Mo, 12:45 Uhr
14.05.2001
Gespräche zwischen Nordhausen, Meiningen und Eisenach
Nordhausen (nnz). Die Theater in Thüringen müssen abspecken, die Landschaft der Musentempel wird sich in den kommenden Jahren umkrempeln, ab 2004 wird sie im Vergleich zum Ist-Zustand eine gänzlich andere sein. nnz sprach mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Theater GmbH, Klaus Wahlbuhl, über die neue Strukturen, Sparten und anstehende Kämpfe.
Das Thüringer Wissenschaftsministerium hat uns den Auftrag gegeben, darüber nachzudenken, wo es in Nordhausen und Sondershausen Einsparpotentiale und wo es Erhaltenswertes gibt, so Wahlbuhl zur nnz. Nordhausen habe in den zurückliegenden Jahren als eines der wenigen Häuser in Thüringern seine Hausaufgaben gemacht. Der Standort Nordhausen/Sondershausen ist der kleinste in Thüringen und erhält darüber hinaus die geringsten Zuschüsse vom Land.
Im Vordergrund der künftigen Überlegungen steht nach Wahlbuhls Ansicht das Ziel, das Nordhäuser Haus nicht nur als Bespielstätte zu erhalten, sondern als ein Haus, in dem ein Ensemble seine künstlerische Heimat habe. In den kommenden Tagen werden sich die Macher der Bühnen in Meiningen, Eisenach und Nordhausen wiederholt ihre Köpfe zerbrechen müssen. Zwischen jenen Bühnen wird und muß es eine Fusion im weitesten Sinne geben. Fakt ist jetzt schon: Nicht alle drei Häuser werden ihre bisherigen Sparten behalten. Ministerin Schipanski hat uns klar gesagt, daß es im Westen Thüringen keine vier Orchester und keine drei Mehrsparten-Theater geben werde, erläutert Klaus Wahlbuhl. Noch im Juni wollen die West-Theater in Erfurt erste Friedensangebote auf den Tisch legen. Dann wäre das Ministerium am Zuge.
Um Einsparungen am Personal werde wohl keine Bühne herumkommen. Aus Sicht der GmbH werde jedoch besonderer Wert auf den Erhalt des Loh-Orchesters gelegt. Hier werde man die frühzeitige Fusion der beiden Orchester in Nord- und Sondershausen in die Waagschale werfen und keine Kompromisse zulassen, zeigte sich Wahlbuhl kämpferisch. Vor allem werde man sich von Nordhäuser Seite solidarisch gegenüber Sondershausen zeigen. Sollte das Ministerium an dieser Stelle nicht kompromißbereit sein, dann könne die GmbH mit Sondershausen und dem Kyffhäuserkreis zwei Gesellschafter verlieren. Dies komme einem Aus der GmbH gleich. Von diesem Horrorszenario werde im Aufsichtsrat und in der Gesellschaft allerdings nicht ausgegangen, wohl aber müssen rechtzeitig die fatalen Folgen aufgezeichnet werden.
Autor: psgDas Thüringer Wissenschaftsministerium hat uns den Auftrag gegeben, darüber nachzudenken, wo es in Nordhausen und Sondershausen Einsparpotentiale und wo es Erhaltenswertes gibt, so Wahlbuhl zur nnz. Nordhausen habe in den zurückliegenden Jahren als eines der wenigen Häuser in Thüringern seine Hausaufgaben gemacht. Der Standort Nordhausen/Sondershausen ist der kleinste in Thüringen und erhält darüber hinaus die geringsten Zuschüsse vom Land.
Im Vordergrund der künftigen Überlegungen steht nach Wahlbuhls Ansicht das Ziel, das Nordhäuser Haus nicht nur als Bespielstätte zu erhalten, sondern als ein Haus, in dem ein Ensemble seine künstlerische Heimat habe. In den kommenden Tagen werden sich die Macher der Bühnen in Meiningen, Eisenach und Nordhausen wiederholt ihre Köpfe zerbrechen müssen. Zwischen jenen Bühnen wird und muß es eine Fusion im weitesten Sinne geben. Fakt ist jetzt schon: Nicht alle drei Häuser werden ihre bisherigen Sparten behalten. Ministerin Schipanski hat uns klar gesagt, daß es im Westen Thüringen keine vier Orchester und keine drei Mehrsparten-Theater geben werde, erläutert Klaus Wahlbuhl. Noch im Juni wollen die West-Theater in Erfurt erste Friedensangebote auf den Tisch legen. Dann wäre das Ministerium am Zuge.
Um Einsparungen am Personal werde wohl keine Bühne herumkommen. Aus Sicht der GmbH werde jedoch besonderer Wert auf den Erhalt des Loh-Orchesters gelegt. Hier werde man die frühzeitige Fusion der beiden Orchester in Nord- und Sondershausen in die Waagschale werfen und keine Kompromisse zulassen, zeigte sich Wahlbuhl kämpferisch. Vor allem werde man sich von Nordhäuser Seite solidarisch gegenüber Sondershausen zeigen. Sollte das Ministerium an dieser Stelle nicht kompromißbereit sein, dann könne die GmbH mit Sondershausen und dem Kyffhäuserkreis zwei Gesellschafter verlieren. Dies komme einem Aus der GmbH gleich. Von diesem Horrorszenario werde im Aufsichtsrat und in der Gesellschaft allerdings nicht ausgegangen, wohl aber müssen rechtzeitig die fatalen Folgen aufgezeichnet werden.

