Sa, 08:08 Uhr
14.12.2013
Vögelfüttern im Winter
Jetzt in der Winterzeit ist es draußen nicht nur für uns Menschen ungemütlich, sondern auch für Vögel. Aus biologischer Sicht ist die Vogelfütterung normalerweise nicht notwendig...
"Doch bei Frost und Schnee haben es Vögel in unserer ausgeräumten Landschaft und unseren kargen Gärten schwer ausreichend Nahrung zu finden, sagt Klaus Lieder, der Vorsitzende des Landesfachausschusses Ornithologie des NABU Thüringen.
Das Füttern von Vögeln zur Winterzeit hat in Deutschland eine lange Tradition und ist bei vielen Vogelfreunden sehr beliebt. Wer einfache Tipps beachtet, kann die hungrigen Gäste am Futterhaus besonders gut beobachten und Probleme mit Katzen und Krankheiten verhindern.
Mit Körnerfutter lassen sich gezielt Buchfink, Dompfaff und Spatz an das Futtersilo locken. Als Basisfutter, das im Zweifel von fast allen Arten gefressen wird, eignen sich Sonnenblumenkerne. Bei ungeschälten Kernen fällt zwar mehr Abfall an, dafür verweilen die Vögel länger an der Futterstelle. Freiland-Futtermischungen enthalten zusätzlich andere Samen unterschiedlicher Größe, die von unterschiedlichen Arten bevorzugt werden.
Weichfutterfressern wie Amsel, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle kann man mit Haferflocken, Obststücken, Rosinen oder getrockneten Wildbeeren die harte Zeit erleichtern. In kleinen Holzgestellen lassen sich zum Beispiel Äpfel feststecken. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass dieses Futter nicht verdirbt. Insbesondere Meisen lieben auch Gemische aus Fett und Samen, die man selber herstellen oder als Meisenknödel kaufen kann.
Eine gut ausgestatte Futterstelle im Garten bietet sowohl Weichfutter, Körnermischungen so wie auch Fettfutter an. Damit ist für fast alle Wintervögel ein brauchbares Futter vorhanden, erklärt Klaus Lieder. Besonderes Augenmerk sollte auf die Herkunft der Sämereien gelegt werden. Billige Futtermischungen sind oft mit Samen der allergieauslösenden Ambrosie oder anderen nicht erwünschten Pflanzen verunreinigt.
Als Futtermittelspender eignen sich am besten Futtersilos. In ihnen ist das Futter vor Nässe und Witterungseinflüssen geschützt. Außerdem schützen die Silos das Futter, im Gegensatz zu den offenen Futterhäuschen, vor Verunreinigung durch Vogelkot. Dadurch wird die Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern weitgehend verhindert. Wer ein herkömmliches Futterhäuschen verwendet der sollte dieses regelmäßige mit heißem Wasser gut reinigen und täglich nur kleinere Mengen Futter zugeben, rät der Vogelexperte.
Der Futterplatz ist an einer übersichtlichen Stelle zu platzieren, so dass die Vögel die Umgebung gut einsehen können. Katzen haben es nun schwerer sich anzuschleichen. Außerdem ist darauf zu achten, dass in der Nähe befindliche Glasscheiben für die Vögel nicht zu tödlichen Fallen werden. Abhilfe schafft das Bekleben von Scheiben mit beliebigen Aufklebern oder Mustern.
Winterfütterung sollte jedoch vor allem als Ergänzung zu einer möglichst naturnahen Gestaltung des eigenen Umfelds – sprich des Gartens oder Kleingartens – gesehen werden. Denn bei entsprechender Anlage und Pflege ist der Garten eine reiche Futterquelle. Hecken und Gebüsche aus Sträuchern, wie zum Beispiel Weißdorn, Mehlbeere und schwarzer Holunder, bieten Singvögeln Nahrung, Unterschlupf und Schutz vor Räubern.
Der NABU empfiehlt, das Füttern von Vögeln als Naturerlebnis zu genießen. Insbesondere Kinder sind regelrecht begeistert, wenn sich die verschiedensten Vogelarten an der Futterstelle einfinden. Bei der bundesweiten Mitmachaktion Stunde der Wintervögel vom 3. bis 6. Januar 2014 können alle Vogelbeobachtungen an den NABU gemeldet werden. Mit den Daten will der NABU herausfinden, wo die einzelnen Arten vorkommen, wie häufig sie sind und wie sich der Klimawandel auf die Wintervögel auswirkt.
