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Mo, 14:36 Uhr
13.01.2014

nnz-Betrachtung: Feuer frei auf Jendricke?

In der Haut des Bürgermeister Matthias Jendricke möchte derzeit wohl keiner stecken. Ob der Mann überhaupt noch ruhig schlafen kann? Das fragt sich auch nnz-Autor Kurt Frank...


Nach der Affäre im Vorjahr mit der verheirateten Frau eines Arztes in einem Berliner Hotel, die in Vergessenheit zu raten schien, folgte die Öffentlichmachung eines Videodrehs mit einer attraktiven Mitarbeiterin aus dem Jahre 2011. Zur richtigen Zeit? Das lassen die Fakten vermuten. Just zu einem Zeitpunkt, wo eine Zeugenbefragung zu einem anhängigen Disziplinarverfahren wegen eines Feuerwehrneubaus erfolgte, wurde der Dreh publik.

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Zweifellos behalten jene recht, die da meinen, diplomatisches Geschick und die Fähigkeit, in bestimmten Situationen die Zunge lieber hinter den Zähnen zu halten und sich bescheiden zu geben, scheinen nicht die Stärke Jendrickes zu sein. Ihm ist auch bewusst, mit dem Fehltritt im Vorjahr sich selbst, der Stadt, seiner Familie und die seiner Begleitung nachträglich geschadet zu haben.

Als zweiter Mann im Nordhäuser Rathaus hätte er sich schon fragen sollen, ob es angezeigt ist, wie ein Pärchen – hoffentlich hat seine Begleit-Dame ihren angetrauten Mann vordem informiert - auf Shopping-Tour aufzutreten und ein Hotel zu bewerben. Es als menschlich geschmacklos zu bezeichnen, wie es der CDU-Fraktionschef im Stadtrat, Norbert Klodt , formulierte, sei dahingestellt. Dienstrechtlich will er es prüfen lassen. Hat das nicht einen populistischen Beigeschmack? Der Eindruck bleibt, ob man da nicht im Hintergrund Fäden zieht.

Es ist kein Geheimnis: Klodt und Jendricke werden keine Freunde, Jendricke und sein Dienstherr keine Blutsbrüder. Die Atmosphäre im Rathaus, die ohnehin nicht von Sonnenschein geprägt war, scheint nachhaltig gestört. Man mag zu Matthias Jendricke als Bürger der Stadt stehen wie man will, eines hat er nicht verdient: Wortmeldungen in Schmähschrift, die unterhalb der Gürtellinie angesiedelt sind. Nach dem Motto: Feuer frei auf Jendricke.

Als ein Mann der Öffentlichkeit ist dem Bürgermeister bewusst, dass er unter Beobachtung steht. Jeder Schritt in die falsche Richtung, jeder Ausrutscher, und sei er noch so banal, könnte ihm zum Verhängnis werden. Es liegt an ihm, Konsequenzen zu ziehen oder abzuwarten, bis endgültig Gras über die Geschichten gewachsen ist.
Kurt Frank
Autor: red

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Kommentare
Ha-Jo
13.01.2014, 15:07 Uhr
Feuer frei auf Jendricke ?
Es ist einfach geschmacklos, wie mit dem Nordhäuser Bürgermeister Matthias Jendricke seitens einiger CDU-Mitglieder umgegangen wird.Wann besinnen sich diese Politiker endlich, was eigentlich ihre Arbeit ist.Es kann doch einfach kein Problem sein, wenigstens fair miteinander umzugehen.Diese ständigen Rangeleien werden die Wähler bei den nächsten Wahlen bestimmt nicht vergessen, da diese Personen ja bekannt sind.
-Insider-
13.01.2014, 15:32 Uhr
es
mag richtig sein, dass die gangart der politiker und der bürger in der stadt nordhausen gegen den BM sehr hart ist. allerdings gibt es hier ein äußerst passendes sprichwort: "wie man in den wald hinein ruft, so schallt es zurück".
othello
13.01.2014, 16:24 Uhr
Fragen über Fragen
Herr Frank ! Herr Wieninger ! So einfach geht es nicht! Einen der größten Skandale der jüngsten Stadtgeschichte so herunter zu spielen. Haben die entsetzten Kommentatoren der NNZ nicht das Recht darauf, folgende Fragen beantwortet zu bekommen:
- Wie kommt ein Bürgermeister überhaupt dazu, eine solche Reise zu machen ?
- War dieses Hotel nicht zu teuer ?
- hatten der Bürgermeister und seine Begleiterin getrennte Zimmer?
- musste überhaupt eine weibliche Begleitung sein ?
- warum war die Begleiterin so hübsch, gibt es nicht hässlichere Frauen in der Stadtverwaltung ?
- war diese Begleiterin gezielt an Herrn M.J. vom Gegner angesetzt, um ihn in Versuchung zu
führen?
- gibt es Zeugen, die bestätigen können, dass es nicht zum einvernehmlichen Geschlechtsverkehr
gekommen ist ?
- hat Herr M.J. wieder mal gelogen, als er die Dusche des Hotels lobte ?
- steht die Datenlöschung durch Frau Rinke im Zusammenhang mit weiteren Affären des M.J., die
damit vertuscht und den Bürgern verschwiegen werden sollten ?
- sucht der Blogger Roland nach weiteren Verwerflichen des Herrn M.J., oder ist dieser ein Werbestratege des Hotels ?
- hat die SPD-Führung eventuell diese Aktion selbst angezettelt, um einen ersten Märtyrer für sich
zu schaffen oder Mitleid zu erregen ?
- Warum hat Herr M.J. 2011 nicht gleich die Fraktionen der anderen Parteien über seinen
Werbeauftritt informiert, hat er noch mehr zu verbergen?

