Mi, 15:45 Uhr
25.06.2014
Von Luther zu Hitler
Die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und die Stadt Nordhausen setzen ihre Vortragsreihe Protestantismus, Antisemitismus, Nationalsozialismus zur bundesweiten Lutherdekade fort. Nach dem ersten Vortrag des Historikers und Antisemitismusforschers Andreas Froese-Karow zu Martin Luthers Judenfeindschaft und zur Bedeutung des Reformators für den modernen Antisemitismus richtet sich der Blick nun auf die Rolle der protestantischen Kirche im nationalsozialistischen Deutschland...
Unter dem Titel Von Luther zu Hitler. Überlegungen zum Verhältnis von Protestantismus und Nationalsozialismus stellt Gedenkstättenleiter Dr. Jens-Christian Wagner am Montag (7. Juli) um 19.30 Uhr die Beziehungen zwischen der protestantischen Kirche und dem NS-Regime im stadthistorischen Museum Flohburg vor.
Anhand konkreter Beispiele zeigt der Historiker die mitunter engen inhaltlichen und personellen Verflechtungen zwischen beiden Seiten auf, die auf der Tradition der protestantischen Staatskirche im Kaiserreich gründeten und sich oftmals in einer systemkonformen Zusammenarbeit von Kirchenvertretern mit dem NS-Staat widerspiegelten – und das nicht nur bei den Deutschen Christen, sondern auch innerhalb der Bekennenden Kirche: Der Kirchenkampf der 1930er Jahre war weniger eine Auseinandersetzung zwischen Kirche und NS-Staat als vielmehr ein erbitterter, im Kern nicht gegen den Nationalsozialismus gerichteter Streit innerhalb der protestantischen Kirchen.
Die Veranstaltung findet anlässlich des diesjährigen Themenschwerpunkts Reformation und Politik der Lutherdekade statt. Der Eintritt ist frei.
Montag (7. Juli), 19.30 Uhr, Museum Flohburg, Nordhausen
Autor: redUnter dem Titel Von Luther zu Hitler. Überlegungen zum Verhältnis von Protestantismus und Nationalsozialismus stellt Gedenkstättenleiter Dr. Jens-Christian Wagner am Montag (7. Juli) um 19.30 Uhr die Beziehungen zwischen der protestantischen Kirche und dem NS-Regime im stadthistorischen Museum Flohburg vor.
Anhand konkreter Beispiele zeigt der Historiker die mitunter engen inhaltlichen und personellen Verflechtungen zwischen beiden Seiten auf, die auf der Tradition der protestantischen Staatskirche im Kaiserreich gründeten und sich oftmals in einer systemkonformen Zusammenarbeit von Kirchenvertretern mit dem NS-Staat widerspiegelten – und das nicht nur bei den Deutschen Christen, sondern auch innerhalb der Bekennenden Kirche: Der Kirchenkampf der 1930er Jahre war weniger eine Auseinandersetzung zwischen Kirche und NS-Staat als vielmehr ein erbitterter, im Kern nicht gegen den Nationalsozialismus gerichteter Streit innerhalb der protestantischen Kirchen.
Die Veranstaltung findet anlässlich des diesjährigen Themenschwerpunkts Reformation und Politik der Lutherdekade statt. Der Eintritt ist frei.
Montag (7. Juli), 19.30 Uhr, Museum Flohburg, Nordhausen

