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Do, 17:23 Uhr
27.03.2014

„Mehr Demokratie wagen!“

Heute übergaben Bürger unter dem Motto „Mehr Demokratie wagen!“ an den Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, Dr. Klaus Zeh, eine Antrag für ein Bürgerbegehren zur Namensgebung des „Bürgerhauses“...


Die Initiatoren Uta Triebel, Alfred Stöber und Jörg Arnsmeyer entschlossen sich nach zahlreichen Gesprächen Nordhäuserinnen und Nordhäusern diesen Schritt der direkten Demokratie zu gehen.

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„Aus unserer Sicht muss ein so bedeutendes Gebäude der Stadt auch einen besonderen Namen erhalten. Bürgerhaus ist ein Allerweltsname. Nicolaiforum hingegen verknüpft Tradition mit Zukunft und wurde von vielen Bürgern vorgeschlagen“, so Uta Triebel. Und Jörg Arnsmeyer ergänzt: „Außerdem hat es uns gestört, dass zunächst eine Bürgerbeteiligung gestartet, dann aber die Bürgermeinung vollkommen ignoriert wurde.“

Wie geht es nun weiter? Der eingereichte Antrag wird zunächst von der Stadtverwaltung auf Zulässigkeit geprüft. Nach positivem Abschluss dieser Prüfung findet dann eine Unterschriftensammlung statt, in der sich die Bürger der Stadt für ein Bürgerbegehren aussprechen. Kommen ausreichend Unterschriften zusammen, muss die Stadt das beantragte Bürgerbegehren durchführen und die Nordhäuser zur Namensgebung befragen. Das Votum der Bürger ist dann bindend.
Autor: red

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Kommentare
Zukunft
27.03.2014, 17:30 Uhr
Fragezeichen
Eigentlich hätte hinter der schlagzeile ein Fragezeichen stehen müssen. Hier will das selbst ernannte Elite-Bürgertum dem Rest des profanen Volkes seinen Stempel aufdrücken. Und letztlich soll der Wunsch (befehl) einer ehemaligen OB durchgesetzt werden.
Serendipity
27.03.2014, 18:45 Uhr
Viel wichtiger ist Eröffnung
Viel wichtiger ist eine baldige Eröffnung des Gebäudes. Ich hoffe, dass im Falle eines neuen Namens auch der Termin gehalten werden kann. Zudem bleibt ja der Name "Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange" bestehen und diesen Namen werden die meisten Leute auch benutzen. Wie nun das Gebäude heißt... meine Güte! Die Menschen werden sagen, "ich gehe in die Bibliothek!"
I.H.
27.03.2014, 19:02 Uhr
"Mehr Demokratie wagen". Na dann fangen Sie doch mal damit an Frau Triebel!
Die eindeutige Mehrheit der vom Bürger gewählten Stadträte hat sich gegen ein christliches Nikolaushaus entschieden, Frau Triebel. Damit wurde nicht nur mein Wählerwille vertreten! Warum können Sie soviel Demokratie nicht akzeptieren? Sie scheinen etwas gegen parlamentarische Demokratie zu haben! Und geht es Ihnen so gut, dass Sie sonst keine Probleme haben?
Pe_rle
27.03.2014, 20:47 Uhr
Bürgerhaus +Kirche
ist es in Nordhausen schon soweit, das die Kirche und Ihr Fußvolk Oberwasser beanspruchen ???
Das ist zu durchsichtig, da merkt man genau wer seine Finger im Spiel hat.
Hans Dittmar
27.03.2014, 21:32 Uhr
Frau Triebel hat es bis heute nichts verstanden
Dieses Gebäude heißt Bürgerhaus. Man kann sich darüber streiten, nie wird es allen gefallen aber bald hat es sich eingebürgert, genau wie das Badehaus.
Eine erneute Ausschreibung mit allen damit verbundenen Verfahren, bedeuten enorme Kosten für den städtischen Haushalt. Da kann Frau Triebel bestimmt gleich die Quelle benennen aus der die 30 bis 50.000 Euro entnommen werden sollen oder sie bringt diese gleich mit. Oder wer soll die Kosten für das ausgeschriebene CI, Stempel, Kopfbögen, Karten etc. bezahlen.

