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Di, 12:40 Uhr
17.06.2014

Feuerprobe bestanden

Gestern hatte nicht nur die deutsche Nationalelf ihren ersten großen Test dieser WM zu bestehen, auch für die Organisatoren des Public Viewings war der gestrige Abend eine erste Feuerprobe...

Das gestrige Public Viewing war die erste große Veranstaltung, die von dem noch jungen Verein Kulturkonzept Nordhausen auf die Beine gestellt wurde. Erst im Januar hatte sich der Verein gegründet. Nachdem im Oktober des verganenen Jahres der Landkreis eine Allgemeinverfügung zum Lärmschutz erlassen hatte, mussten Fussballfreunde fürchten, das es zur diesjährigen WM keine öffentlichen Übertragungen unter freien Himmel geben würde.

Erster Public Viewing auf dem Gelände des Parkschlosses (Foto: Angelo Glashagel) Erster Public Viewing auf dem Gelände des Parkschlosses (Foto: Angelo Glashagel)

Doch nicht nur die Fußballfans waren betroffen. Die Ausrichtung von Kulturveranstaltungen im Innenstadtbereich gestaltet sich derzeit schwierig. Den Mitgliedern von Kulturkonzept geht es denn auch nicht nur um Fussball. Seine eigentliche Aufgabe sieht der Verein darin, Kunst und Kultur abseits der etablierten Wege zu fördern. "Wir wollen alle kulturellen und künstlerischen Sparten abdecken, die weniger Beachtung finden", sagte der Vorsitzende des Vereins, Volker Nebelung. Fotografen, Graffitikünstler, junge Musiker, Bildhauer, Maler und andere Kunstschaffende will der Verein in Zukunft unterstützen. "Wir wollen die Hochkultur nicht ausschließen", sagte Nebelung, "aber es gibt in Nordhausen auch starke Strömungen die außerhalb dieses Rahmens existieren und nur wenig Möglichkeiten haben, auch wahrgenommen zu werden".

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Das die Lärmschutzverordnung den WM-Fußball aus der Innenstadt verbannt hat, könnte sich für den Verein noch als Glücksfall erweisen. Auf dem Gelände des alten Parkschlosses gegenüber des Stadtparks will Kulturkonzept nicht nur ein paar Spiele übertragen und das Parkschloss als Veranstaltungsort wiederbeleben, sondern "ein Fanfest für alle Nordhäuser" ausrichten. Rund um die wichtigsten Partien der Fußballweltmeisterschaft hat man ein vielschichtiges Programm geplant. Am kommenden Freitag wird die "Summer Opening Party" stattfinden. Ein Bandcontest mit 16 jungen Bands aus sechs Bundesländern ist geplant, ein großes Kinderfest, der "Nordhäuser Sommergarten" mit Musik für Jung und Alt sowie ein Graffitt-Contest stehen für die kommenden Wochen außerdem mit auf dem Programm.

Grundsätzlich ist man laut dem Vorsitzenden Volker Nebelung bei Kulturkonzept darauf bedacht, sich selbst zu helfen. Die Großformatigen Fotografien, die derzeit den Bauzaun rund um das Parkschlossgelände verzieren, wurden von den Fotografen des Vereins geschossen. Ganz ohne die Verwaltungen in Stadt und Kreis geht es aber doch nicht. Nachdem das Verhältnis des jungen Vereins zu besagten Stellen bisher nicht ganz reibungslos war, so konstatierte der Vorsitzende von Kulturkonzept die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Stadtverwaltung in Sachen Public Viewing als "absolut positiv".

Das Fanfest ist aber kein Selbstzweck. Auch wenn der Eintritt zum Public Viewing kostenlos ist, hofft der Verein ein wenig Geld zu verdienen. "Wir sehen das als Chance uns erst einmal ein Standbein zu schaffen und ein wenig Geld einzunehmen mit dem wir dann junge Künstler fördern können", sagte Nebelung.

Neben den regulären Einnahmen ruft der Verein auch zu Spenden auf. Die sollen aber nicht ins Vereinssäckel fließen, sondern dem Kinderhospiz Mitteldeutschland zu Gute kommen. Die im angekündigten Graffitit Contest entstandenen Werke sollen versteigert und der Erlös ebenfalls dem Kinderhospiz zufließen.

Für die Zukunft hofft Nebelung, das es nicht bei den 26 Mitgliedern des Vereins bleibt, sondern der gute Zuwachs weiter anhält. "Leute mit Ideen, Studierende, Künstler, jeder der sich für Kultur interessiert, kann zu uns kommen" sagte Nebelung.

Der Einstand zum gestrigen Public Viewing lässt sich denn auch als durchaus gelungen bezeichnen. Die Stimmung war gut, für das leibliche Wohl war gesorgt und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Wenn es so weitergeht, wird man von Kulturkonzept sicher in den kommenden Jahren noch einiges mehr höhren. Sie wären nicht der erste Verein in Nordhausen, der klein anfängt und nach Jahren zur festen Größe im kulturellen Leben der Stadt heranwächst. Der Stadt und dem Verein wäre es zu wünschen.
Angelo Glashagel
Autor: red

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