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Do, 07:11 Uhr
13.02.2014

Hoffnung statt Resignation

Menschen, die sich einbringen, sind gern gesehen, auch in Zukunft, sagte am Abend Alexander Scharff, Kreisvorsitzender der Nordhäuser Linken, während des Bürgergesprächs im Alten Rathaus in Ilfeld…

Mit den Bürgern reden (Foto: S. Witzel) Mit den Bürgern reden (Foto: S. Witzel)

Kommunalpolitiker der Partei die Linke und Bürger trafen sich am Mittwoch zu einem Gespräch in Ilfeld. Thema der Veranstaltung war die Zukunft der Landgemeinde Harztor und der Großkreis Harz, der vom Ilfelder Manfred Kappler ins Gespräch gebracht wurde.

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Walter Walzel, Vorsitzender der Basisorganisation in Ilfeld (Bild), sprach in seiner Eröffnung die Tourismusentwicklung in Harztor an, die seiner Meinung nach vom Land Thüringen schon lange vernachlässigt wurde und auch der Bau der beiden Bahnübergangsanlagen, die die Gemeinde nicht wollte, wurde diskutiert.

Landrätin Birgit Keller sprach sich für Bürgermeister Stephan Klante aus, der wegen der Baukosten einen harten Kampf geführt hat. Da die Geschäftsführung der HSB aber das bestehende Bundesgesetz anführt, müssen die Anlagen gebaut werden. Diese dafür ausgegebenen Mittel werden die Gemeinde schwächen, ist sich die Landrätin sicher.

Die Vermarktung stand in ihrem Plädoyer im Mittelpunkt. Was gibt es für Gründe hier zu verweilen, fragte sie in die Runde. Die Lange Wand und der Rabensteiner Stollen müssen weiter vermarktet werden. Einiges wurde bereits durch den Südharzer Tourismusverband angeschoben und Grundsteine wurden bereits gelegt, jedoch wird die Attraktivität der Region bezüglich der Wanderwege und des geplanten Radwanderweges nicht von heute auf morgen erreicht. Defizite sieht die Landrätin im Hotelwesen und im Gaststättengewerbe.

Die Region kann nur vermarktet werden, wenn man die Kräfte bündelt, sagte Keller. Sie freute sich über den Leserbrief des Ilfelders Manfred Kappler, denn er möchte auch ein Miteinander der Akteure. Der Wunsch nach einem Großkreis Harz macht deutlich, dass für einige Bürger die Ländergrenzen einschränkend wirken. Durch die personellen Veränderungen im Harzer Tourismusverband verspricht sie sich neue Möglichkeiten die Region bekannter zu machen. Hier kann man vorhandene Strukturen nutzen, sagte sie im Rahmen der Veranstaltung. Ein Konzept bezüglich der Entwicklungsmöglichkeiten der Harzregion ist in Planung, dabei wird sie vom Referat Tourismus im Thüringer Wirtschaftsministerium unterstützt.

Ein weiterer Schwerpunkt für die Landrätin ist der Rohstoffabbau in der Region. Dieser muss verhindert werden, das ist aber nur durch bürgerliches Engagement möglich. Wir dürfen das Hergeben von Flächen nicht zulassen, sagte Keller eindringlich.

Auch Alexander Scharff, Kreisvorsitzender der Linken, ist der Meinung, dass der Südharz von der Landesregierung zu wenig beachtet wird. In Thüringer Prospekten oder beispielsweise im Imagefilm des Freistaates kommt die Region nicht vor.

Ein großes Problem sieht er in der Politikverdrossenheit der Bevölkerung. Neue Parteimitglieder sind zwar meist jung, jedoch sind die Zahlen der ausscheidenden Mitglieder höher, gibt er zu bedenken. Die Kommunalwahlen vorzubereiten, sieht er kämpferisch, denn es kommen keine Bürger von allein mit dem Wunsch mitzugestalten. Wir müssen aus unserem Parteischneckenhäuschen heraus kommen und auf die Bürger zugehen, sagte der Kreisvorsitzende. Wichtig sind Inhalte, Bürgernähe, Transparenz und Ehrlichkeit.
Sandra Witzel
Autor: red

