Sa, 15:17 Uhr
02.11.2013
Besucherrekord im Dom zur Hubertusmesse
Es waren überwiegend ältere Menschen, im Rentenalter und darüber, die sich gestern im Dom zu Nordhausen zur nunmehr 6. Hubertusmesse einfanden. Das Gotteshaus verbuchte dennoch Besucherrekord. Ein Bericht von Kurt Frank...
Darüber konnte sich nicht nur Dom-Pfarrer Richard Hentrich freuen, der sich so einen regen Besuch in dem historischen und heiligen Bauwerk öfters wünscht. Allen Grund zur Freude hatte vor allem Christian Büchting, Vorsitzender der Kreisjägerschaft und Hauptorganisator. Die Hubertusmesse fiel diesmal auf Allerheiligen. Hentrich gedachte daher aller gläubigen Katholiken namentlich, die in den vergangen zwölf Monaten verstorben sind.
Begangen wurde die Hubertusmesse festlich. Mit einem ökumenischen Gottesdienst, den Pfarrer Hentrich gemeinsam mit dem evangelischen Superintendenten Pfarrer Michael Bornschein gestaltete. Für Christen und weniger Gottesgläubige war es gleichermaßen eine Stunde voller Ehrfurcht und Erhabenheit. Der Messe zu Ehren des Schutzpatrons der Jäger in den heiligen Hallen des Domes beizuwohnen, war ein nachhaltiges Erlebnis
Es ist zu einer traditionellen schönen Geste der Kreisjägerschaft geworden, ihren Dank dem Weidwerk gegenüber mit einer Festveranstaltung zum Hubertustag zum Ausdruck zu bringen. Neben Gebeten erklangen Kirchen-, Jagd- und Chorlieder. Jagdhornbläser aus Birkenmoor, die Chorgemeinschaft Großlohra/Trebra und der Jägersängerchor Arriach aus Kärnten in Österreich gaben der Messe das feierliche Gepräge. Die Falkner Rainer Model und Rudolf Scheibmer aus Ellrich unterstrichen mit ihren Beizvögeln jagdliches Brauchtum.
Mehr aus biblischer Sichtweise mit Bezug zur Gegenwart äußerten auch Hentrich und Bornschein Gedanken zur Jagd. Beide sind keine Jäger, wohl aus kirchlicher Gebots-Sicht Du sollst nicht töten. Egon Primas, der CDU-Landtagsabgeordnete, ist Jäger. Er und Dom-Pfarrer Richard Hentrich waren auch die Schirmherren der Hubertusmesse. Primas Worte zur Jagd waren realitätsbezogen, allgemein verständlich, einleuchtend. Hubertus, betonte Egon Primas, sei ein Schießer gewesen. Alles, was vor seinen Bogen kam, erlegte er. Erst die Begegnung mit einem Hirsch (symbolisch war vor dem kleinen Altar ein Hirschgeweih mit einem Kreuz in der Mitte aufgebaut), den er ebenfalls zur Strecke bringen wollte, bekehrte ihn. Eine geheimnisvolle Stimme, besagt die Legende, machte ihm seine verwerfliche Selbstherrlichkeit deutlich, der er fortan entsagte.
Der Jäger, hob Primas hervor, sei für das Wild da, für dessen Schutz. Nicht umgekehrt. Zur Ehrfurcht vor dem Leben gehöre es, den Finger vom Abzug zu lassen, wenn es die Situation erfordert. Als Beispiel nannte er es verwerflich, einen Hirsch im Bast zu schießen. Eindringlich warb der Landtagsabgeordnete um Verständnis bei der Bevölkerung für die Jagd. Anschaulich erläuterte Primas deren Notwendigkeit. Um dieses Verständnis müsse man noch mehr werben. Seine Worte dürften so manchen Jagdgegner überzeugt haben.
Unter Orgelklang und mit dem Lied Großer Gott wir loben dich… klang die Hubertusmesse im Dom aus. Anschließen ließen im Hof des Gotteshauses im Schein eines Lagerfeuers die Jagdhornbläser noch einmal ihre Instrumente erklingen. Geladene Gäste fanden sich danach im Ratskeller zu einem Festessen ein. Wenn das auch mitunter etwas lange auf sich warten ließ, so war das, was aus der Küche auf den Tisch kam, ein Genuss.
