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Fr, 10:18 Uhr
20.12.2013

Thüringer Außenhandel behauptet sich

Erwartungsgemäß hat der Thüringer Außenhandel das Jahr 2013 nicht ganz ohne Blessuren überstanden. Angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in wichtigen Abnehmerländern haben die Ausfuhren eine etwas langsamere Gangart eingeschlagen...


Vorläufigen Berechnungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt zufolge, dürften die Exporte mit rund 12 Milliarden Euro aber immer noch auf dem Niveau des Vorjahres (12,6 Mrd. Euro) liegen. Dank der konjunkturellen Erholung in den Eurokrisenländern und dem Wachstum in Mittel- und Osteuropa blicken die exportorientierten Thüringer Unternehmen auch wieder optimistischer auf das Jahr 2014.

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„Die Thüringer Ausfuhrbilanz hat 2013 etwas an Glanz verloren. Einen neuen Rekordwert werden wir in diesem Jahr wohl nicht erreichen“, stellt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser fest. Dazu seien die Verluste auf wichtigen Absatzmärkten wie Frankreich, Italien oder Großbritannien ganz einfach zu groß. Allein in diesen drei Ländern würde das Exportvolumen knapp 20 Prozent der gesamten Thüringer Warenlieferungen betragen.

„Ein Absturz wie im Krisenjahr 2009 ist aber trotzdem nicht zu erwarten. Unter dem Strich dürften wir mit rund 12 Milliarden Euro Gesamtumsatz nur leicht unter dem Niveau der vergangenen zwei Jahre liegen“, ist der IHK-Chef zuversichtlich. Zu verdanken sei dies vor allem der positiven Exportentwicklung nach Amerika, China und Osteuropa. Immerhin hätten die USA inzwischen wieder Platz zwei im Länderranking der wichtigsten Ausfuhrpartner eingenommen. Ebenso sei China auf dem Vormarsch. Mit ei-

nem zu erwartenden Exportwert in die Volksrepublik von mehr als 650 Millionen Euro könne sogar an das Rekordjahr 2011 angeknüpft werden. Erfreulich sei auch die Handelsbilanz mit Osteuropa. So hätten die Ausfuhren nach Ungarn oder in die Slowakei zweistellige Zuwachsraten erzielt. Damit rangiere Ungarn inzwischen auf Platz drei der Länderstatistik und die Slowakei auf Rang 15.

„Für 2014 zeigen sich die exportorientierten Unternehmer aber durchaus zuversichtlich“, berichtet Grusser. Laut jüngster IHK-Konjunkturumfrage rechneten 65 Prozent der Befragten in den kommenden Monaten mit steigenden oder zumindest konstanten Ausfuhren. Die Krisenländer verzeichneten bei ihren Konsolidierungsbemühungen bereits erste Erfolge, was auch den Konjunkturmotor langsam wieder in Schwung bringe. Von einer steigenden Nachfrage dürften dann insbesondere die Automobilzulieferindustrie und der Maschinenbau profitieren.

„Allerdings können wir Rückschläge nicht völlig ausschließen. Die Entwicklung in der Eurozone ist weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. In einigen Staaten erlahmt der Reformeifer bereits wieder“, warnt der IHK-Chef vor zu viel Optimismus. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank habe die Finanzmärkte zwar beruhigt. Von Stabilität könne aber noch keine Rede sein.
Autor: red

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