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So, 12:51 Uhr
12.01.2014

NSV-Boxer in Babelsberg geschlagen

Trotz eines erneuten Sieges von Halbschwergewichtler Leon Bunn mussten sich die Nordhäuser Bundesliga-Boxer beim Auswärtskampf in Babelsberg mit 7:11 geschlagen geben. Die nnz mit dem ausführlichen Bericht von Johann Reinhardt...

In Babelsberg verloren (Foto: Karsten Thorhauer) In Babelsberg verloren (Foto: Karsten Thorhauer)

Zu schwer wogen das unberechtigte Urteil im ersten Kampf gegen Nordhausens schwedischen Boxer Salomo N´tuve (Bild) und die verletzungsbedingte Aufgabe von David Müller direkt im Anschluss. Schon in zwei Wochen wartet auf die Mannen von Konrad Werner die nächste Herausforderung. Erst geht es nach Straubing bevor nur sieben Tage später der Heimkampf gegen Velbert folgt.

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Zwei Stunden vor Kampfbeginn standen die NSV-Boxer das erstmals im Blickpunkt. Beim Wiegen überraschte Cheftrainer Konrad Werner durch einige Änderungen in der Mannschaftsaufstellung. So fehlt unter anderem der ungarische Leistungsträger Balász Bacskai, der durch den Erfurter Sebastian Günther ersetzt wurde.

Bacskai befindet sich mit der ungarischen Nationalmannschaft noch zum Trainingslehrgang in Kuba, soll aber gegen Straubing wieder mit dabei sein. In den oberen drei Gewichtsklassen boxten mit Markus Finke, Leon Bunn und Kevin Künzel jeweils Halbschwergewichtler, wobei Finke im Mittelgewicht und Künzel im Schwergewicht in für sie ungewohnten Klassen antraten.

Den ersten Kampf bestritt wie schon in Velbert und zu Hause gegen Hanau der Schwedische Meister Salomo N´tuve. Der Ex-Babelsberger präsentierte sich von der ersten bis vierten Runde aufmerksam und setzte entscheidende Treffer, doch entgegen der Erwartungen der mitgereisten Nordhäuser entschieden die Kampfrichter für den Babelsberger Omar El-Hag. „Ich habe mich klar als Sieger gefühlt, habe besser gekämpft und in meinen Augen alles richtig gemacht“, so N´tuve, der bereits einer Revanche in Nordhausen entgegenfiebert.

Im zweiten Fight des Abends traf der Thüringer David Müller auf Adhte Gashi. Der Saalfelder war aufgrund gesundheitlicher Problemen in der Vorwoche nicht in Vollbesitz seiner Kräfte und musste nach zwei Runden vorzeitig aufgeben. Den 9:6 Halbzeitstand für die Gastgeber machte der starke litauische WM-Teilnehmer Eimantas Stanionis gegen den Erfurter Bacskai-Ersatz Sebastian Günther perfekt.

Um noch ein Unentschieden mitnehmen zu können, hätten die Nordhäuser nun die folgenden drei Kämpfe nach der Halbzeitpause gewinnen müssen. Doch schon Markus Finke im ungewohnten Mittelgewicht fand kein wirkliches Mittel gegen den deutschen Vize-Meister Josef Attanjaoui. „Markus hat es nicht geschafft seine Größenvorteile richtig auszuspielen“, so Werner, der auf Sebastian Formella und Meriton Rexhepi verzichten musste.

Im vorletzten Kampf gelang es Leon Bunn zur Freude der etwa 50 mitgereisten Nordhäuser Fans den ersten und letztlich einzigen Sieg einzufahren. Der Frankfurter bestätigte damit seine starke Leistung aus dem Kampf gegen Hanau und ließ auch Satula Abdulai keine Chance. Erneut gab er in den vier Runden den Ton an und setzte klare Treffer, was die Kampfrichter zu einem einstimmigen Urteil bewegte. „Ihm muss ich ein Kompliment machen. Er hat wieder in einer Art und Weise gewonnen, die ich bewundere“, lobt ihn Werner. Bunn hat sich in dieser Saison zur festen Größte im Team der Nordhäuser entwickelt.

Den letzten Kampf des Abends im Schwergewicht gestaltete der Hallenser Kevin Künzel lange Zeit offen. Daran änderte auch nichts dass er wenige Sekunden vor Schluss kurz zu Boden ging. Mit einem 2:1 Urteil für das Babelsberger Urgestein Vitalijus Subacius, dem zweiten Litauer im Team, machten die Gastgeber aber ihren 11:7 Erfolg perfekt.

Trotz der auf dem ersten Blick klaren Niederlage blickt Trainer Werner optimistisch auf die kommenden Aufgaben und das Erreichen des Saisonziels, dem Platz unter den besten drei Mannschaften der Liga. „Man muss bedenken, dass Salomo klar benachteiligt wurde und ein fitter David Müller auch hätte gewinnen können. Zudem ist ein Balász Bacskai natürlich nicht ersetzbar“, bilanziert der langjährige Erfolgscoach.
Schon in Straubing beim nächsten Auswärtskampf in zwei Wochen sowie dem direkt darauf folgenden Heimkampf gegen Velbert bekommen die NSV-Boxer die nächste Chance etwas zählbares mitzunehmen.
Johann Reinhardt
Autor: red

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