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Mi, 11:30 Uhr
09.04.2014

Positiver Trend setzt sich fort

Der seit Jahren in Nordthüringen anhaltend positive Trend der Entwicklung von Verkehrsunfällen setzte sich auch im vergangenen Jahr fort. Es gibt aber auch Ausnahmen von dieser "Fast"-Regel. Heute wurden die Zahlen vorgestellt...


Gegenüber 2012 sank im Zuständigkeitsbereich der Landespolizeiinspektion Nordhausen die Anzahl der Verkehrsunfälle gesamt um 292 auf 8.617 ( -3,3 %). Die Verkehrsunfälle mit Personenschaden verringerten sich um 53 auf 1.071 ( -4,7 %). Gestiegen sind jedoch die Anzahl der Verkehrsunfälle mit getöteten Personen um 5 auf 24 ( +26,3%) und die Anzahl der dabei Getöteten
um 4 auf 25 ( +19,1%).

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Anders reflektiert - alle 61 Minuten musste im vergangenen Jahr ein Verkehrsunfall durch Beamte der Nordthüringer Polizei aufgenommen und bearbeitet werden. Alle sechs Stunden wurde dabei auf 75 Kilometer Autobahn, 297 Kilometer Bundesstraße oder 1.200 Kilometer Landesstraßen ein Mensch verletzt oder getötet.

Kaum Veränderungen gab es bei den Ursachen für die Unfälle. 434 mal war nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit die Ursache, gefolgt von Nichtbeachten der Vorfahrt (230), Fehlern beim Abbiegen (196), ungenügendem Sicherheitsabstand (175) oder Fehler beim Überholen (123).

Im Jahresverlauf ereigneten sich im März und im Mai die meisten Crashs auf unseren Straßen. Im Wochenverlauf krachte es freitags am häufigsten und im Tagesverlauf ist die Zeit zwischen 14 Uhr und 18 Uhr der absolute Schwerpunkt.

Grafik (Foto: LPI) Grafik (Foto: LPI)
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 25 Personen bei Verkehrsunfällen getötet, davon 20 Insassen von Pkw, drei Radfahrer und zwei Fußgänger. Neun Tote waren älter als 60 Jahre.

Erfreulich ist die Tatsache, dass der Anteil der sogenannten Jungen Fahrer am gesamten Unfallgeschehen deutlich zurückgegangen ist. Im Vergleich zum Jahr 2012 um rund 15 Prozent, auch bei den Unfällen mit schwerverletzten Personen konnte ein negativer Trend festgestellt werden. Allerdings kamen im zurückliegenden Jahr fünf junge Menschen ums Leben, einer mehr als 2012. Bei Unfällen, die durch junge Fahrer/-innen verursacht wurden, waren
  • nicht angepasste Geschwindigkeit
  • ungenügender Sicherheitsabstand
  • Vorrang-/Vorfahrtsfehler
  • Abbiegen/ Wendefehler und
  • Alkohol die Hauptunfallursachen.
2013 wurden insgesamt 1.780 (Vorjahr 1.782) Verkehrsunfälle mit unerlaubten Entfernen vom Unfallort registriert. Hier ist ein Rückgang um 0,1 % zu verzeichnen. Nahezu bei jedem fünften Verkehrsunfall entfernt sich der Beteiligte unerlaubt vom Unfallort. Davon waren 109 (Vorjahr 100) Unfälle mit Personenschaden registriert worden, wobei 18 (Vorjahr 21) Personen schwer und 96 (Vorjahr 87) Personen leicht verletzt wurden. Gott sei Dank wurde niemand bei einem solchen Unfall getötet. Die Aufklärungsquote bei Unfallfluchten mit Verletzten liegt übrigens bei 41 Prozent.

Der Blick in die Landkreise

Im Landkreis Nordhausen wurden im vergangenen Jahr 2.057 Unfälle registriert, davon 225 mit Verletzten. Bei vier Unfällen waren vier Tote zu beklagen. 2.244 mal krachte es im Landkreis Eichsfeld, acht Personen wurde dabei getötet und 272 mal wurden Menschen verletzt. Im Kyffhäuserkreis mussten 1.672 Unfälle aufgenommen werden. In fünf Fällen wurden Tote beklagt und bei 216 Unfällen wurden Personen verletzt.

Nach dem aufgezeigten Entwicklungstrend der Unfallentwicklung der vergangenen zehn Jahre darf vermutet werden, dass sich trotz steigender Verkehrsbelastung die rückläufige Tendenz in den nächsten Jahren fortsetzten wird. Dies ist auch auf die Weiterentwicklung des technischen Fortschritts im Fahrzeugbau zurückzuführen. (ABS, ESP, Seitenaufprallschutz, Rückfahrwarner u.a. elektronischen Fahrhilfen ).

