Mi, 08:25 Uhr
09.04.2014
Inklusion kommt voran
Fünf Jahre nachdem sich Deutschland verpflichtet hat, Kinder mit und ohne Handicaps gemeinsam zu unterrichten, besuchen in Thüringen rund zwei von fünf Förderschülern eine Regelschule....
Zugleich sinkt der Anteil der Kinder, die an Sonderschulen unterrichtet werden. Das zeigt der aktuelle Datenreport Inklusion der Bertelsmann Stiftung. Thüringen macht bei der Umsetzung der Inklusion Fortschritte, sagte Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.
Insgesamt hatten in Thüringen rund 11.300 Schüler bis zur zehnten Klasse diagnostizierten sonderpädagogischen Förderbedarf: Die Förderquote liegt mit 7 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 6,6 Prozent, ist allerdings rückläufig (im Schuljahr 2008/2009 lag sie bei 9 Prozent). Positiv entwickelt sich in Thüringen der so genannte Inklusionsanteil. Dieser belegt den Fortschritt beim gemeinsamen Unterricht und hat sich in den vergangenen Jahren stetig vergrößert. Im Schuljahr 2012/13 nahmen 28,7 Prozent der Förderschüler am gemeinsamen Unterricht an einer Regelschule teil. Vor fünf Jahren lag der Inklusionsanteil noch bei 16,9 Prozent. Bundesweit liegt Thüringen damit leicht über dem Durchschnitt (28,2 Prozent).
Zugleich gehen immer weniger Schüler auf Sonderschulen: Der Anteil an Sonderschülern verringerte sich seit der Unterzeichnung der UN-Konvention für den Ausbau des gemeinsamen Unterrichts von 7,5 auf 5 Prozent und liegt damit nur noch knapp über dem bundesdeutschen Schnitt (4,8 Prozent). Die Chancen der Sonderschüler auf einen anschlussfähigen Schulabschluss sind im bundesweiten Vergleich eher gut: 61,1 Prozent verließen im vergangenen Schuljahr die Sonderschule ohne Hauptschulabschluss – bundesweit sind das 72,6 Prozent. Die Sonderschule bleibt für zu viele Jugendliche eine Sackgasse. Ein Schulabschluss ist für die gesellschaftliche Teilhabe aber sehr wichtig, sagte Jörg Dräger.
Autor: redZugleich sinkt der Anteil der Kinder, die an Sonderschulen unterrichtet werden. Das zeigt der aktuelle Datenreport Inklusion der Bertelsmann Stiftung. Thüringen macht bei der Umsetzung der Inklusion Fortschritte, sagte Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.
Insgesamt hatten in Thüringen rund 11.300 Schüler bis zur zehnten Klasse diagnostizierten sonderpädagogischen Förderbedarf: Die Förderquote liegt mit 7 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 6,6 Prozent, ist allerdings rückläufig (im Schuljahr 2008/2009 lag sie bei 9 Prozent). Positiv entwickelt sich in Thüringen der so genannte Inklusionsanteil. Dieser belegt den Fortschritt beim gemeinsamen Unterricht und hat sich in den vergangenen Jahren stetig vergrößert. Im Schuljahr 2012/13 nahmen 28,7 Prozent der Förderschüler am gemeinsamen Unterricht an einer Regelschule teil. Vor fünf Jahren lag der Inklusionsanteil noch bei 16,9 Prozent. Bundesweit liegt Thüringen damit leicht über dem Durchschnitt (28,2 Prozent).
Zugleich gehen immer weniger Schüler auf Sonderschulen: Der Anteil an Sonderschülern verringerte sich seit der Unterzeichnung der UN-Konvention für den Ausbau des gemeinsamen Unterrichts von 7,5 auf 5 Prozent und liegt damit nur noch knapp über dem bundesdeutschen Schnitt (4,8 Prozent). Die Chancen der Sonderschüler auf einen anschlussfähigen Schulabschluss sind im bundesweiten Vergleich eher gut: 61,1 Prozent verließen im vergangenen Schuljahr die Sonderschule ohne Hauptschulabschluss – bundesweit sind das 72,6 Prozent. Die Sonderschule bleibt für zu viele Jugendliche eine Sackgasse. Ein Schulabschluss ist für die gesellschaftliche Teilhabe aber sehr wichtig, sagte Jörg Dräger.


