. Auch eine deutsche Delegation, die mit 5 Teilnehmern eine eher kleinere Gruppe darstellte, war in den unterschiedlichen Niveaustufen vertreten und erlebte in Moskau eine sehr anstrengende, aber auch erlebnisreiche Woche.
Die internationale Russischolympiade findet nur alle 4-5 Jahre statt, nicht zuletzt deswegen empfand ich die Möglichkeit zur Teilnahme als eine besondere Auszeichnung für den Sieg bei der Bundesolympiade in Hamburg im November 2012. Aus diesem Grund war mir allerdings ebenfalls bewusst, dass es im internationalen Vergleich aller Russischschüler, die gleichermaßen in ihren nationalen Vorentscheiden als Sieger hervorgegangen waren, unglaublich schwer werden würde, eine vordere Platzierung zu erzielen. Allerdings bekam ich im Verlauf der Woche auch mehr und mehr den Eindruck, dass Gewinnen keinesfalls im Vordergrund stand, sondern der Wert vielmehr auf die Kommunikation und den Austausch untereinander gelegt wurde.
Franka Angelstein in Moskau (Foto: Franka Angelstein)
Gelegenheit dazu gab es während der gemeinsamen Mahlzeiten, sowie beim Konzert aller Delegationen, in dem jedes Land die Möglichkeit bekam, sich und seine Kultur vorzustellen. Viel Zeit zur Vorbereitung auf diesen Abend blieb allerdings nicht, denn trotz der sehr entspannten Atmosphäre wollten alle Teilnehmer die angeordneten Prüfungen so gut wie möglich absolvieren. Die ausgezeichnete Organisation , an der vorwiegend Studenten des Puschkin-Institutes beteiligt waren, ermöglichte eine reibungslosen Ablauf der mündlichen Prüfungen an zwei Tagen, wobei die deutsche Delegation zuerst in der Kategorie mündliche Rede und Leseverstehen, geprüft wurde und am zweiten Tag Land und Kultur, auf dem Plan stand.
Letztere gestaltete sich für viele als schwierig, da neben der Beherrschung der russischen Sprache auch viel Wissen über russische Kultur, Geschichte und Traditionen abverlangt wurde. Schriftliche Prüfungen gab es keine, dafür mussten alle Teilnehmer eine Präsentation zu einem der zur Auswahl stehenden Themen vorbereiten und einschicken, wobei 12 Präsentationen mit der maximal zu erreichenden Punktzahl zur Vorstellung ausgewählt wurden. Die letzten zwei Tage der Woche waren der Erholung und der Besichtigung Moskaus gewidmet.
So wurde eine Führung durch den Kreml organisiert, bevor der letzte Tag den Olympioniken zur eigenen Planung zur Verfügung gestellt wurde. Viele Delegationen entschieden sich für eine Besichtigung der Metrostationen in Moskau, die durch ihre prunkvolle Gestaltung sehr sehenswert sind, oder für einen Besuch der Tretjakow-Galerie. Am Abend schließlich wurden die Teilnehmer der Olympiade ausgezeichnet und konnten ihre Diplome entgegennehmen. Ich durfte mich über ein silbernes Diplom freuen und blicke nun auf eine wunderbare Woche zurück, in der die Begeisterung für die russische Sprache Jugendliche aus 29 Ländern zusammengebracht und verbunden hat.
Die Teilnahme an der 13. Internationalen Russischolympiade war für mich ein besonderes Erlebnis meiner Schulzeit. Da diese sich nun ihrem Ende entgegenneigt, möchte ich mich bei meinen Russischlehrerinnen, Frau Werner und Frau Gorges, sowie bei meiner Familie, insbesondere bei meiner Oma, für die langjährige Unterstützung bedanken. Ich bin zuversichtlich, dass ich auch in Zukunft der russischen Sprache treu bleiben werde.
