Di, 17:55 Uhr
04.05.2004
100 km für Gipskarst
Nordhausen (nnz). Es gibt Leute, die gehen tatsächlich noch zu Fuß, wandern sogar gern und für eine wichtige Sache. Der Südharz soll nämlich Biosphärenreservat werden, und dafür lohnt es sich, etwas zu tun. Im September gibt es eine besondere Aktion, aber nnz weiß jetzt schon Bescheid.
Naturschutz und Wandern passen gut zusammen, meint Bodo Schwarzberg. Der muß es schließlich wissen, nahm er doch in den vergangenen 20 Jahren an 74 Touren teil, die 100 und mehr Kilometer umfaßten. Erst am letzten Wochenende war er wieder unterwegs. Neben der Erhaltung des Südharzer Zechsteingürtels ist dem gebürtigen Nordhäuser die Olympiabewerbung der Stadt Leipzig wichtig. Vielleicht haben Sie ihn im Rahmen dieser Aktivitäten sogar schon im Fernsehen gesehen. Nun möchte er wieder etwas für seine Heimat tun.
Allein sei eine so große Wanderaktion mit fünf verschiedenen Touren gar nicht zu schaffen, erklärt Bodo Schwarzberg. Zwei Mitstreiter für seine Idee ließen sich schnell gewinnen, der Arbeitskreis "Gipskarst Südharz" und die Stadt Nordhausen. Auch Sponsoren beteiligen sich, die Sparkasse und die Barmer sind mit im Boot, vielleicht auch bald die AOK. Schirmherrin soll Christine Lieberknecht werden, aber auch Minister aus der Region wie Jürgen Reinholz und Klaus Zeh sowie Ministerpräsident Dieter Althaus sind eingeladen die Aktion zu unterstützen.
Das Besondere im Kampf für den Erhalt der einmaligen Gipskarstlandschaft sei von Anfang an gewesen, daß alle zusammengearbeitet haben, die Stadt, der Landkreis, die einzelnen Kommunen, Politiker aller Parteien und natürlich ganz viele Bürger, berichtet Gabriela Sennecke vom Arbeitskreis. Wenn diese Gruppen auch in Zukunft weitermachen, dann wäre das Ziel ein länderübergreifendes Biosphärenreservat zu schaffen durchaus erreichbar, meint sie. Der Arbeitskreis will im Rahmen des geplanten Harz Hunderters mit Informationsständen dabei sein und die hoffentlich vielen Fragen der Bürger beantworten.
Die große Wanderung durch eine der vielseitigsten Regionen Thüringens hat noch keine lange Tradition. Im vergangenen Jahr organisierte Bodo Schwarzberg den ersten Harz Hunderter von Seesen über den Brocken nach Nordhausen. 22 Sportler kamen mit auf die 105 Kilometer lange Strecke. In diesem Jahr wird auch an eine breite Masse der Hobby-Wanderer gedacht. Es gibt Touren zwischen 15 und 52 Kilometern, die sich so kombinieren lassen, daß trainierte Leute auch auf ihre 105 Kilometer kommen können. Diese lange Strecke ist etwas besonderes, denn sie beginnt bei Nacht. Von Nordhausen geht es über Rüdigsdorf nach Neustadt zum Poppenberg und von dort über die Ruine Hohnstein zurück nach Nordhausen. Wer da mitmacht, hat 52 Kilometer zurückgelegt. Am Morgen können noch 53 drangehängt werden.
Weniger anstrengend sind die 15 Kilometer über die Gedenkstätte Dora, Woffleben, Hörningen und Salza zurück zum Albert Kuntz Sportpark. Dieser wird übrigens kostenlos von der Stadt als Start und Zielpunkt zur Verfügung gestellt. Auswärtige Wanderer können sich hier auch umziehen.
Für den Schutzgedanken besonders wichtig ist den Organisatoren die 16 Kilometer lange Steinbergrunde. Sie führt über den Karstwanderweg, das Harzfelder Holz, die Steinberge und die Windlücke wieder nach Nordhausen. An dieser Strecke wird ein Gottesdienst stattfinden, der nicht nur für die Wanderer, sondern für alle Förderer des Biosphärenreservats gedacht ist.
