Do, 09:02 Uhr
05.12.2013
Diskussion zur neuen Sporthalle
Rund 60 Leute sind gestern Abend in die Oberschule Ellrich gekommen, um sich über den Bau einer neuen Schulsporthalle zu informieren. Was die zu hören bekamen, war nicht unbedingt neu...
Die Situation sei heute anders als Anfang der 2000er Jahre als die Hallen in Heringen und Bleicherode gebaut wurden, so Landrätin Birgit Keller (LINKE). Dies bedauere sie. Nach intensiven Diskussionen stehe nun der Rahmen des Bauvorhabens. Sie verstehe den Ärger, aber es sei leider nicht mehr möglich, so Birgit Keller.
Das Landesverwaltungsamt versagte eine Genehmigung für eine Halle mit 600 Quadratmetern, aufgrund der finanziellen Situation des Landkreises, der sich in der Haushaltssicherung befindet. In der jüngsten Kreistagssitzung stimmten die Mitglieder mit großer Mehrheit dem nun geplanten Bau mit einer Gesamtfläche von rund 840 Quadratmetern, einem Spielfeld von 15 mal 27 Metern und einem Mehrzweckraum von gut 100 Quadratmetern zu.
Finanzierbar für die Service Gesellschaft als Bauherr sei zudem nur eine Halle, die der Schulbaurichtlinie entspricht. Also war auch aus diesem Grund keine größere Halle realisierbar, so Keller. Die Baukosten sollen bei rund 1,5 bis 1,6 Millionen Euro liegen.
470.000 Euro sollen aus der Sportstättenförderung einfließen. "Ohne Fördermittel könnten wir die Halle nicht bauen", so Keller. Dieter Stanislowski, Bürgermeister von Sülzhayn, äußerte in der Diskussion Zweifel daran, ob die geplante Halle genügend Platz für den Breitensport habe, vor allem wenn die Halle in Sülzhayn nicht weiter betrieben werde. Auch andere Vereinsvertreter nannten ähnliche Bedenken. "Der Landkreis ist leider nur in der Lage, seine Pflichtaufgabe zu erfüllen", so Birgit Keller. "Ich will die Probleme gar nicht wegdiskutieren."
Man habe sich genau über die Vereine und die sportlichen Aktivitäten informiert, man wisse um den Bedarf. Aus Sicht des Landes ist der Landkreis nur verpflichtet, den Anforderungen des Schulsports zu genügen und die so entstehende Kapazität Vereinen bereitzustellen - erforderlich sei nicht, eine Halle in der Größe zu bauen, die den Anforderungen der Vereinen entspreche.
Bürgermeister Matthias Ehrhold beschrieb den Zustand der jetzigen Schulsporthalle. Wenn die aus bautechnischen Mängeln geschlossen werde, gefährde dies den Schulstandort. Ehrhold regte an, über die konkrete räumliche Gestaltung noch einmal zu reden.
Gunnar Reuter, Geschäftsführer der Service Gesellschaft sagte zu, weiter über die Ausgestaltung zu reden, so lange der gesetzte Kostenrahmen gehalten werden kann.
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Autor: redDie Situation sei heute anders als Anfang der 2000er Jahre als die Hallen in Heringen und Bleicherode gebaut wurden, so Landrätin Birgit Keller (LINKE). Dies bedauere sie. Nach intensiven Diskussionen stehe nun der Rahmen des Bauvorhabens. Sie verstehe den Ärger, aber es sei leider nicht mehr möglich, so Birgit Keller.
Das Landesverwaltungsamt versagte eine Genehmigung für eine Halle mit 600 Quadratmetern, aufgrund der finanziellen Situation des Landkreises, der sich in der Haushaltssicherung befindet. In der jüngsten Kreistagssitzung stimmten die Mitglieder mit großer Mehrheit dem nun geplanten Bau mit einer Gesamtfläche von rund 840 Quadratmetern, einem Spielfeld von 15 mal 27 Metern und einem Mehrzweckraum von gut 100 Quadratmetern zu.
Finanzierbar für die Service Gesellschaft als Bauherr sei zudem nur eine Halle, die der Schulbaurichtlinie entspricht. Also war auch aus diesem Grund keine größere Halle realisierbar, so Keller. Die Baukosten sollen bei rund 1,5 bis 1,6 Millionen Euro liegen.
470.000 Euro sollen aus der Sportstättenförderung einfließen. "Ohne Fördermittel könnten wir die Halle nicht bauen", so Keller. Dieter Stanislowski, Bürgermeister von Sülzhayn, äußerte in der Diskussion Zweifel daran, ob die geplante Halle genügend Platz für den Breitensport habe, vor allem wenn die Halle in Sülzhayn nicht weiter betrieben werde. Auch andere Vereinsvertreter nannten ähnliche Bedenken. "Der Landkreis ist leider nur in der Lage, seine Pflichtaufgabe zu erfüllen", so Birgit Keller. "Ich will die Probleme gar nicht wegdiskutieren."
Man habe sich genau über die Vereine und die sportlichen Aktivitäten informiert, man wisse um den Bedarf. Aus Sicht des Landes ist der Landkreis nur verpflichtet, den Anforderungen des Schulsports zu genügen und die so entstehende Kapazität Vereinen bereitzustellen - erforderlich sei nicht, eine Halle in der Größe zu bauen, die den Anforderungen der Vereinen entspreche.
Bürgermeister Matthias Ehrhold beschrieb den Zustand der jetzigen Schulsporthalle. Wenn die aus bautechnischen Mängeln geschlossen werde, gefährde dies den Schulstandort. Ehrhold regte an, über die konkrete räumliche Gestaltung noch einmal zu reden.
Gunnar Reuter, Geschäftsführer der Service Gesellschaft sagte zu, weiter über die Ausgestaltung zu reden, so lange der gesetzte Kostenrahmen gehalten werden kann.
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