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Mi, 12:30 Uhr
05.05.2004

2.646 Schulabgänger suchen noch

Nordhausen (nnz). Keine Entspannung gibt es auf Ausbildungsstellenmarkt. Noch immer suchen in Nordthüringen Tausende Schulabgänger einen Ausbildungsplatz. Die konkreten Situationsbeschreibung und alle Zahlen mit dem bekannten Klick.


Aus Nordthüringen haben seit Beginn des Berufsausbildungsjahres im Oktober 2003 bereits 3.661 Bewerberinnen und Bewerber in der Arbeitsagentur ihr Interesse für eine betriebliche Ausbildung bekundet. 54 Prozent der Bewerbungen kamen von Mädchen und Jungen, die einen Abschluss der mittleren Reife anstreben. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 110 Schülerinnen und Schüler mit diesem Schulabschluss weniger. Bei den Berufsberatern sprachen weiterhin 335 Jugendliche vor, die das Abitur abgelegt haben oder sich zur Zeit in der Prüfungsphase befinden, das sind 64 weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der Schulabgänger ohne Schulabschluss oder mit Abschluss einer Sonderschule ist mit 363 Bewerbern um 35 höher als vor Jahresfrist. Bei den Hauptschülern bedeuten die 900 gemeldeten Bewerber 33 weniger als Ende April 2003. Insgesamt ist die Zahl der Bewerber gegenüber 2003 um 200 niedriger. Ende des Monats gab es allerdings noch 2.646 Schulabgänger, die noch nicht mit einer Ausbildungsstelle versorgt waren, das sind 110 weniger als vor zwölf Monaten. Von den noch nicht versorgten Bewerbern sind rund 55 Prozent Jungen. Aus den Wirtschaftsunternehmen der Region akquirierten die Berufsberater 936 Ausbildungsplätze, das sind 264 weniger als im Vergleichszeitraum des vergangenen Berufsberatungsjahres. Aus Handwerksbetrieben wurden insgesamt 251 Ausbildungsstellen angeboten, vor einem Jahr lag diese Zahl noch um 115 höher.

Unternehmen, die der Industrie- und Handelskammer angehören, stellten mit 541 Ausbildungsplätzen über 120 Angebote weniger bereit. Von den Ausbildungsstellen waren am Monatsende noch 558 nicht besetzt. 103 dieser Plätze bieten eine Ausbildung in Metallberufen an, 35 stehen für Elektriker noch offen. Auch für Ausbildungen im Bauhaupt- oder –nebengewerbe stehen noch 60 Plätze zur Verfügung. Für die 355 noch nicht versorgten Bewerber in Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen gibt es in der Region noch 72 Ausbildungsmöglichkeiten. Noch ungünstiger ist das Verhältnis in der Berufsgruppe Waren- und Dienstleistungskaufleute, hier stehen den 446 Interessenten 86 offene Stellen gegenüber.

Aus der gegenwärtigen Entwicklung ist auch unter Nutzung der überregionalen Ausbildungsvermittlung eine Versorgung der Jugendlichen auf dem Vorjahresniveau nicht gesichert. Deshalb werden am 6. Mai 2004 alle Berufsberater, unterstützt durch die Vermittlungsfachkräfte der Arbeitsagentur sowie den Führungskräften, alle Ausbildungsunternehmen der Region aufsuchen, die noch keine Lehrstellen bereitgestellt haben oder aber weniger Angebote als in den Vorjahren unterbreitet haben.
Autor: nnz

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