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Mi, 07:15 Uhr
18.12.2013

Wetter-Katastrophen: Juli 2013

Im zurückliegenden Jahr traten deutschlandweit wieder viele Unwetter auf, die Menschenleben forderten und zu beträchtlichen Schäden führten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den Wetterverlauf des Jahres 2013 Tag für Tag und rund um die Uhr überwacht, etwa 30 000 Mal frühzeitig vor gefährlichen Wetterlagen gewarnt und diese dokumentiert...


Am 19. schlug ein Blitz in der Wetterwarte des DWD auf der Zugspitze ein, so dass einige Tage keine Messwerte übermittelt wurden. Am 22. brannte - ausgelöst durch die hohen Temperaturen - im hessischen Hattersheim eine Heupresse, das Feuer führte zu einem Flurbrand. In der Zeit vom 23. bis 29. entwickelten sich sehr starke Gewitter, vor allem in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg. Es entstanden vielerorts Schäden durch Sturmböen, Starkniederschlag, Hagel und Blitze.

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Bei Bottrop setzte am 23. ein Blitz ein Stellwerk der Bahn außer Betrieb. In Oberhausen und Mühlheim-Ruhr standen der Busbahnhof sowie der Bahnhofsvorplatz unter Wasser; in Zweibrücken brannte die Kapelle auf dem Hauptfriedhof. Am 24. wurde in Esslingen der gesamte Oberleitungsbusverkehr lahmgelegt.

Die Gewitter begleitenden Fallwinde führten am 25. im Bereich von Rhein und Sieg zu umgestürzten Bäumen, worauf die Bahnstrecke Troisdorf - Bonn - Beuel gesperrt wurde. Zwei Kinder die auf dem Rotter See bei Siegburg kenterten, wurden gerettet. Am 26. war vor allem das südliche Niedersachsen betroffen, in Göttingen und Northeim stürzten Bäume auf Autos. Im thüringischen Eichsfeld wurden 40 Dächer abgedeckt.

Die stärksten Gewitter traten am 27. und 28. auf. Von etwa Bielefeld bis hin zur Altmark wurden am 27. in dem gesamten Streckenabschnitt Hagel gemeldet. Insbesondere östlich von Hannover, im Bereich Lehrte, verursachten Hagel mit Körnern bis zu 10 cm Durchmesser und Sturmböen enorme Schäden. Glück hatte eine Frau in Diepholz, die gerettet werden konnte, nachdem eine Baumkrone auf sie gestürzt war. Ein umgestürzter Baum blockierte bei Cloppenburg die ICE-Strecke. Am 28. waren im Raum Tübingen und Reutlingen viele Straßen und Unterführungen überflutet. Es traten dort zudem enorme Schäden durch Hagel auf.

Hagel und Starkniederschlag traten an diesem Tag vom mittleren Neckartal und Albtrauf bis nach Mittelfranken und in der Oberpfalz auf und verursachten dort weitere Schäden. Im Berchtesgadener Land löste Blitzschlag einen Waldbrand aus, wodurch 25 Hektar Wald in Flammen aufgingen. Aber auch die Hitze machte sich bemerkbar, insbesondere in Süddeutschland traten ab dem 22.auf Straßen hitzebedingte Deformierungen auf oder es verbogen sich Bahngleise, so am 29. in München.

Hagel trat am 1. in Bonn, im Landkreis Goslar sowie in Espenau bei Kassel auf; am 7. und 9. auf der Zugspitze; am 19. auf der Zugspitze und in Kreuth; am 26. in Pforzheim; am 27. Sehnde-Ilten bei Hannover, im Raum Peine (5 bis 8 cm), in Bad Münder (4 cm), Gütersloh (4 bis 6 cm), im Raum Wolfsburg (bis zu 5 cm), in Rheda-Wiedenbrück und Lehrte (bis 10 cm); am 28. In Rechberghausen bei Göppingen (3 bis 5 cm), Rottweil, im Raum Karlsruhe, in Bad Boll, Neustadt an der Aisch sowie in weiteren Orten am Nordrand der Schwäbischen Alb.
Autor: red

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