Übersichtskarte (Foto: LPI) Übersichtskarte (Foto: LPI)

Unfallschwerpunkte (siehe Karte), die sich in den zurückliegenden Jahren auf den Bereich der Bundesstraßen B 4, B 85, B 247 und B 249 abgezeichnet haben, bedürfen der weiteren Beachtung, um die Unfallzahlen zurückdrängen zu können. Die Schwerpunkte befinden sich außerorts auf der
  • B 4 und B 81, zwischen den Landesgrenzen Niedersachen sowie Sachsen-Anhalt und Thüringen bis Ilfeld, weiter B 4 Nordhausen und Abzweig Hain, Neuheide und Sondershausen, Sondershausen/Graß, zwischen Abzweig Obertopfstedt und Abzweig Wasserthalleben
  • B 84, zwischen Bad Langensalza und Kirchheiligen
  • B 85, Landesgrenze Thüringen/Sachsen-Anhalt und Einfahrt zum Kyffhäuserdenkmal
  • B 247, zwischen Dingelstädt und Kallmerode,
  • B 247 Höngeda und Großengottern
Im Streckenabschnitt der B 85 im Kyffhäusergebirge ist eine hohe Beteiligung von Zweiradfahrzeugen zu verzeichnen. Aus diesem Grund werden bereits seit mehreren Jahren bereits gesonderte Verkehrsüberwachungsmaßnahmen, aber auch präventive Aktionen mit Beteiligung anderer Einrichtungen wie DEKRA, TÜV, Verkehrswacht durchgeführt.

Im Jahr 2013 wurden in der polizeilichen Verkehrsüberwachung 864 Fahrer wegen „Fahren unter Alkohol“ und „Fahren unter Drogen“ im Straßenverkehr zur Verantwortung gezogen. Dabei wurden wegen des Verdachts des Fahrens unter illegalen Drogen 381 Blutentnahmen angeordnet. Bei der Feststellung von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr ist ein Rückgang zu verzeichnen. Weiterhin wurden nach dem Straßenverkehrsgesetz, dem Strafgesetzbuch und dem Pflichtversicherungsgesetz 2.493 Anzeigen bearbeitet. Sonstige Maßnahmen der Polizei, wie Sicherheitsleistungen, Mängelberichte und
Kontrollaufforderungen wurden 3.288 durchgeführt.

Bei den Kontrollen der Risikogruppe „Junge Fahrer“ gab es allein an den Wochenenden 387 Geschwindigkeitskontrollen, in deren Ergebnis 141 Bußgeldverfahren eingeleitet wurden, die ein Fahrverbot nach sich zogen. Allein 60,9 % der Gesamtfeststellung „Fahren unter Alkohol“ und 47,0 % beim „Fahren unter illegalen Drogen“ wurden an den Wochenenden durch verstärkte Kontrollmaßnahmen im präventiven Bereich getroffen.

Die Nordthüringer leistet speziell im Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit einen großen Beitrag. Dies betrifft besonders die Verkehrserziehung in den Kindergärten und Grundschulen, die Aufklärungsaktionen für die Gruppe der jungen Fahrer aber auch immer mehr auf ältere Verkehrsteilnehmer ausgerichtete Aktionen.

Somit werden umfangreiche Anstrengungen unternommen, um zielgerichtet das Unfallgeschehen zu beeinflussen. Die vier Jugendverkehrsschulen, die im Schutzbereich der Landespolizeiinspektion Nordhausen tätig sind, führten 667 Schulungen und Ausbildungen durch. Bei einer Teilnehmerzahl von 18.215 Schülern der 1. und 4. Klassen wurden 3.520 Stunden geleistet. Im Weiteren wurden 94 Vorträge bei Veranstaltungen, wie zum Beispiel Verkehrsteilnehmerschulungen
der Kreisvolkshochschulen, gehalten. Die Teilnehmerzahl betrug hier 3.166 bei geleisteten 300 Stunden.

Bei den Aktionstagen „Junge Fahrer“ soll es nicht um die Orientierung an den Defiziten der jungen Fahrer und Fahrerinnen, sondern um den Aufbau und die Unterstützung vorhandener Fähigkeiten gehen.

Durch zielgerichtete Einflussnahme und eine breite Palette von Veranstaltungsangeboten soll die Betreuung Jugendlicher besser gewährleistet werden. Auf diesem Gebiet wollen alle Beteiligten besonders darauf hinwirken, dass eine gleichmäßige Betreuung dieser Verkehrsteilnehmer erreicht wird.

Alle dargestellten Zahlen des Jahres 2013 beinhalten nicht die Situation auf den Autobahnen. Auch die Zahlen 2012 sind entsprechend korrigiert. Sie werden durch die Autobahnpolizeiinspektion gesondert ausgewertet.
Autor: red

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