eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 11:45 Uhr
24.04.2014

In den Wirren der Völkerschlacht

Es war die erste Tagesfahrt 2014 der Landsenioren. Die hatte es aber in sich. Über 40 Mitglieder der Vereinigung weilten gestern in Leipzig. Was sie da erlebten und sahen, übertraf alle Erwartungen. Kurt Frank war mit Notizbuch und Kamera dabei.


Auf dem Programm standen die Studientour durch den MDR und die media city Leipzig sowie die Besichtigung des monumentalen weltgrößten Rundbildes von Yadegar Asisis „Leipzig 1813 – in den Wirren der Völkerschlacht“.

Anzeige Refinery (lang)
Auf dem Gelände des Mitteldeutschen Rundfunks befand sich bis zur Wende der weltgrößte Schlachthof seinerzeit mit täglich 3000 Schlachtungen. Heute beschäftigt der MDR über 2000 Mitarbeiter, unter ihnen zahlreiche Freischaffende. In einem einführenden Film verschafften sich die Besucher zunächst einen Überblick über die fünftgrößte ARD-Anstalt, die mit dem MDR Fernsehen seit 1997 das erfolgreichste Dritte Programm der ARD produziert.

Danach führte der Weg in das Studio „Hier ab vier“. Schlicht und einfach die Kulisse: Um einen Tisch einige Sessel gruppiert. In der täglichen Fernsehausstrahlung wirkt das alles viel gemütlicher. Wie aus allen anderen Studio-Sendungen auch. Oder spektakulärer. Als Beispiel sei das Studio für Deutschlands erfolgreichste Arztserie „In aller Freundschaft“ genannt. Ein Besuch in der „Chirurgische Klinik Haus B“ war daher Pflicht. Hier kommt man ohne Tricks und technischen Raffinessen nicht aus, was der Spannung keinen Abbruch tut.

Leider erfüllte sich die Hoffnung nicht, auf dem Rundgang einen Moderator wie Peter Escher oder den Darsteller des Professors aus der Sachsenklinik persönlich zu treffen. Dafür aber konnte man im Fundus 1100 verschiedene Requisiten und Kostüme bewundern. Oder sogar selbst vor einer Kamera stehen. Margarete Glatz tat das mit Bravour in einem Studionachbau von „MDR aktuell“. Ihr stand zwar ein Teleprompter, von dem sie die Nachrichten ablesen konnte, hilfreich zur Seite. Einfach war die Aufgabe dennoch nicht. Aus der 13. Etage der Fernsehzentrale bot sich schließlich hoch über den Dächern Leipzigs ein faszinierender Ausblick.
Unterwegs: Das hochmoderne Gebäude des MDR in Leipzig ist ein Blickfang. (Foto: Kurt Frank)
Unterwegs: Aus der 13. Etage bot sich ein fantastischer Blick über die Stadt. (Foto: Kurt Frank)
Unterwegs: Ein Besuch im Studio der Sachsenklinik durfte nicht fehlen. (Foto: Kurt Frank)
Unterwegs: Leider trafen die Besucher keinen Arzt-Darsteller persönlich. (Foto: Kurt Frank)
Unterwegs: Im Fundus befinden sich 1100 verschiedene Requisiten und Kostüme. (Foto: Kurt Frank)
Unterwegs: Jochen Keitel, Chef des gleichnamigen Unternehmen, am Steuer des Busses. (Foto: Kurt Frank)
Unterwegs: In Rundbildern zeigt Asisis Leipzig nach der Völkerschlacht von 1813. (Foto: Kurt Frank)
Unterwegs: Asisis Monumentalwerk zeigt Leipzig nach der Völkerschlacht von 1813. (Foto: Kurt Frank)
Unterwegs: Das weltgrößte Panorama der Völkerschlacht muss man gesehen haben. (Foto: Kurt Frank)
Mit seinen Rundbildern „Leipzig 1813 – in den Wirren der Völkerschlacht“ schuf Yadegar Asisis mit seinem monumentalen 360-Grad-Panorama auf etwa 3500 Quadratmetern das weltgrößte Panorama. Man muss es gesehen haben. Er habe, sagt der Künstler, kein Schlachtenpanorama schaffen wollen. Das Bild stellt das europäische Ereignis aus der Perspektive von Leipzig und seinen damaligen 35 000 Bürgern dar. Es sei ein Panorama gegen den Krieg und soll zum Nachdenken anregen.

Die Vereinigung der Landsenioren ist für ehemals in der Landwirtschaft tätige Menschen, deren festes Gefüge nach der Wende zusammenbrach, zur großen Familie geworden. Auch ältere Mitglieder nehmen rege am gesellschaftlichen Leben teil. Unter ihnen Rolf Lauer aus Görsbach. Der 86-Jährige hat sich schon weitere Termine im Veranstaltungskalender angestrichen. Auch für den zwei Jahre jüngere Manfred Cyriax aus dem gleichen Ort war es nicht die letzte Landsenioren-Reise.
Kurt Frank
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)