So, 16:31 Uhr
03.11.2013
Stehende Ovationen beim Weinfest
In Bleicherode ging an diesem Wochenende das zweite Weinfest vor ausverkauftem Haus zu Ende. Ein phantastisches Publikum trug das Ensemble ´72 vom ersten Titel an durch das dreistündige Musik-Programm. Niemand schaute auf die Uhr, ganz im Gegenteil...
Man wollte eher noch mehr hören, etliche Zugaben wurden rhythmisch applaudierend eingefordert. Die Mitglieder des Ensembles erzeugten wieder einmal mit ihren professionellen Darbietungen Gänsehaut vor Begeisterung und ließen auch das eine oder andere Auge vor Rührung feucht werden. Doch genauso brachten sie den Saal zum Schunkeln oder gar zum Kochen.
Fingerspitzen glühten an der Gitarre, Stimmen brillierten im Duett, Soli schraubten sich in ungeahnte Höhen und hielten perfekte Töne scheinbar unendlich lang. Gäste wie Michael Schmelz vom Bleicheröder Carnevals Club und Matthias Schrader am Dudelsack sowie das Damenballett des Lipprechteröder Karnevalsvereins riefen Lachtränen und Bewunderung hervor.
Welch ein Abend im Bleicheröder Kulturhaus. Das Spezielle am Weinfest ist, dass sich Publikum und Sänger in den meisten Fällen über viele Jahre kennen, egal ob Jung oder Alt. Ob auf oder vor der Bühne, sie teilen eine gemeinsame Geschichte. Man ist zusammen aufgewachsen, trainiert vielleicht im gleichen Verein, arbeitet in der gleichen Firma, andere sehen ehemalige Schüler heute auf der Bühne und freuen sich über ihren Erfolg. Die Leistungen der Menschen aus den eigenen Reihen werden hoch geschätzt. Das Weinfest ist nun seit über 40 Jahren ein ganz tief verwurzeltes Stück Bleicheröder Kultur. Ein im Kalender fest verankerter Abend in Bleicherodes guter Stube, erlebt in großer Gemeinschaft und auf hohem gesanglichen Niveau.
Weinfest in Bleicherode (Foto: Regina Englert)
Diese Leistungen verdankt das Ensemble nicht zuletzt seinem musikalischen Leiter. Wolf-Dietrich Mohs begleitet nun schon einige Generationen der Sänger des Ensembles mit seinem Können und dem festen Willen, das Beste aus jedem herauszukitzeln. Zu seinem 40. Dienstjubiläum haben es sich die Sänger darum auch nicht nehmen lassen, ihm auf ihre spezielle Art zu danken.
Claudia Blümel hielt als ältestes Mitglied die Laudatio und erzählte, wie sie ihn einst kennenlernte: Ich kam zur Probe und da hockte ein schmächtiges Wesen, frisch von der Musikhochschule Weimar und erklärte, er sei der musikalische Leiter. Schmächtig ist er heute nicht mehr. Aber von da an gab es erstmals Stimmbildung am Klavier, Sprech- und Gesangsübungen. Er hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Ohne Mohs – nix los.”
Seine Tochter Katharina sprach anschließend als Leiterin des Ensembles und als Tochter zu ihm, die auch die Schattenseiten seiner Arbeit kennt. Viele schlaflose Nächte vor dem Weinfest, weil es ja wieder perfekt werden sollte, statt Weihnachtsgans lagen Notenblätter und Bleistift bei uns auf dem Tisch, anstelle des Weihnachtsbaums stand das Keyboard auf dem Ständer, Silvester verschlief Papa oft genug, weil die Proben für den Karneval wieder einmal zu lange gedauert hatten.”
Sabine Randel übergab ihm dann, verbunden mit herzlichen Dankesworten, eine gläserne künstlerische Arbeit zur Erinnerung, die das Ensemble für ihn hatte anfertigen lassen. Das Publikum zollte ihm stehende Ovationen. Was seine Knie jedoch dann endgültig weich werden ließen, war der gesungene Dank der Mitglieder. Man hatte für ihn eine Strophe von We are the champions umgetextet. Währenddessen stand er schon wieder am Mischpult.
