Di, 15:50 Uhr
08.04.2014
Südharzer Gipskarst sichern
Die europaweit einmalige Gipskarst-Region im Südharz ist weiterhin bedroht. Der Bundesvorstand des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) informierte sich heute bei einem ganztägigen Besuch über die Vielfalt an seltenen Pflanzen und Tieren, die faszinierende Landschaft und die akute Gefährdung durch den Gipsabbau...
Es ist unverantwortlich, dass die Landesregierung hier nichts unternimmt, um weiteren Gipsabbau zu verhindern. Statt einmaliger Landschaft setzt man auf einmaligen Profit. So haben weder Natur noch Tourismus im Südharz eine Zukunft, sagte der BUND-Bundesvorsitzende, Prof. Dr. Hubert Weiger, am Rande einer Wanderung durch die Rüdigsdorfer Schweiz.
Der Gipskarst ist, von den geologischen Besonderheiten im Boden, über die die auf ihm wachsenden seltenen Pflanzen bis zu den am Himmel kreisenden Vögeln schützenswert, machte Weiger bei seinem Besuch im Südharz klar.
Der BUND drängte darauf, den Prozess zur Einrichtung eines länderübergreifenden Biosphärenreservats Südharz wieder aufzunehmen. Die Biologische Vielfalt sei weltweit bedroht. Es gäbe auch in Deutschland einzigartige Lebensräume, für deren Erhalt man international Verantwortung trage. Wenn die Gipskarst-Landschaft einmal dem Bagger geopfert ist, ist das Zukunftspotential der Region verspielt. Landesregierung und Lokalpolitik müssen anfangen, langfristig zu denken. Die Gipskarstlandschaft ist eine Landschaft von europäischer Bedeutung und erfüllt alle Voraussetzungen für ein Weltnatur- und Kulturerbe, so der Bundesvorsitzende des BUND.
Im Freistaat Thüringen befindet sich der größte noch intakte Teil des Gipsgürtels, welcher sich von Niedersachsen bis Sachsen-Anhalt erstreckt. Wegen klimatischer und geologischer Besonderheiten ist dieser Lebensraum weltweit fast einmalig. Die Landesregierung hat die wertvollsten Lebensräume und Standorte zwar als FFH- bzw. Vogelschutzgebiet im Schutzgebietsnetz Natura 2000 gemeldet. Der BUND warnt, dass diese Bemühungen durch neue Vorstöße, die industrielle Gipsgewinnung über die abgestimmten Bewilligungsfelder hinaus auszudehnen, wieder in Frage gestellt würde.
Die Reise des BUND-Bundesvorstands führte vom Gipstagebau am Winkelberg, zum Mühlberg und Himmelsberg, sowie anschließend in die Rüdigsdorfer Schweiz und zum derzeit von weiterem Abbau bedrohten Alten Stolberg.
Autor: redEs ist unverantwortlich, dass die Landesregierung hier nichts unternimmt, um weiteren Gipsabbau zu verhindern. Statt einmaliger Landschaft setzt man auf einmaligen Profit. So haben weder Natur noch Tourismus im Südharz eine Zukunft, sagte der BUND-Bundesvorsitzende, Prof. Dr. Hubert Weiger, am Rande einer Wanderung durch die Rüdigsdorfer Schweiz.
Der Gipskarst ist, von den geologischen Besonderheiten im Boden, über die die auf ihm wachsenden seltenen Pflanzen bis zu den am Himmel kreisenden Vögeln schützenswert, machte Weiger bei seinem Besuch im Südharz klar.
Der BUND drängte darauf, den Prozess zur Einrichtung eines länderübergreifenden Biosphärenreservats Südharz wieder aufzunehmen. Die Biologische Vielfalt sei weltweit bedroht. Es gäbe auch in Deutschland einzigartige Lebensräume, für deren Erhalt man international Verantwortung trage. Wenn die Gipskarst-Landschaft einmal dem Bagger geopfert ist, ist das Zukunftspotential der Region verspielt. Landesregierung und Lokalpolitik müssen anfangen, langfristig zu denken. Die Gipskarstlandschaft ist eine Landschaft von europäischer Bedeutung und erfüllt alle Voraussetzungen für ein Weltnatur- und Kulturerbe, so der Bundesvorsitzende des BUND.
Im Freistaat Thüringen befindet sich der größte noch intakte Teil des Gipsgürtels, welcher sich von Niedersachsen bis Sachsen-Anhalt erstreckt. Wegen klimatischer und geologischer Besonderheiten ist dieser Lebensraum weltweit fast einmalig. Die Landesregierung hat die wertvollsten Lebensräume und Standorte zwar als FFH- bzw. Vogelschutzgebiet im Schutzgebietsnetz Natura 2000 gemeldet. Der BUND warnt, dass diese Bemühungen durch neue Vorstöße, die industrielle Gipsgewinnung über die abgestimmten Bewilligungsfelder hinaus auszudehnen, wieder in Frage gestellt würde.
Die Reise des BUND-Bundesvorstands führte vom Gipstagebau am Winkelberg, zum Mühlberg und Himmelsberg, sowie anschließend in die Rüdigsdorfer Schweiz und zum derzeit von weiterem Abbau bedrohten Alten Stolberg.