Kurt Frank
Autor: redDarüber konnte sich nicht nur Dom-Pfarrer Richard Hentrich freuen, der sich so einen regen Besuch in dem historischen und heiligen Bauwerk öfters wünscht. Allen Grund zur Freude hatte vor allem Christian Büchting, Vorsitzender der Kreisjägerschaft und Hauptorganisator. Die Hubertusmesse fiel diesmal auf Allerheiligen. Hentrich gedachte daher aller gläubigen Katholiken namentlich, die in den vergangen zwölf Monaten verstorben sind.
Begangen wurde die Hubertusmesse festlich. Mit einem ökumenischen Gottesdienst, den Pfarrer Hentrich gemeinsam mit dem evangelischen Superintendenten Pfarrer Michael Bornschein gestaltete. Für Christen und weniger Gottesgläubige war es gleichermaßen eine Stunde voller Ehrfurcht und Erhabenheit. Der Messe zu Ehren des Schutzpatrons der Jäger in den heiligen Hallen des Domes beizuwohnen, war ein nachhaltiges Erlebnis
Es ist zu einer traditionellen schönen Geste der Kreisjägerschaft geworden, ihren Dank dem Weidwerk gegenüber mit einer Festveranstaltung zum Hubertustag zum Ausdruck zu bringen. Neben Gebeten erklangen Kirchen-, Jagd- und Chorlieder. Jagdhornbläser aus Birkenmoor, die Chorgemeinschaft Großlohra/Trebra und der Jägersängerchor Arriach aus Kärnten in Österreich gaben der Messe das feierliche Gepräge. Die Falkner Rainer Model und Rudolf Scheibmer aus Ellrich unterstrichen mit ihren Beizvögeln jagdliches Brauchtum.
Mehr aus biblischer Sichtweise mit Bezug zur Gegenwart äußerten auch Hentrich und Bornschein Gedanken zur Jagd. Beide sind keine Jäger, wohl aus kirchlicher Gebots-Sicht Du sollst nicht töten. Egon Primas, der CDU-Landtagsabgeordnete, ist Jäger. Er und Dom-Pfarrer Richard Hentrich waren auch die Schirmherren der Hubertusmesse. Primas Worte zur Jagd waren realitätsbezogen, allgemein verständlich, einleuchtend. Hubertus, betonte Egon Primas, sei ein Schießer gewesen. Alles, was vor seinen Bogen kam, erlegte er. Erst die Begegnung mit einem Hirsch (symbolisch war vor dem kleinen Altar ein Hirschgeweih mit einem Kreuz in der Mitte aufgebaut), den er ebenfalls zur Strecke bringen wollte, bekehrte ihn. Eine geheimnisvolle Stimme, besagt die Legende, machte ihm seine verwerfliche Selbstherrlichkeit deutlich, der er fortan entsagte.
Der Jäger, hob Primas hervor, sei für das Wild da, für dessen Schutz. Nicht umgekehrt. Zur Ehrfurcht vor dem Leben gehöre es, den Finger vom Abzug zu lassen, wenn es die Situation erfordert. Als Beispiel nannte er es verwerflich, einen Hirsch im Bast zu schießen. Eindringlich warb der Landtagsabgeordnete um Verständnis bei der Bevölkerung für die Jagd. Anschaulich erläuterte Primas deren Notwendigkeit. Um dieses Verständnis müsse man noch mehr werben. Seine Worte dürften so manchen Jagdgegner überzeugt haben.
Unter Orgelklang und mit dem Lied Großer Gott wir loben dich… klang die Hubertusmesse im Dom aus. Anschließen ließen im Hof des Gotteshauses im Schein eines Lagerfeuers die Jagdhornbläser noch einmal ihre Instrumente erklingen. Geladene Gäste fanden sich danach im Ratskeller zu einem Festessen ein. Wenn das auch mitunter etwas lange auf sich warten ließ, so war das, was aus der Küche auf den Tisch kam, ein Genuss.
Kurt Frank







