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Fr, 10:31 Uhr
07.05.2004

Stechen in Sondershausen

Nordhausen/Sondershausen (nnz). Nicht nur der Otto-Normal-Verbaucher ärgert sich über die Fahrzeit von Nordhausen nach Erfurt. Auch ministerieller Besuch aus der Landeshauptstadt quält sich regelmäßig über die B 4. Heute wird begonnen, dagegen etwas zu tun.


Am Nachmittag wird in Sondershausen mit dem Bau einer Umgehungsstraße begonnen. Und wie das so üblich ist, werden Minister aus Erfurt und vielleicht auch eine Staatssekretärin aus Berlin den symbolischen Spaten in die Erde stechen. Das Verkehrsprojekt umfasst den Neubau der Ortsumfahrung auf einer Länge von 7,1 km sowie den Ausbau der vorhandenen B 4 auf gut 1 km Länge am Nordhang des Wippertals. Die künftige Trasse beginnt – südlich von Sondershausen, nördlich der Einmündung der B 249, westlich der Bahnstrecke Erfurt – Wolkramshausen – an der vorhandenen B 4.

Die Trasse liegt bis in Höhe des Ortsteiles Bebra in Parallellage zur Bahnstrecke. Ab Höhe Bebra löst sich die Trasse von den Gleisanlagen und führt in nordöstlicher Richtung direkt westlich am Gewerbegebiet („Schacht II“) vorbei, um dann zwischen der Wohnbebauung am Stadtweg und der Straße „Am Schacht II“ den Stadtweg mit möglichst großem Abstand zur vorhandenen Bebauung niveaufrei zu kreuzen. Nach Unterquerung der L 1034 und der Bahnstrecke sowie der Wipper etwas westlich der Stockhäuser Mühle wird die Schachtstraße niveaufrei gekreuzt. Anschließend steigt die Trasse relativ steil an, ehe die vorhandene Trasse der B 4 erreicht wird. Hier schließt sich bis zum Bauende, westlich des vorhandenen Waldstreifens, die Ausbaustrecke an.

Derzeit werden auf der B 4 im Stadtgebiet von Sondershausen Verkehrsbelastungen von bis zu 25 500 Fahrzeugen pro Tag erreicht. Der Anteil des reinen Durchgangsverkehrs schwankt zwischen 40 und gut 60%. Bei Beibehaltung der Stadtdurchfahrt ohne Ortsumgehung wäre im Jahr 2015 eine Verkehrsbelastung von knapp 30 000 Fahrzeugen pro Tag zu erwarten gewesen.
Autor: nnz

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