Sa, 10:47 Uhr
07.06.2014
Mackensen im Kunsthaus
Geburtstag hat er zwar erst am 15. November, doch die Würdigungen für den angehenden Jubilar nehmen bereits jetzt immer mehr Fahrt auf. Die Rede ist von Gerd Mackensen – dem "Doyen der Thüringer Kunst". Gestern Abend bereitete ihm ein riesige Fangemeinde im Kunsthaus Meyenburg einen "großen Bahnhof". Die nnz verfolgte das Geschehen...
Das bereits weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Kunsthaus vermochte am Freitagabend die Menschenmassen kaum zu fassen, als kurz nach 19 Uhr Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh im Beisein des Künstlers und seiner Familie die Sonderausstellung "Tiefgrün und zartbitter" mit herzlichen Worten eröffnete.
Laudatorin Susanne Hinsching stellte eingangs die Frage, was sie wohl über Mackensen und seine Werke erzählen solle. Sie gab sich selbst die Antwort. Denn sie verstand es wie immer bravorös, den anwesenden Gästen Mackensen und seine vielschichtige Kunst nochmals vor Augen zuführen, Maltechniken und Stilmittel zu erläutern, auf markante Kunstwerke näher einzugehen. Die Ausstellung ist dreigeteilt: Landschaft – Erotik – Abstraktes. Insgesamt sind es 80 Kunstwerke, die innerhalb von 40 Jahren entstanden und nun zu bewundern sind.
Mackensen nimmt in vielen seiner Bilder Bezug auf seine Heimat, zu der er eine besondere Beziehung hat. Ein weiterer Schwerpunkt sind "seine Nackten" – wie er sie oft selbst nennt. Quasi der erotische Part der Sonderschau. Er schafft es, eine knisternde Spannung aufzubauen. Und schließlich seine großformatigen abstrakten Bilder, die vor allem durch die Farbe leben. Susanne Hinsching lud schließlich dazu ein, sich auf Mackensens Kunst einzulassen, zu fühlen, zu genießen. Auch und vor allem: Schauen, schauen, schauen...
Gerd Mackensen deutete in seiner Dankesrede auf einige seiner Werke: "Das, was man hier sieht, ist meine Welt. Das sehen wir alle. Ich habe die Gabe, das mit meiner rechten Hand umzusetzen. Es gibt keinen Tag ohne Strich. Und all diese Arbeiten hier im Kunsthaus und noch dazu dieses Publikum macht den `Laden` hier besonders bunt! Es wird noch eine Fortsetzung meiner Kunst ab 6. September in Sondershausen geben. Genießen Sie aber erstmal das, was hier hängt. Das reicht schon!" Wie recht er hat.
Gerd Mackensen wolte immer nur richtig arbeiten, ranklotzen. Tat es und tut es auch heute. Seine künstlerischen Arbeiten sind sowohl in vielen öffentlichen Einrichtungen wie auch bei privaten Sammlern zu finden. Der Künstler war während der Vernissage stets von kunstinteressierten Besuchern umringt, die sich über die breit gefächerte Ausstellung freuten und dem Jubilar anspornten für weiteres künstlerisches Schaffen. Und er selbst faszinierte – wie immer – durch seine heitere Bescheidenheit.
Eben Mackensen! Für die "musikalische" Einstimmung besonderer Art sorgte während der Vernissage der aus Dresden stammende Jazz-Musiker Günter Heinz. Die Sonderausstellung ist bis zum 31. August 2014 während der regulären Öffnungszeiten (täglich von 10 bis 17 Uhr, außer Montag) im Kunsthaus Meyenburg zu sehen.
Hans-Georg Backhaus
Autor: redDas bereits weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Kunsthaus vermochte am Freitagabend die Menschenmassen kaum zu fassen, als kurz nach 19 Uhr Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh im Beisein des Künstlers und seiner Familie die Sonderausstellung "Tiefgrün und zartbitter" mit herzlichen Worten eröffnete.
Laudatorin Susanne Hinsching stellte eingangs die Frage, was sie wohl über Mackensen und seine Werke erzählen solle. Sie gab sich selbst die Antwort. Denn sie verstand es wie immer bravorös, den anwesenden Gästen Mackensen und seine vielschichtige Kunst nochmals vor Augen zuführen, Maltechniken und Stilmittel zu erläutern, auf markante Kunstwerke näher einzugehen. Die Ausstellung ist dreigeteilt: Landschaft – Erotik – Abstraktes. Insgesamt sind es 80 Kunstwerke, die innerhalb von 40 Jahren entstanden und nun zu bewundern sind.
Mackensen nimmt in vielen seiner Bilder Bezug auf seine Heimat, zu der er eine besondere Beziehung hat. Ein weiterer Schwerpunkt sind "seine Nackten" – wie er sie oft selbst nennt. Quasi der erotische Part der Sonderschau. Er schafft es, eine knisternde Spannung aufzubauen. Und schließlich seine großformatigen abstrakten Bilder, die vor allem durch die Farbe leben. Susanne Hinsching lud schließlich dazu ein, sich auf Mackensens Kunst einzulassen, zu fühlen, zu genießen. Auch und vor allem: Schauen, schauen, schauen...
Gerd Mackensen deutete in seiner Dankesrede auf einige seiner Werke: "Das, was man hier sieht, ist meine Welt. Das sehen wir alle. Ich habe die Gabe, das mit meiner rechten Hand umzusetzen. Es gibt keinen Tag ohne Strich. Und all diese Arbeiten hier im Kunsthaus und noch dazu dieses Publikum macht den `Laden` hier besonders bunt! Es wird noch eine Fortsetzung meiner Kunst ab 6. September in Sondershausen geben. Genießen Sie aber erstmal das, was hier hängt. Das reicht schon!" Wie recht er hat.
Gerd Mackensen wolte immer nur richtig arbeiten, ranklotzen. Tat es und tut es auch heute. Seine künstlerischen Arbeiten sind sowohl in vielen öffentlichen Einrichtungen wie auch bei privaten Sammlern zu finden. Der Künstler war während der Vernissage stets von kunstinteressierten Besuchern umringt, die sich über die breit gefächerte Ausstellung freuten und dem Jubilar anspornten für weiteres künstlerisches Schaffen. Und er selbst faszinierte – wie immer – durch seine heitere Bescheidenheit.
Eben Mackensen! Für die "musikalische" Einstimmung besonderer Art sorgte während der Vernissage der aus Dresden stammende Jazz-Musiker Günter Heinz. Die Sonderausstellung ist bis zum 31. August 2014 während der regulären Öffnungszeiten (täglich von 10 bis 17 Uhr, außer Montag) im Kunsthaus Meyenburg zu sehen.
Hans-Georg Backhaus





















