Mi, 11:31 Uhr
15.01.2014
Vortrag in Mühlhausen
Anlässlich des Internationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus hält Gedenkstättenleiter Dr. Jens-Christian Wagner am 27. Januar 2014 einen Vortrag zum Thema Von ‚Herrenmenschen‘ und ‚Arbeitsvölkern‘. Zwangsarbeit im Nationalsozialismus im Rathaussaal in Mühlhausen...
Zwangsarbeiter in Mühlhausen
Über 20 Millionen Menschen aus fast allen Ländern Europas wurden als Fremdarbeiter, Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge in das nationalsozialistische Deutschland verschleppt oder mussten in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten Zwangsarbeit leisten. Deutsche Herrenmenschen gaben sich das Recht, Unterworfene und angebliche Untermenschen rücksichtslos auszubeuten.
Spätestens seit 1942 gehörten Zwangsarbeiterlager zum Alltag im nationalsozialistischen Deutschland. Sie wurden überall eingesetzt: in Rüstungsbetrieben ebenso wie auf Baustellen, in der Landwirtschaft, im Handwerk, in öffentlichen Einrichtungen oder in Privathaushalten. Ob als Besatzungssoldat in Polen oder als Bäuerin in Thüringen – alle Deutschen begegneten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, fast alle waren involviert. Zwangsarbeit war kein Geheimnis. Sie war ein weitgehend öffentliches Verbrechen.
Der Geschichte dieses Verbrechens und seiner Folgen nach 1945 wird sich Dr. Jens-Christian Wagner, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, am Montag, 27. Januar 2014 in Mühlhausen widmen. Anlass ist der Internationale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt seines Vortrages steht die Beziehungsgeschichte zwischen den Deutschen und ihren Zwangsarbeitern.
Aber auch die Folgen der Zwangsarbeit nach 1945 werden thematisiert: das Verschweigen des Themas in Deutschland bis weit in die 1990er Jahre hinein, die teils bis heute verweigerte Entschädigung und das andauernde Leid vieler Überlebender, insbesondere in Osteuropa.
Der Vortrag beginnt am Montag, dem 27. Januar 2014 um 19 Uhr im Rathaussaal in Mühlhausen (Ratsstraße 19). Der Eintritt ist frei.
Autor: redZwangsarbeiter in Mühlhausen
Über 20 Millionen Menschen aus fast allen Ländern Europas wurden als Fremdarbeiter, Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge in das nationalsozialistische Deutschland verschleppt oder mussten in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten Zwangsarbeit leisten. Deutsche Herrenmenschen gaben sich das Recht, Unterworfene und angebliche Untermenschen rücksichtslos auszubeuten.
Spätestens seit 1942 gehörten Zwangsarbeiterlager zum Alltag im nationalsozialistischen Deutschland. Sie wurden überall eingesetzt: in Rüstungsbetrieben ebenso wie auf Baustellen, in der Landwirtschaft, im Handwerk, in öffentlichen Einrichtungen oder in Privathaushalten. Ob als Besatzungssoldat in Polen oder als Bäuerin in Thüringen – alle Deutschen begegneten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, fast alle waren involviert. Zwangsarbeit war kein Geheimnis. Sie war ein weitgehend öffentliches Verbrechen.
Der Geschichte dieses Verbrechens und seiner Folgen nach 1945 wird sich Dr. Jens-Christian Wagner, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, am Montag, 27. Januar 2014 in Mühlhausen widmen. Anlass ist der Internationale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt seines Vortrages steht die Beziehungsgeschichte zwischen den Deutschen und ihren Zwangsarbeitern.
Aber auch die Folgen der Zwangsarbeit nach 1945 werden thematisiert: das Verschweigen des Themas in Deutschland bis weit in die 1990er Jahre hinein, die teils bis heute verweigerte Entschädigung und das andauernde Leid vieler Überlebender, insbesondere in Osteuropa.
Der Vortrag beginnt am Montag, dem 27. Januar 2014 um 19 Uhr im Rathaussaal in Mühlhausen (Ratsstraße 19). Der Eintritt ist frei.