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Kommentare
Veritas
13.02.2014, 07:58 Uhr
Taten statt vieler Worte !!!
Gespräche und Diskussionsrunden sind ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung unserer Region, nur sollten diese auch zu einem Ergebnis führen und nicht, wie leider viel zu oft, ohne ein solches in der Ferne verhallen. Irgendwann sind es die Bürger leid mit Worten hingehalten zu werden, statt durch Taten das Gefühl zu bekommen nicht nur gehört, sondern auch verstanden wurden zu sein !
Paulinchen
13.02.2014, 12:46 Uhr
„Entschuldigung, das hab ich mir erlaubt“
Der Tourismus im Südharz und der Südharz sind das Stiefkind im Thüringer Landtag! Auch wenn sich die Landrätin nun um die HSB intensiv bemüht, so ist diese ja nur ein schwacher Magnet für Nordhausen. Es sei mir mal an dieser Stelle gestattet, etwas zu spinnen. "Also – wenn ich etwas zu sagen hätte", dann wäre für mich die Region rund um den vom Erdboden verschwundenen NETZKATER das künftige Zentrum für Sport, Naherholung und Gastronomie. Warum? Man kann diese Gegend nicht nur mit dem Auto gut erreichen, nein auch mit der Straßenbahn, wenn man diese bis zum Bahnübergang "Schanze" fahren lassen würde. Die Wanderfreunde gehen dann auf zu neu zu errichtenden Wanderwegen zum ebenfalls zu errichtenden neuen Netzkater. Ja und die HSB hat ja ihre Haltestelle dort schon. Die Straße zum "Hufhaus" müsste ausgebaut werden, Parkplätze am "Brandesbachtal" geschaffen werden, damit hier die künftigen Besucher der Sommerrodelbahn(!) und die Wintersportler die super neu gebauten Abfahrten, nebst Lift und allem was dazu gehört (Schneekanonen für den Fall der Fälle) nutzen können. Auch für die Sportfreunde kann man einen Hochseilklettergarten errichten. Denn alle beiden Attraktivitäten passen auf Grund der dortigen Gegebenheiten super hin. Natürlich sollten die genannten Projekte nicht in der Sparversion gebaut werden, denn bekanntlich steht ja vor dem Kassieren das Investieren. Für den Apre`Ski im Winter gehört natürlich eine tolle Harzklause /Berghütte hin, vielleicht eine Skischule für die Kids dazu, welche aber im Sommer auch für die Wanderer ein tolles Angebot bereit hält. In kleinen Blockhäusern könnten ja vielleicht auch die von "Irgendwo" angereisten Gäste übernachten. Denn auf die warten wir ja auch oder? Mit etwas Phantasie könnten ja auch Touristen mit Campingfahrzeugen hier ein oder zwei Nächte mal campieren. Im Sommer kann man auch eine Minigolfanlage und ein großes Schachbrett mit Riesen Figuren zum Ausleihen bereit stellen. Sollten hier Experten ein echtes Interesse an meinen Vorstellungen haben, so bin ich gern bereit denen ein paar Fotos von solch einer Anlage zu zeigen. Denn all diese Dinge habe ich schon einmal fix und fertig gesehen und zum Teil(!) genutzt. Dort handelte es sich zwar um die längste Sommerrodelbahn der Welt,(ca. 4 km lang!) aber wir können ja auch etwas kleinere Brötchen backen. (übrigens dort ist im Winter Hochbetrieb und im Sommer, täglich mehrere hundert Menschen nutzen diese Freizeitanlage)
Zum oben stehenden Artikel mal nur so viel werte Frau Landrätin, glauben Sie wirklich im Ernst, dass sich junge Menschen brennend für den Rabensteiner Stollen interessieren? Da hilft auch kein neuer Anstrich an dessen Eingangstür!

Doch jetzt kommt der Hammer! Wenn man allerdings auf die Grünen und sonstige Naturschützer hören will, dann lassen wir den Tourismus wie bis jetzt – an uns vorbei ziehen. („Frei nach Professor Zwanziger: Wänn sich im Südharze nich grundlägjend was ändert, dann bliewed es eben wie es äs.) Sorry, dass alles war halt nur so eine Schnapsidee von mir.
altmeister
13.02.2014, 13:30 Uhr
Guter Beitrag...
@Paulinchen!
Viele Anregungen, sogar mit dem Angebot des Mitwirkens! Das umzusetzen, das wäre schon ein riesiger Schritt aus der Versenkung, in der sich der Norden Thüringens in touristischer Sicht befindet und es würden nicht wenige Arbeitsplätze damit geschaffen.
Dass auch der Südharz angenommen wird, das kann mit dem "Braunen Hirsch" in Sophienhof bewundert werden, der sich wunderbar heraus gemacht hat.
Retupmoc
13.02.2014, 13:45 Uhr
Bravo Paulinchen
Großes Lob auch von mir. Das unterschreibe ich Ihnen sofort. Auch der Harz hat etwas zu bieten auch wenn die Elite in Erfurt, das nicht wahr haben möchte. Allerdings - deswegen bitte kein Großkreis mit den anderen Pleitekreisen. Wir könnten das selbst schaffen, wennman an einem Strang ziehen würde.
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