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Sa, 09:53 Uhr
07.12.2013

Stockhausens Platt (25)

nnz-Leser Horst-Dieter Stockhausen schreibt für sein Leben gern Gedichte. Am liebsten in Nordhäuser Platt. In seinen heutigen Versen widmet er sich dem gestrigen Tag...

Nikolaus

Als Kinger schtellten mie zu huus
fern Nikolaus de Schtewweln ruus.
Dos wor symbolisch sicherlich,
daenn Schtewweln hott´me domols nich.
Hohe Schuhe taten´s au,
dos nahmp me do nich so jenau.
An nächsten Morjen sah´n me rin
un siehe do, aes wor wos drin.
Aen poor Äppel mutten´ sie,
au Plätzchen worn mett darbie
und aen Schpeelzick, erjentwos,
ich frah mich nur, wie mochte dos?
An einen Tage bie alle Kinger,
do schteckt doch sicher meh dohinger.
Su schnell, wie der dos erledicht haett,
gett´s hiete doch nur noch in Internet.
Eine Frage ha ich do bluß:
Wie kämmet der ussen Compukter ruuß?
Au ich hae deshalb in dr fraglichen Nocht
minne Lootschen in Schtellung jebrocht,
ben ann annern Morjen, wie aen Bogen jeschpannt,
vull Erwartung ver de Teer jerannt.
Aes mutte wos drinn sin, wor mich klor,
weil ich jo immer! ortich wor!
Doch inn dn Stewweln wor, ich kunnte nur stutzen,
Aen Zettel: Schuhe besser putzen!
Dos aes unjerecht, hae ich mich jedocht,
dos hae ich doch verchtes Johr erscht jemocht.
Ich were wol ver allen Dingen
aenne Tube Schuhkreme fingen.
Horst-Dieter Stockhausen

Autor: red

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