Regina Englert
Autor: redMan wollte eher noch mehr hören, etliche Zugaben wurden rhythmisch applaudierend eingefordert. Die Mitglieder des Ensembles erzeugten wieder einmal mit ihren professionellen Darbietungen Gänsehaut vor Begeisterung und ließen auch das eine oder andere Auge vor Rührung feucht werden. Doch genauso brachten sie den Saal zum Schunkeln oder gar zum Kochen.
Fingerspitzen glühten an der Gitarre, Stimmen brillierten im Duett, Soli schraubten sich in ungeahnte Höhen und hielten perfekte Töne scheinbar unendlich lang. Gäste wie Michael Schmelz vom Bleicheröder Carnevals Club und Matthias Schrader am Dudelsack sowie das Damenballett des Lipprechteröder Karnevalsvereins riefen Lachtränen und Bewunderung hervor.
Welch ein Abend im Bleicheröder Kulturhaus. Das Spezielle am Weinfest ist, dass sich Publikum und Sänger in den meisten Fällen über viele Jahre kennen, egal ob Jung oder Alt. Ob auf oder vor der Bühne, sie teilen eine gemeinsame Geschichte. Man ist zusammen aufgewachsen, trainiert vielleicht im gleichen Verein, arbeitet in der gleichen Firma, andere sehen ehemalige Schüler heute auf der Bühne und freuen sich über ihren Erfolg. Die Leistungen der Menschen aus den eigenen Reihen werden hoch geschätzt. Das Weinfest ist nun seit über 40 Jahren ein ganz tief verwurzeltes Stück Bleicheröder Kultur. Ein im Kalender fest verankerter Abend in Bleicherodes guter Stube, erlebt in großer Gemeinschaft und auf hohem gesanglichen Niveau.
Weinfest in Bleicherode (Foto: Regina Englert)
Diese Leistungen verdankt das Ensemble nicht zuletzt seinem musikalischen Leiter. Wolf-Dietrich Mohs begleitet nun schon einige Generationen der Sänger des Ensembles mit seinem Können und dem festen Willen, das Beste aus jedem herauszukitzeln. Zu seinem 40. Dienstjubiläum haben es sich die Sänger darum auch nicht nehmen lassen, ihm auf ihre spezielle Art zu danken.Claudia Blümel hielt als ältestes Mitglied die Laudatio und erzählte, wie sie ihn einst kennenlernte: Ich kam zur Probe und da hockte ein schmächtiges Wesen, frisch von der Musikhochschule Weimar und erklärte, er sei der musikalische Leiter. Schmächtig ist er heute nicht mehr. Aber von da an gab es erstmals Stimmbildung am Klavier, Sprech- und Gesangsübungen. Er hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. Ohne Mohs – nix los.”
Seine Tochter Katharina sprach anschließend als Leiterin des Ensembles und als Tochter zu ihm, die auch die Schattenseiten seiner Arbeit kennt. Viele schlaflose Nächte vor dem Weinfest, weil es ja wieder perfekt werden sollte, statt Weihnachtsgans lagen Notenblätter und Bleistift bei uns auf dem Tisch, anstelle des Weihnachtsbaums stand das Keyboard auf dem Ständer, Silvester verschlief Papa oft genug, weil die Proben für den Karneval wieder einmal zu lange gedauert hatten.”
Sabine Randel übergab ihm dann, verbunden mit herzlichen Dankesworten, eine gläserne künstlerische Arbeit zur Erinnerung, die das Ensemble für ihn hatte anfertigen lassen. Das Publikum zollte ihm stehende Ovationen. Was seine Knie jedoch dann endgültig weich werden ließen, war der gesungene Dank der Mitglieder. Man hatte für ihn eine Strophe von We are the champions umgetextet. Währenddessen stand er schon wieder am Mischpult.
Regina Englert



