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Mi, 08:02 Uhr
22.01.2014

Mit viel Ruhe nach Straubing

In ihm brodelt es wie in einem Vulkan, die Wut im Bauch ist nach wie vor groß. Konrad Werner beschäftigt immer noch die unglückliche 7:11-Niederlage in Babelsberg. „Ich werde den Kampf nicht so schnell vergessen. Spätestens am Samstag muss beim Cheftrainer des NSV wieder innerliche Ruhe einkehren...


Die Staffel tritt erneut auswärts an, sie reist zum BC Straubing. „Wenn nicht in Straubing, wo sonst sollen die ersten Auswärtspunkte eingefahren werden“, lautet das Motto für den vierten Saisonkampf.

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Auswärtspunkte? Von zwei Zählern, die es für einen Sieg gibt, spricht Werner schon gar nicht. Die Aufgabe ist mehr als anspruchsvoll. „Das Ziel ist es auswärts einen Punkt zu holen“, sagt er fast schon gebetsmühlenartig wie bereits vor den vergangenen beiden Auswärtskämpfen in Velbert und Babelsberg. Geblieben sind die Punkte bisher nämlich immer beim jeweiligen Gastgeber. Ein drittes Mal soll dies nun nicht passieren.

Dafür sorgen soll zunächst der schwedische Meister Salomo N´Tuve, der in Babelsberg umstritten verlor. In seinen vorigen Einsätzen gegen Denis Makarov (Velberter BC) und Dias Kuzembaew (BR Hanau) aber absolut überzeugte. Sein bayrischer Gegner könnte in der Gewichtsklasse bis 58 Kilogramm (Leichtgewicht) Edgar Walth heißen. Der deutsche Meister wurde bisher in allen drei Ligakämpfen eingesetzt, er verlor aber zuletzt in Velbert.

Ebenso zeigten sich die Straubinger in den nachfolgenden Gewichtsklassen eher beständig in ihrer Aufstellung. So könnte der zweite Kampf schon die erste kleine Vorentscheidung bringen. Mit Eugen Dahinten in der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm (Halbweltergewicht) stand für den BC Straubing bisher ein Punktegarant im Ring. Drei Kämpfe, drei Siege – grandios zuletzt sein Auftritt in Velbert, als er dort den amtierenden deutschen Meister, EM-Dritten und WM-Fünften, Artem Harutyunyan, eindrucksvoll besiegte und wohl seinen spektakulärsten Kampf seiner Karriere ablieferte. Das riecht nach viel Arbeit für Angelo Welp, den keine leichte Aufgabe erwarten würde. Dennoch dürfte der 23-Jährige hoch motiviert sein, um seinen möglichen Kontrahenten die erste Saisonniederlage zuzufügen und seinen ersten Saisonerfolg zu feiern.
Emotional dabei: Cheftrainer Konrad Werner, der am Ring seine Schützlinge lautstark unterstützt. (Foto: Karsten Thorhauer)
Auswärts in Velbert verlor Angelo Welp (blaues Dress) seinen Kampf knapp, in Straubing soll der erste Saisonsieg eingefahren werden. (Foto: Karsten Thorhauer)
 Routinier Sebastian Formella (blaues Dress) besticht durch seine Kaltschnäuzigkeit. (Foto: Karsten Thorhauer)
Bisher noch ohne Punktverlust in der laufenden Serie ist auch Balazs Bacskai. In Babelsberg sehnlichst vermisst, nun wieder zurück im Ring. Der Publikumsliebling des NSV kehrte am vergangenen Donnerstag mit der ungarischen Nationalmannschaft aus dem Trainingslager in Kuba zurück. Der Konstanteste im Team des NSV wird voraussichtlich in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm (Weltergewicht) auf den niederländischen Meister Max van der Pas treffen. Beide kennen sich noch gut aus der vorigen Serie, denn van der Pas kämpfte damals in Diensten des Bundesligisten Boxring Hamm. Bacskai siegte vorzeitig. Ein gutes Omen für die Neuauflage.

In den oberen drei Gewichtsklassen setzt Werner im Mittelgewicht (bis 76 Kilogramm) auf Routinier Sebastian Formella. „Sebastian besitzt die entsprechende Kaltschnäuzigkeit, er ist sehr robust und ich traue ihm einiges zu“, sagt Werner. Ebenso wie Halbschwergewichtler Leon Bunn, der sich derzeit in bestechender Form präsentiert und aufgrund seiner zuletzt gezeigten Leistungen erneut das Vertrauen des Cheftrainers erhält. Während sich Formella wohl gegen Kenan Spahiu, Deutscher Jugendmeister 2012 und diesjähriger U21-Meister, messen darf, wartet auf Bunn der polnische Meister und Neuzugang Mateusz Tryc.

In der schwersten Gewichtsklasse (Schwergewicht) lässt sich Werner die Entscheidung noch offen, wen er in Straubing in den Ring schicken wird. „Es gibt zwei Optionen, die ich in den kommenden Tagen noch abwäge, um dann meine Entscheidung zu treffen.“ Vielleicht gibt es erneut eine Überraschung wie in Babelsberg, als Werner den Halbschwergewichtler Kevin Künzel in der Gewichtsklasse über 82 Kilogramm das Vertrauen schenkte. Auch der Gastgeber hat mit Emir Ahmatovic und Roman Gorst ebenfalls zwei starke Optionen.

Sicher ist eins: Mit dem ersten Gongschlag um 20 Uhr ist es dann mit der Ruhe im Ring vorbei. Auch bei Werner, der seine Emotionen nicht verstecken und seine Schützlinge nach Kräften lautstark unterstützen wird. Ein Unentschieden oder ein Sieg wären mit Sicherheit nicht nur für ihn Balsam für die geschundene Auswärtsseele.

Für Interessierte und Fans besteht gegen Straubing die Möglichkeit Konrad Werner und sein Team zu unterstützen. Der Bus fährt am Samstag, um 9 Uhr, an der Ballspielhalle in Nordhausen ab. Der Fahrtpreis beträgt 30 Euro (ohne Eintritt). Anmeldungen nimmt Mannschaftsleiter Michael Döring unter 03631/46500 oder 0171/2459931 entgegen.
Sandra Arm
Autor: red

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