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Mi, 12:37 Uhr
05.05.2004

nnz-doku: Arbeitsmarkt April 2004

Nordhausen (nnz). Die nnz stellt interessierten Lesern auch in diesem Monat den ausführlichen Bericht des Nordhäuser Arbeitsamtes zur Verfügung. Am Ende des Textes können Sie sämtliche Tabellen und Grafiken downloaden.


Fast 5.000 Personen aus Nordthüringen beendeten im April ihre Arbeitslosigkeit, über 2.900 davon nahmen eine Beschäftigung auf. Damit erhielten 450 Frauen und Männer mehr als im März einen Arbeitsplatz. Gleichzeitig haben sich im Monatsverlauf über 3.800 Arbeitnehmer in den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet, das waren fast 290 mehr als im Vormonat. Diese Bewegung führte zu einem Rückgang der Arbeitslosenzahl auf 30.607. Im Vergleich zum Vorjahr gab es somit 140 Arbeitslose mehr.

Ein direkter Vergleich zum Vorjahr ist nicht möglich, weil seit Jahresbeginn die Teilnehmer in betrieblichen oder außerbetrieblichen Trainingsmaßnahmen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Im April gingen 550 Frauen und Männer in eine dieser Maßnahmen.

Innerhalb der Landkreise ist die Arbeitslosenzahl überall gegenüber März rückläufig. Im Landkreis Eichsfeld ging die Arbeitslosenzahl um fast 700 auf 9.428 zurück, das sind zwei Drittel des gesamten Rückgangs innerhalb der Arbeitsagentur. Im Vergleich zum Vorjahr gab es knapp 80 Arbeitslose in diesem Landkreis mehr. Dagegen verringerte sich im Landkreis Nordhausen im Vergleich zum Vorjahr die Arbeitslosenzahl um 200, wobei gegenüber dem Vormonat nur 160 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen waren. Auch im Kyffhäuserkreis wurden am Monatsende rund 230 Arbeitslose weniger gezählt als vor einem Monat, im Vergleich zum Vorjahr bedeuten aber die 11.342 Arbeitslosen einen Anstieg um 260.

Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen liegt erstmals in diesem Jahr für den gesamten Bezirk der Arbeitsagentur unter 20 Prozent. Allerdings resultiert das allein aus den Ergebnissen des Landkreises Eichsfeld mit 16,1 Prozent, während sich diese Quote für den Landkreis Nordhausen in Höhe von 20,1 Prozent und für den Kyffhäuserkreis sogar noch in Höhe von 24,4 Prozent errechnet. Seit drei Jahren ist von Monat zu Monat ein Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit festzustellen. Ende April waren 11.966 Frauen und Männe länger als zwölf Monte arbeitslos, 39,1 Prozent aller Arbeitslosen. Im Monatsverlauf nahm diese Zahl um 240 zu, wobei zwei Drittel aller Langzeitarbeitslosen Frauen sind. Auf diese Entwicklung wirken sich vor allem die verringerten Beschäftigungsmöglichkeiten sowohl des ersten als auch des zweiten Arbeitsmarktes aus.

Im Dienstleistungsgewerbe wurden im April insgesamt 1.380 Arbeitnehmer frei gesetzt. Damit haben seit Jahresbeginn in diesem Gewerbe 470 Frauen und Männer mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres ihren Arbeitsplatz verloren. Dem gegenüber hat sich die Zahl der Stellenmeldungen im April im Vergleich zum Vorjahr halbiert. Besonders aus dem Bereich der öffentlichen und privaten Dienstleistungen, aber auch aus dem Handel, kamen spürbar weniger Arbeitsangebote. Auch aus dem Baugewerbe wurden weniger Arbeitsplätze angeboten als im Vorjahresmonat, obwohl nach den Osterfeiertagen mehr Einstellungen erwartet wurden. Insgesamt nahmen die Arbeitsvermittler 592 Stellenangebote im Monat entgegen, 177 weniger als im Vormonat und 732 weniger als im Vorjahresmonat. In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen standen im Monat weniger neue Stellen zur Verfügung als Arbeitsplätze wegen Maßnahmeende verloren gingen. Für 142 Arbeitslose begannen im April Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, im Vorjahr erhielten hier noch zwei Drittel mehr eine Chance. Damit hat sich die Zahl der Beschäftigten in diesen Maßnahmen um 844 gegenüber April 2003 auf 891 verringert. In Strukturanpassungsmaßnahmen hatten am Monatsende noch 850 Personen einen Arbeitsplatz, 162 weniger als vor Jahresfrist.

Die Förderung regulärer Beschäftigungsverhältnisse hat seit Jahresbeginn gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zugenommen. Insgesamt mündeten seit Januar 863 Arbeitnehmer mit Lohnkostenzuschüssen in Arbeitsverhältnisse
ein, das sind 287 mehr als in den ersten vier Monaten des Vorjahres. 422 Arbeitslose wagten mit der Förderung der Arbeitsagentur in diesem Jahr bereits den Schritt in die Selbständigkeit, 140 mehr als vor einem Jahr. Zugenommen haben besonders die Förderungen zur Unterstützung der Vermittlung und der Mobilität. Hier werden über Reise- und Fahrkosten sowie Leistungen zur Unterstützung der Arbeitsaufnahme in und außerhalb des Tagespendelbereiches die Arbeitslosen unterstützt. Insgesamt wurden 7.680 Anträge über finanzielle Leistungen dafür seit Jahresanfang bewilligt, 3.330 mehr als im Vorjahreszeitraum. Das spiegelt auch die zunehmende aktive Mitwirkung und Mobilität der Arbeitslosen der Region wider.

Der komplette Bericht
Autor: nnz

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