Also Fragen über Fragen, die beantwortet werden müssen , um die Kommentatoren von ihren Argumenten zu überzeugen ! Vorsicht, wenn diese nicht schnellstens beantwortet werden, dann wartet die nächste Kommentatorenflut.
emmerssen
13.01.2014, 17:30 Uhr
Geschmacklos!!!
Was hier über Herrn Jendricke abgezogen wird ist einfach geschmacklos! Und Othello, oder wie Sie sich nennen,Ihre Fragen sind ganz tief unter der Gürtellinie! Hier sind Fragen dabei die ins Private und an die Ehre gehen.
An alle die schmutzigen Fädenzieher im Hintergrund. Seien Sie bloß froh das das Mittelalter mit seinen Bestrafungen vorbei ist. Sonst würden wohl Leute ohne Hände und Zunge in der Stadt umher laufen!

R.Meyer
othello
13.01.2014, 18:16 Uhr
Nur Spaß
Emmerssen @, dieses ist Satire ! Alles bezogen auf die „guten Kommentare!
I.H.
13.01.2014, 18:38 Uhr
Kennt den einer?
Wer ist dieser Jendricke? Ist das der, der Anfang letzten Jahres beurlaubt wurde? Macht der etwa im Hotel immer noch Urlaub?
Suse
13.01.2014, 18:51 Uhr
Wer im Glashaus sitzt ...
sollte wahrlich nicht mit solchen Steinen werfen,wie es die CDU tut.
Was hier Herrn Jendricke alles vorgeworfen wird , verlangt nach einigen Fragen an die CDU.
Waren auch Stadtratsmitglieder der CDU auf Dienstreise?
Haben diese privat dort übernachtet oder haben diese dann wenigstens in einer billigen Pension genächtigt. Fährt der OB niemals auf Dienstreise? Wo übernachtet der OB,falls er mal an einer Tagung oder so teilnimmt? Wer bezahlt diese Dienstreisen?Reist der OB dann allein oder hat er auch eine hübsche Begleitung?
Fragen über Fragen,aber es gibt sicher viele Leser,die das auch gern mal wüssten!
Gudrun1974
13.01.2014, 20:10 Uhr
Geschickte Politisierung der Ungeschicklichkeiten von Jendricke
Geschickt, wie hier erneut eine Jendricke-Affäre politisiert wird. Täter-Opfer-Umkehr nennt man sowas in Fachkreisen. Am Ende haben die anderen Parteien Herrn Jendricke immer nach Berlin geschickt ... Ha, Ha

Interessantere Fragen:

wie war das Parteiverhältnis Jendricke / Rieger?

war es die einzige gemeinsame Dienstreise?

Was war der Anlass der Reise?

Was sagte Frau Rinke dazu?

Hat Frau Rieger (Angestellte bei der Stadtverwaltung, SPD) offensiv und öffentlich Wahlkampf im Vorfeld der OB-Wahlen für Herrn Jendricke (SPD) betrieben und dabei stets das Licht der Öffentlichkeit gesucht?

Ist ein Youtube-Werbe-Video tatsächlich geheim zu halten?

