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Mo, 15:00 Uhr
17.03.2014

4. April: Großeinsatz im Gehege

Die Nordthüringer Online-Zeitung hatte am 7. Januar in dem Beitrag „Aktion Sauberes Gehege?“ den Vorschlag unterbreitet, zum Frühjahrsputz 2014 das Gehege nicht zu vergessen und ein Großreinemachen angeregt. Kurt Frank informiert unter den "Stand der Dinge"...


Nordhausen. Martin Juckeland, Leiter des Amtes Zukunftsfragen und Stadtentwicklung, Steffen Meyer, Sachgebietsleiter Umwelt und Grünordnung, Stadtförster Axel Axt und auch Pressechef Patrick Grabe waren von der Idee begeistert: Das gebe einen Ruck und täte dem Terrain gut, sind sie überzeugt.

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Die Stadt handelte. Setzte einen Termin: Großeinsatz am 4. April! Ab 14 Uhr! Er soll ein Erfolg werden. Auch Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh zeigte sich in einem Gespräch mit nnz von dem Vorschlag angetan. „Ich werde vor Ort sein und helfe beim Aufräumen mit“, ist das Stadtoberhaupt optimistisch. Das Sachgebiet Umwelt und Grünordnung will keine Mühen scheuen. Zum Cheforganisator wurde Stadtförster Axel Axt bestimmt. Sein Organisationstalent ist jetzt gefragt. Das Naherholungsgebiet – darauf sind alle Anstrengungen gerichtet - müsse einladender werden.

Viele Nordhäuser werden sich an den schweren Gewittersturm erinnern, der in der Nacht vom 14. zum 15. Juni 1980 im Gehege wütete. Dank der Initiative des Stadtrates, einer schnellen Konzeption zur Aufarbeitung der Schäden und in der Folge mithilfe zahlreicher Helfer erhielt das Waldgebiet nach relativ kurzer Zeit wieder einigermaßen ein Profil. Auch der damalige Bürgermeister und die Ratsherren legten selbst mit Hand an, pflanzten eigenhändig zahlreiche neue Bäume. Es loderten Reisighaufen.

In den vergangenen Monaten wütete zwar kein Sturm hierzulande, wohl aber Axt und Säge. Zuhauf fielen mächtige Baumriesen. Alt, krank und schwach, von Pilzen befallen, seien sie gewesen, sagen Meyer und Axt. Man sei der Verkehrssicherungspflicht nachgekommen. Der Anblick, den diesmal die Holzfäller hinterließen, gleicht in seinen Auswirkungen dem des damaligen Unwetters. Kreuz und quer liegen überall die Äste gefällter Bäume herum.

Axel Axt und Steffen Meyer sind optimistisch, am Freitag, dem 4. April, zahlreiche Helfer vor Ort zu haben. Auch Schulklassen. In einer noch öffentlichen Bekanntmachung der Stadtverwaltung wird die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Bleibt nur zu wünschen, dass am 4. April das Wetter mitspielt.Neuanpflanzungen wie seinerzeit erfolgt seien nicht vorgesehen, sagt Stadtförster Axt. „Wir setzen auf Naturverjüngung“, bekräftigt er. Auch würden die Reisighaufen nicht verbrannt, wie 1980 geschehen. Sie blieben als Unterschlupft für Igel und anderes nützliches Getier liegen und würden mit der Zeit verrotten.

Steffen Meyer und Axel Axt wissen: An einem Nachmittag allein kann nicht aufgeräumt werden, was da herumliegt. Dennoch sind sie guter Dinge, auch das Gehege so einladend herzurichten, wie das in den letzten Jahren mit dem Stadtpark nach einer Konzeption erfolgte. Die sei für das Gehege in Arbeit. Ein Anfang wäre mit dem Einsatz am 4. April gemacht.
Kurt Frank
Axel Axt, der Nordhäuser Stadtförster, fungiert als Cheforganisator. Sein Organisationstalent kann den Einsatz-Erfolg am 4. April maßgebend beeinflussen. OB Zeh unterstützt die Aktion. (Foto: Kurt Frank)
Unübersehbar sind die lichten Stellen, die der enorme Holzeinschlag in den letzten Monaten dem Gehege schlug. Neuanpflanzungen sollen nicht erfolgen. Man setzt auf Naturverjüngung. (Foto: Kurt Frank)
Wohin der Gehege-Spaziergänger gegenwärtig auch blickt, überall findet er herumliegendes Astwerk aller Größen. Ein einziges hölzernes Chaos.  (Foto: Kurt Frank)
Der einzige Ort, der momentan einen gepflegten Eindruck hinterlässt, ist der Gehegeplatz. Hier wogte es in alten Zeiten auf und a von fröhlichen Menschen, die gern die Gehegekonzerte besuchten. (Foto: Kurt Frank)
Für das Gehege werde eine Konzeption erarbeitet, wie das mit dem Stadtpark geschah. Eine baldige Umsetzung wäre wünschenswert. Bis dahin, davon zeugt auch dieses Foto, bleibt noch viel zu tun. (Foto: Kurt Frank)
Oberhalb der Bingerhoftreppe ergibt sich dieses Bild: Zuhauf liegt das Gestrüpp gleich neben der gesperrten Treppe herum, die bergauf zur Alexander-Puschkin-Straße führte. (Foto: Kurt Frank)
Gehege:  (Foto: Kurt Frank)
Autor: red

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