Frau Triebel, bauen sie sich doch mit Prof. Arnsmeyer und anderen ein Häuschen und nennen es Nicolaiforum. Dann laden sie ihre ehem. Oberbürgermeisterin und weitere Nicolaiverehrer ein und beim Stehempfang freut man sich über das Geschaffene.
BGE- Pirat
27.03.2014, 21:48 Uhr
Vielleicht doch mal Piraten wählen
die zeiten ändern sich .
warum soll man nicht auch mal die bürger entscheiden lassen?
warum sollte nordhausen nicht mal als 1.stadt mal
dran arbeiten wie man den bürger abstimmen lassen
kann?
wir können alle geld überweisen online
oder das es verloren geht.
also lasst doch die bürger hin und wieder mal abstimmen !!!
mfg heiko
Ethiker
27.03.2014, 23:24 Uhr
"Mehr Demokratie wagen" statt "Mehr sprachliches Versagen"
Ich finde es äußerst peinlich, wenn sich hier ein Rechtsanwalt, ein Professor der hiesigen FH und die Leiterin einer ortsansässigen Privatakademie zusammentun und ein Stück Papier fabrizieren, das, von der schlechten äußerlichen Form mal abgesehen (u.a. merkwürdige Seitenzahlen rechts unten, die da sicherlich nicht hingehören, unterschiedliche Einrückungen bei der Nummerierung der Gründe der Begründung), vor grammatikalischen Fehlern nur so strotzt. Beispiele gefällig?
1. Es muss heißen "Antrag auf ein Bürgerbegehren" statt "Antrag für ein Bürgerbegehren".
2. Seit wann schreibt man denn in der Briefanrede einer Person "Doktor" statt der Abkürzung für den höchsten akademischen Grad "Dr.", wenn man nicht gerade umgangssprachlich einen Arzt meint?(Anders als bei der Amtsbezeichnung "Professor" wird der akademische Grad "Doktor" in schriftlichen Anreden immer in der abgekürzten Form "Dr."verwendet.)
3.In der Fragestellung nach der Umbenennung "Bürgerhaus" in "Nicolaiforum" müssen die Eigennamen in Anführungszeichen gesetzt werden.
4. Schreibt man "PRtauglich" wirklich so? Nein!
5. Mal wird sprachlich genderisiert und von "Nordhäuserinnen und Nordhäusern" geredet, dann wieder spricht man nur von "Nordhäuser Bürgern".
6.Mehrere Interpunktionsfehler runden das linguistische Meisterwerk ab. Ein Komma zu viel enthält z.B. der Satzteil "...sondern so heißen würde, wie eine Gaststätte oder Kegelbahn." Oder:"Wir betonen ausdrücklich, dass mit unserem Engagement, keine parteipolitischen Zwecke verfolgt werden." Das zweite Komma ist ebenfalls nicht korrekt.

Ist das jetzt das Niveau der Nordhäuser Fachhochschule, der Nordhäuser Anwaltskanzleien oder der Nordhäuser Privatakademie?
Cato
28.03.2014, 08:59 Uhr
was hat das mit Demokratie zu tun?
Hier sind Leute mit dem einen Namen unzufrieden und bezeichnen es als Demokratie, wenn stattdessen nur ihr eigener einer Wunsch genommen wird.

Das ist ja eines der Probleme der direkten Demokratie: wer die Frage stellen darf, hat schon fast gewonnen. Denn anders als bei Kernenergie oder einer Biogasanlage kann man hier nicht allein dagegen oder dafür sein, schließlich kommen noch viele andere Namen in Betracht.

Außerdem haben wir viel wichtigere Probleme in dieser Stadt. Zum Beispiel die ortografische Bildungsarmut unter Akademikern (klasse Kommentar Ethiker) oder die grassierende Obdachlosigkeit von Leitern privater Bildungseinrichtungen, schließlich hat die arme Frau Triebel offenbar kein Zuhause.

Aber mal im Ernst: Wer hat diesen "Brief" eigentlich an die Presse gegeben? Ist ja peinlich!
Howie
28.03.2014, 09:24 Uhr
Beifall
@Ethiker.
Sie haben völlig recht. Diese Epistel ist ein Meisterwerk. Jedoch käme mir das Attribut 'linguistisch' in diesem Zusammnehang eher weniger in den Sinn. Sie haben bereits einige der sprachlichen Unstimmigkeiten -sowohl in grammatikalischer Hinsicht als auch in der Form- beklagt.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Dieses Schreiben ist ein Zeugnis von syntaktisch-semantischer Unkenntnis der Verfasser. Pseudokonjunktive, falsch angewandte Zeitformen sowie Malapropismen können, nach meiner unwesentlichen Meinung, den Empfänger wohl kaum darin bestärken, das inhaltliche Anliegen eines solchen Antrages zu unterstützen. Textlinguistik ist offensichtlich eine der weniger ausgeprägten Stärken der Autoren, um es im Litotes auszudrücken.
Aber, sei's drum. In jedem Falle pflichte ich Ihnen bei.