Autor: red"Doch bei Frost und Schnee haben es Vögel in unserer ausgeräumten Landschaft und unseren kargen Gärten schwer ausreichend Nahrung zu finden, sagt Klaus Lieder, der Vorsitzende des Landesfachausschusses Ornithologie des NABU Thüringen.
Das Füttern von Vögeln zur Winterzeit hat in Deutschland eine lange Tradition und ist bei vielen Vogelfreunden sehr beliebt. Wer einfache Tipps beachtet, kann die hungrigen Gäste am Futterhaus besonders gut beobachten und Probleme mit Katzen und Krankheiten verhindern.
Mit Körnerfutter lassen sich gezielt Buchfink, Dompfaff und Spatz an das Futtersilo locken. Als Basisfutter, das im Zweifel von fast allen Arten gefressen wird, eignen sich Sonnenblumenkerne. Bei ungeschälten Kernen fällt zwar mehr Abfall an, dafür verweilen die Vögel länger an der Futterstelle. Freiland-Futtermischungen enthalten zusätzlich andere Samen unterschiedlicher Größe, die von unterschiedlichen Arten bevorzugt werden.
Weichfutterfressern wie Amsel, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle kann man mit Haferflocken, Obststücken, Rosinen oder getrockneten Wildbeeren die harte Zeit erleichtern. In kleinen Holzgestellen lassen sich zum Beispiel Äpfel feststecken. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass dieses Futter nicht verdirbt. Insbesondere Meisen lieben auch Gemische aus Fett und Samen, die man selber herstellen oder als Meisenknödel kaufen kann.
Eine gut ausgestatte Futterstelle im Garten bietet sowohl Weichfutter, Körnermischungen so wie auch Fettfutter an. Damit ist für fast alle Wintervögel ein brauchbares Futter vorhanden, erklärt Klaus Lieder. Besonderes Augenmerk sollte auf die Herkunft der Sämereien gelegt werden. Billige Futtermischungen sind oft mit Samen der allergieauslösenden Ambrosie oder anderen nicht erwünschten Pflanzen verunreinigt.
Als Futtermittelspender eignen sich am besten Futtersilos. In ihnen ist das Futter vor Nässe und Witterungseinflüssen geschützt. Außerdem schützen die Silos das Futter, im Gegensatz zu den offenen Futterhäuschen, vor Verunreinigung durch Vogelkot. Dadurch wird die Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern weitgehend verhindert. Wer ein herkömmliches Futterhäuschen verwendet der sollte dieses regelmäßige mit heißem Wasser gut reinigen und täglich nur kleinere Mengen Futter zugeben, rät der Vogelexperte.
Der Futterplatz ist an einer übersichtlichen Stelle zu platzieren, so dass die Vögel die Umgebung gut einsehen können. Katzen haben es nun schwerer sich anzuschleichen. Außerdem ist darauf zu achten, dass in der Nähe befindliche Glasscheiben für die Vögel nicht zu tödlichen Fallen werden. Abhilfe schafft das Bekleben von Scheiben mit beliebigen Aufklebern oder Mustern.
Winterfütterung sollte jedoch vor allem als Ergänzung zu einer möglichst naturnahen Gestaltung des eigenen Umfelds – sprich des Gartens oder Kleingartens – gesehen werden. Denn bei entsprechender Anlage und Pflege ist der Garten eine reiche Futterquelle. Hecken und Gebüsche aus Sträuchern, wie zum Beispiel Weißdorn, Mehlbeere und schwarzer Holunder, bieten Singvögeln Nahrung, Unterschlupf und Schutz vor Räubern.
Der NABU empfiehlt, das Füttern von Vögeln als Naturerlebnis zu genießen. Insbesondere Kinder sind regelrecht begeistert, wenn sich die verschiedensten Vogelarten an der Futterstelle einfinden. Bei der bundesweiten Mitmachaktion Stunde der Wintervögel vom 3. bis 6. Januar 2014 können alle Vogelbeobachtungen an den NABU gemeldet werden. Mit den Daten will der NABU herausfinden, wo die einzelnen Arten vorkommen, wie häufig sie sind und wie sich der Klimawandel auf die Wintervögel auswirkt.


