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Sa, 09:15 Uhr
22.03.2014

Kunst bleibt die Kunst weiblich...

... aber am kommenden Mittwoch mit einigen „männlichen Aspekten“ Wieso? Weil der Kuchen, von Mitgliedern des Kunsthaus Meyenburg Förderverein Nordhausen - selbst gebacken versteht sich -, und der Kaffee – beides wieder für alle Besucher im Preis inbegriffen - männlich sind...


Dies musste eingangs einmal betont werden. Und wem der Titel der derzeitigen Ausstellung bekannt vorkommen und eventuell weitere Hinweise auf das Männliche suchen sollte, der sei an die Retrospektive des Ex-Playboys Gunter Sachs erinnert, der im Jahr 2008 seine Schau in Leipzig ebenfalls „Die Kunst ist weiblich“ betitelte. Dies alles aber nur als Anmerkung, denn die Nordhäuser Ausstellung gibt 34 weiblichen Künstlerinnen eine Bühne - und dieser Auftritt ist sehenswert.

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Am kommenden Mittwoch findet die nächste Veranstaltung der inzwischen gut etablierten Reihe „Kunst & Kaffee“ um 15 Uhr im Kunsthaus Meyenburg statt – und passend zu der laufenden, sehr sehenswerten und von Presse bis MDR hochgelobten Schau begleitende, aber auch ergänzende Ausführungen von der Leiterin dieses Kunsthauses, Susanne Hinsching, zu dieser Thematik.

Dem Charakter dieser Reihe gerecht werdend geht es nicht um kunsttheoretische Betrachtungen oder um Details dieses oder jenes Werkes, sondern um die Weiblichkeit in der Kunst, um die lange Zeit nicht vorhandene Wertschätzung der künstlerisch tätigen Damenwelt und um die Präsenz der früher mit dem Schimpfbegriff belegten „Malweiber“ in der heutigen Welt der Kunst.

Wer sich für Kunst interessiert und ein wenig hinter die Kulissen dieser für viele nicht alltäglichen Welt schaut, der muss feststellen, dass das Zeitalter der Dominanz und der Überheblichkeit der Männerwelt der Vergangenheit angehört. Und das ist gut so und musste auch einmal gesagt werden!

Plastik (Foto: privat) Plastik (Foto: privat) Käthe Kollwitz: „Zwei wartende Soldatenfrauen“ - Bronze mit brauner Patina, 1943.
Letzte Plastik vor der Evakuierung nach Nordhausen.


Die ersten bekannten Werke, die der Kunst zuzuordnen sind, sind Darstellungen des weiblichen Körpers und es bleibt ein kunsthistorisches Rätsel, ob diese Venusfiguren von einem künstlerisch begabten Mitglied der damaligen Sippe – im heutigen „Sprech“ vielleicht ein Jäger in der REHA-Phase – oder von einer der nicht mit Jagd beschäftigen Damen geschaffen wurden.

Erst mit dem 20.Jahrhundert nahm die Akzeptanz zu, denkt man nur an Gabriele Münter, Marianne von Werefkin oder an Käthe Kollwitz, die auch in einer Phase ihres Lebens in Nordhausen wohnte und in der Erinnerung und Wertschätzung weiter mit unserer Stadt verbunden ist.

Und heute? Den meisten unter uns wird es ähnlich gehen wir mir. Wenn überhaupt, dann ist unser Wissen um das „Weibliche in der Kunst“ sehr lückenhaft. Und diese Lücke wird sicher ein wenig aufgefüllt werden, wenn vor Kaffee und Kuchen die Kunst durch Frau Hinsching zu Wort kommt. Seien wir also wissbegierig und eingeladen zu „Kunst & Kaffee“ am kommenden Mittwoch ins Kunsthaus Meyenburg – und dies alles für 5 Euro. Ist das nicht ein Angebot?
Dr. Wolfgang R. Pientka
Autor: red

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