Franka Angelstein
Autor: redVom 5. bis 12. Juni fand in Russlands Hauptstadt die 13. Internationale Russischolympiade statt. Russischschüler aus 29 Ländern waren nach Moskau gereist, um in den verschiedenen Kategorien um die vorderen Plätze zu wetteifern. Auch eine deutsche Delegation, die mit 5 Teilnehmern eine eher kleinere Gruppe darstellte, war in den unterschiedlichen Niveaustufen vertreten und erlebte in Moskau eine sehr anstrengende, aber auch erlebnisreiche Woche.
Die internationale Russischolympiade findet nur alle 4-5 Jahre statt, nicht zuletzt deswegen empfand ich die Möglichkeit zur Teilnahme als eine besondere Auszeichnung für den Sieg bei der Bundesolympiade in Hamburg im November 2012. Aus diesem Grund war mir allerdings ebenfalls bewusst, dass es im internationalen Vergleich aller Russischschüler, die gleichermaßen in ihren nationalen Vorentscheiden als Sieger hervorgegangen waren, unglaublich schwer werden würde, eine vordere Platzierung zu erzielen. Allerdings bekam ich im Verlauf der Woche auch mehr und mehr den Eindruck, dass Gewinnen keinesfalls im Vordergrund stand, sondern der Wert vielmehr auf die Kommunikation und den Austausch untereinander gelegt wurde.
Franka Angelstein in Moskau (Foto: Franka Angelstein)
Gelegenheit dazu gab es während der gemeinsamen Mahlzeiten, sowie beim Konzert aller Delegationen, in dem jedes Land die Möglichkeit bekam, sich und seine Kultur vorzustellen. Viel Zeit zur Vorbereitung auf diesen Abend blieb allerdings nicht, denn trotz der sehr entspannten Atmosphäre wollten alle Teilnehmer die angeordneten Prüfungen so gut wie möglich absolvieren. Die ausgezeichnete Organisation , an der vorwiegend Studenten des Puschkin-Institutes beteiligt waren, ermöglichte eine reibungslosen Ablauf der mündlichen Prüfungen an zwei Tagen, wobei die deutsche Delegation zuerst in der Kategorie mündliche Rede und Leseverstehen, geprüft wurde und am zweiten Tag Land und Kultur, auf dem Plan stand.
Letztere gestaltete sich für viele als schwierig, da neben der Beherrschung der russischen Sprache auch viel Wissen über russische Kultur, Geschichte und Traditionen abverlangt wurde. Schriftliche Prüfungen gab es keine, dafür mussten alle Teilnehmer eine Präsentation zu einem der zur Auswahl stehenden Themen vorbereiten und einschicken, wobei 12 Präsentationen mit der maximal zu erreichenden Punktzahl zur Vorstellung ausgewählt wurden. Die letzten zwei Tage der Woche waren der Erholung und der Besichtigung Moskaus gewidmet.
So wurde eine Führung durch den Kreml organisiert, bevor der letzte Tag den Olympioniken zur eigenen Planung zur Verfügung gestellt wurde. Viele Delegationen entschieden sich für eine Besichtigung der Metrostationen in Moskau, die durch ihre prunkvolle Gestaltung sehr sehenswert sind, oder für einen Besuch der Tretjakow-Galerie. Am Abend schließlich wurden die Teilnehmer der Olympiade ausgezeichnet und konnten ihre Diplome entgegennehmen. Ich durfte mich über ein silbernes Diplom freuen und blicke nun auf eine wunderbare Woche zurück, in der die Begeisterung für die russische Sprache Jugendliche aus 29 Ländern zusammengebracht und verbunden hat.
Die Teilnahme an der 13. Internationalen Russischolympiade war für mich ein besonderes Erlebnis meiner Schulzeit. Da diese sich nun ihrem Ende entgegenneigt, möchte ich mich bei meinen Russischlehrerinnen, Frau Werner und Frau Gorges, sowie bei meiner Familie, insbesondere bei meiner Oma, für die langjährige Unterstützung bedanken. Ich bin zuversichtlich, dass ich auch in Zukunft der russischen Sprache treu bleiben werde.
Franka Angelstein