Ist das Verhalten von Herrn Jendricke angemessen?
Brigitte Nyborg
13.01.2014, 20:35 Uhr
Banalisierung eines Vergewaltigungsvorwurfs
Herr Frank, ich glaube, Sie merken gar nicht, wie Sie die Anzeigeerstatterin herabwürdigen, wenn Sie davon reden, er habe auch die Familie seiner Begleitung "nachhaltig geschädigt". Stellen Sie sich doch nur mal vor, wie die damalige "Begleitung" und ihre Familie sich fühlen müssen, wenn die Vergewaltigung wirklich stattgefunden hat. Das ist nämlich nach dem Ergebnis der Ermittlungen genauso wahrscheinlich wie die Behauptung,der Geschlechtsverkehr sei einvernehmlich gewesen.Es ist gut so, dass es die Unschuldsvermutung gibt, und in Deutschland niemand verurteilt wird, wenn die Schuld nicht zweifelsfrei erwiesen ist. Es ist aber nicht anders als im Fall des Herr Kachelmann. Hier weiß auch niemand, ob Herr Kachelmann seine Gespielin vergewaltigt hat oder nicht. Herr Kachelmann konnte umgekehrt, wie man neulich lesen konnte, aber im Zivilprozeß auch nicht beweisen, dass die Frau sich das alles nur ausgedacht und gelogen hat. Herr Jendricke hat, so viel ich weiß, gar nicht erst den Versuch unternommen, die "Begleitung" anzuzeigen und auf Schmerzensgeld zu verklagen. Warum denn nur nicht, wenn man doch der Meinung ist, sie habe gelogen? Ich möchte nur darum bitten, dass die Angelegenheit nicht dermaßen verharmlost wird. Denn ob es tatsächlich nur ein harmloser One-Night-Stand war, ist bis jetzt nicht erwiesen. Und damit besteht, lieber Herr Frank,immer zur Hälfte die Wahrscheinlichkeit, dass man die andere Seite auf ungehörige Weise verletzt. Ich hätte nichts dagegen, die Frau zu kritisieren und sich zu empören über deren Lügen. Aber dann müsste man wissen, dass sie gelogen hat. Und eben das wissen wir nicht. Und wenn Herr Jendricke die Frau nicht verklagt, werden wir es nie wissen. Das sind die schlichten Fakten.
YasminK
13.01.2014, 21:11 Uhr
Fragen zur Dienstreise an Herrn Jendricke
Richtig @Othello und @Sonnenblatt, viele Fragen müssen an Herrn Jendricke gestellt werden in diesem Zusammmenhang. Doch ich würde nicht so weit gehen wie Othello, einige Fragen von ihm scheinen mir doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Aber ob mit der Dienstreise alles rechtens war und warum ausgerechnet noch eine weibliche SPD-Genossin dabei war, das würde mich schon interessieren.
Ethiker
13.01.2014, 22:16 Uhr
Unerhört, wer das Volk nicht hört!
Schmähschriften, ob ober oder unterhalb der Gürtellinie, hat Herr Jendricke nicht verdient und andere Politiker, wie jeder Mensch überhaupt, haben dies ebenfalls nicht verdient. Da bin ich ganz bei Ihnen Herr Frank. Nur kann ich beim Studium der Kommentare dergleichen nicht in relevantem Umfang ausmachen, jedenfalls nicht in einem solchen Ausmaß, dass es derartiger Jeremiaden hierüber bedarf, wie Sie sie anstimmen.

Für ein lokales Online-Medium wie die nnz sind die Kommentare für mein Empfinden von überwiegend gehobener Qualität, was durchaus für die Redaktion und die zunehmende Bedeutung dieser Internet-Zeitung für die Region spricht. Und außerdem, eine Meinung zu haben, ist keine Frage von Intelligenz und sprachlichem Ausdrucksvermögen. Zu kommentieren bedeutet, seine Meinung kundzugeben „ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen“ und zu reden, „wie einem der Schnabel gewachsen ist“, wie es im Volksmund so schön heißt. Und der Volksmund findet manchmal deutliche Worte, deutlicher oftmals als die verwaschene Rhetorik vieler Politiker.

Aber wem der Volksmund nicht passt, weil so viele schief gewachsene Schnäbel seine Lippen formen, der hat als Demagoge oder Eremit gute Chancen, nicht jedoch als Politiker nach demokratischem Verständnis. Statt versteckte Elegien über die Grausamkeit von ungeschminktem Pluralismus zu verfassen, sollten sie frohgemut tönen: Vox populi vox dei!
othello
13.01.2014, 22:50 Uhr
Satire wird erweitert
Sonnenblatt@. Ungewollt bereichern sie meinen Satire-block um weitere Fragen, nur sie meinen es tatsächlich ernst. Man darf gespannt sein, welche Fragen noch beantwortet werden müssen.
Übrigens, wer ist hier Opfer und wer ist Täter? Können sie dieses näher benennen?
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