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Di, 13:12 Uhr
25.03.2014

In Wien vorgestellt

Zwei Ärzte und zwei Röntgenassistenten des Radiologischen Institutes des Nordhäuser Südharz Klinikums nahmen Anfang März am diesjährigen insgesamt 20. Europäischen Röntgenkongress in Wien teil. Einzelheiten wie immer in Ihrer nnz...

Malich während des Vortrages (Foto: privat) Malich während des Vortrages (Foto: privat)

Dabei präsentierte das Team unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Ansgar Malich (Bild) seine Erfahrungen bei der radiologischen Sicherung von Tumoren in der Brust im MRT im Rahmen von zwei Vorträgen und zwei wissenschaftlichen Postern.

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Im Mittelpunkt standen dabei die im Südharz Klinikum entwickelten Modifikationen beim Biopsieverfahren am 3-Tesla-MRT, die eine genauere Intervention zulassen. Außerdem wurden typische Erscheinungsformen besonders kleiner - nur im MRT sichtbarer - Mammakarzinome beschrieben, die sich von größeren Karzinomen, aber auch von gutartigen sehr kleinen Befunden unterscheiden.

“Durch die Kenntnis, wie insbesondere kleine Karzinome im MRT gegenüber gutartigen Veränderungen aussehen, können manche Biopsien weggelassen werden, durch die technischen Änderungen während der Biopsie gibt es weniger Biopsieabbrüche, die Biopsie ist für die Patientinnen angenehmer. Unsere Erkenntnisse fußen auf der wissenschaftlichen Auswertung von rund 500 MR-gestützten Biopsien in unserer Klinik”, erläutert Prof. Malich.

Während des Kongresses in der österreichischen Hauptstadt wurde darüber hinaus eine Vereinbarung mit einem US-amerikanischen Softwarehersteller getroffen. Damit wird es den Radiologen des Nordhäuser Klinikums künftig möglich sein, eine spezielle Software zur automatischen Volumenberechnung von Lungentumoren kostenlos zu nutzen, andererseits fließen die gemachten Erfahrungen in die Weiterentwicklung der Software mit ein. Diese Anwendung ist besonders bei Patienten unter laufender Chemotherapie hilfreich, um automatisch abschätzen zu können, ob sich der vorbeschriebene Tumor in der Lunge verändert.

Viele sogenannte Rundherde in der Lunge sind gutartig und müssen durch Kontrollen von wachsenden, möglicherweise bösartigen Veränderungen unterschieden werden. Die Software soll helfen, hier eine reliable Volumenangabe über diese Läsionen zu erhalten.

Anfang April wird eine Delegation von Radiologen der schwedischen Universität Linköping das Institut für Radiologie des Südharz Klinikums besuchen, um sich über das praktische Herangehen bei MR-gestützten Biopsien bei Brustdrüse und der Vorsteherdrüse zu informieren. Das Institut für Radiologie ist für Prostata-MRT und deren Biopsie seit zwei Jahren europäisches Referenzzentrum.
Autor: red

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