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Mi, 13:32 Uhr
25.06.2014

Exkursion nach Dora

Im Rahmen des Geschichtsunterricht besuchte die Klasse 9b des Bleicheröder Schillergymnasiums die Gedenkstätte Mittelbau Dora. Über die Erfahrungen, die sie dort gemacht haben, schreibt der Schüler Max Schrön...

Im Rahmen des Geschichtsunterrichtes, welcher sich in Klasse 9 mit dem 2. Weltkrieg, der Judenverfolgung und Konzentrations- und Vernichtungslagern beschäftigt, haben wir am 27.05.2014 eine Exkursion zum Konzentrationslager „Mittelbau Dora“ durchgeführt.

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Die KZ-Gedenkstätte befindet sich am nordwestlichen Stadtrand von Nordhausen und war für uns per Bus erreichbar. Nach unserer Ankunft überquerten wir das Gelände und versammelten uns dann in einer renovierten Baracke gegenüber vom Appellplatz. Dort angekommen setzten wir uns an ein aus Tischen gebildetes Rechteck und bekamen viele Fotos und Bilder ausgeteilt. Wir sollten um die Tische laufen und uns jedes Bild genau ansehen. Bei einer zweiten Runde hatten wir die Aufgabe uns ein Bild auszusuchen, das uns entweder überraschte, uns Fragen aufwarf oder unseren Vorstellungen entsprach und dieses dann zu beschreiben.

Die Bleicheröder Schüler in der Gedenkstätte Mittelbau Dora (Foto: K. Hornung) Die Bleicheröder Schüler in der Gedenkstätte Mittelbau Dora (Foto: K. Hornung)

Anschließend wurden einige Fragen geklärt und nach einer kurzen Pause besichtigten wir den Appellplatz und bekamen Informationen über den Alltag der Häftlinge. Unsere nächste Station war das Krematorium, welches nicht weit vom Appellplatz entfernt war. Zuerst sahen wir das Krematorium nur von außen und betrachteten das Aschegrab, welches sich direkt neben der Anlage befand. Alle Bäume, die auf dem Aschegrab wuchsen, wurden auf eine Höhe von 10 Metern weiß angestrichen um an die ungefähr 6000 Toten zu erinnern.

Wir legten an einer Steintafel, auf der die Nationalitäten der Opfer des Lagers gekennzeichnet waren, einen Blumenstrauß nieder, um der Toten zu gedenken. Als wir das Krematorium betraten, verbreitete sich eine bedrückte Stimmung, weil an diesem Ort so viele Menschen physisch vernichtet wurden. Nach der Besichtigung des neuen Ausstellungszentrums bewegten wir uns in Richtung des Stollens weiter, den wir durch einen neu angelegten Eingang zu Fahrstollen A betraten. Wir sahen ein Modell und bekamen die einzelnen Abteile, wie die Schlafstellen, die Raketenmontage und Junkers-Flugzeugwerke erklärt.

Im Stollen (Foto: K. Hornung) Im Stollen (Foto: K. Hornung)

Nach einer abschließenden Fragerunde wurde unsere Führung beendet und wir traten die Heimreise an.
Durch die Führung bekamen wir viele neue Erkenntnisse und Einblicke, die unseren Geschichtsunterricht bereichern und uns neue Möglichkeiten der Diskussion eröffnen werden. Die Auswertung der Exkursion erfolgt innerhalb des bilingualen Geschichtsunterrichts indem die Schüler die einzelnen Stationen der Gedenkstätte künftigen Gästen auf Englisch vortragen.

Max Schrön
Autor: red

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