P.S. Das "Bürgerhaus" ist nun einmal ein profanes Gebilde; im lexikalischen Sinne. Auch wenn das Gebäude auf dem Areal eines zerstörten Sakralbaus errichtet wurde, bleibt es -ohne Weihe- doch 'profan'.
othello
28.03.2014, 14:12 Uhr
Symbol der Macht
Ein Gespenst geht um ! Nein, nicht in Europa, in Nordhausen ! Wer glaubte, dass dieses Gespenst
„ Bürgerbegehren Nikolai Forum „ durch Stadtratsbeschluss gebannt wurde, hat sich getäuscht.

Diese Apologeten christlicher Traditionen können eine offensichtliche Niederlage nicht einfach so hinnehmen. Unter dem Deckmantel „ mehr Demokratie wagen“ starten sie einen erneuten Versuch, eine demokratische Entscheidung rückgängig zu machen.“ Stadtgeschichte auf unterschiedliche Weise in die Neuzeit implementieren“, ist ein Ausspruch der ehemaligen OB B. Rinke in einem anderen Zusammenhang.

Ich gehe davon aus, dass dieser Satz auf ihr geliebtes „ Nikolai – Forum „ bezogen war, denn fast am gleichen Tag wurde dieser obskure Antrag eingereicht. Worum geht es hier eigentlich? Nur um einen Namen ? Nein, es ist die Symbolik die dahinter steht. Am Ort des Bürgerhauses stand einmal eine Nikolai Kirche, größer und höher als das Rathaus. Ein Symbol der Macht der Kirche in dieser Zeit. Dieses Symbol sollte wieder erstehen, in Form eines Nikolai Forums mit eingelagerter „ Himmelgarten Bibliothek „ als neues Symbol der tatsächlichen Machtverhältnisse in der Stadt Nordhausen, nämlich einer Restauration kirchlicher Einflüsse auf Entscheidungen der Stadt. Im Rahmen der Luther – Dekade böten sich in diesem Gebäude viele christlich motivierte Veranstaltungen an und eine pompöse „ Weihe“ zur Eröffnung, mit Vertretern christlicher Kirchen war sicher schon ins Auge gefasst.
Ich hoffe nur, dass dieses nie Wirklichkeit wird !
Boris Weißtal
28.03.2014, 20:15 Uhr
morgendlicher oekumenischer Gottesdienst im Rathaus
gäääähn, jetzt kommt der Mann schon wieder mit seiner Christenparanoia um die Ecke. Dabei ist die Befürchtung vor christlicher Übermacht im Rathaus aktuell so gering wie selten. Oder glaubt der shakespeareske Viertelintellektuelle, dass morgendlich der katholische Herr Zeh mit den protestantischen Genossen Rinke und Jendricke eine oekumenische Morgenandacht im Rathaus hält? Da war ja der Einfluss der Kirchen vor 89 noch größer, schließlich hatte der angeblich schon immer gläubige Herr Primas im Rat des Kreises damals auch richtig was zu sagen.

Daher verschonen Sie uns mit diesem Sermon und den sonst zu befürchtenden kruden "diechristensindschlimmereralsfreimaurer".Hasstiraden im Umfang von drei DIN-A 4-Seiten.
othello
29.03.2014, 12:43 Uhr
lieber Christenmensch B.W.
Die Hassausbrüche eines „ lieben Christenmenschen „ wie B.W. beginne ich langsam in mein Herz zu schließen, ja, ich würde sie wirklich vermissen. Diese sind doch sehr bezeichnend. Sie fordern Selbstzensur, die ich aber nicht bedienen werde, denn ich bin ein frei denkender Mensch.
Retupmoc
29.03.2014, 13:24 Uhr
Das geht nicht Othello
Anderer Meinung sein , als der allwissende und allmächtige Halbgott Boris? Was trauen Sie sich?
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