Durch das Erleben der besonderen Landschaft mit ihren Karstquellen, Erdfällen und Trockenrasenwiesen soll den Bürgern klar werden wie wichtig der Erhalt dieser Natur ist, meinen die Organisatoren. Besonders wichtig sei die Förderung des Tourismus in der Region, da er ein Wirtschaftsfeld mit Zukunft darstelle.
Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde, aber Preise für den Schnellsten gibt es nicht. Wanderfreunde und interessierte Naturschützer sollten sich also unbedingt den 17. und 18. September vormerken. Die Nachtwanderung startet am Freitag um 21.00 Uhr, die Tagestouren können am Sonnabend zwischen 7.00 und 11.00 Uhr begonnen werden.
Autor: wfNaturschutz und Wandern passen gut zusammen, meint Bodo Schwarzberg. Der muß es schließlich wissen, nahm er doch in den vergangenen 20 Jahren an 74 Touren teil, die 100 und mehr Kilometer umfaßten. Erst am letzten Wochenende war er wieder unterwegs. Neben der Erhaltung des Südharzer Zechsteingürtels ist dem gebürtigen Nordhäuser die Olympiabewerbung der Stadt Leipzig wichtig. Vielleicht haben Sie ihn im Rahmen dieser Aktivitäten sogar schon im Fernsehen gesehen. Nun möchte er wieder etwas für seine Heimat tun.
Allein sei eine so große Wanderaktion mit fünf verschiedenen Touren gar nicht zu schaffen, erklärt Bodo Schwarzberg. Zwei Mitstreiter für seine Idee ließen sich schnell gewinnen, der Arbeitskreis "Gipskarst Südharz" und die Stadt Nordhausen. Auch Sponsoren beteiligen sich, die Sparkasse und die Barmer sind mit im Boot, vielleicht auch bald die AOK. Schirmherrin soll Christine Lieberknecht werden, aber auch Minister aus der Region wie Jürgen Reinholz und Klaus Zeh sowie Ministerpräsident Dieter Althaus sind eingeladen die Aktion zu unterstützen.
Das Besondere im Kampf für den Erhalt der einmaligen Gipskarstlandschaft sei von Anfang an gewesen, daß alle zusammengearbeitet haben, die Stadt, der Landkreis, die einzelnen Kommunen, Politiker aller Parteien und natürlich ganz viele Bürger, berichtet Gabriela Sennecke vom Arbeitskreis. Wenn diese Gruppen auch in Zukunft weitermachen, dann wäre das Ziel ein länderübergreifendes Biosphärenreservat zu schaffen durchaus erreichbar, meint sie. Der Arbeitskreis will im Rahmen des geplanten Harz Hunderters mit Informationsständen dabei sein und die hoffentlich vielen Fragen der Bürger beantworten.
Die große Wanderung durch eine der vielseitigsten Regionen Thüringens hat noch keine lange Tradition. Im vergangenen Jahr organisierte Bodo Schwarzberg den ersten Harz Hunderter von Seesen über den Brocken nach Nordhausen. 22 Sportler kamen mit auf die 105 Kilometer lange Strecke. In diesem Jahr wird auch an eine breite Masse der Hobby-Wanderer gedacht. Es gibt Touren zwischen 15 und 52 Kilometern, die sich so kombinieren lassen, daß trainierte Leute auch auf ihre 105 Kilometer kommen können. Diese lange Strecke ist etwas besonderes, denn sie beginnt bei Nacht. Von Nordhausen geht es über Rüdigsdorf nach Neustadt zum Poppenberg und von dort über die Ruine Hohnstein zurück nach Nordhausen. Wer da mitmacht, hat 52 Kilometer zurückgelegt. Am Morgen können noch 53 drangehängt werden.
Weniger anstrengend sind die 15 Kilometer über die Gedenkstätte Dora, Woffleben, Hörningen und Salza zurück zum Albert Kuntz Sportpark. Dieser wird übrigens kostenlos von der Stadt als Start und Zielpunkt zur Verfügung gestellt. Auswärtige Wanderer können sich hier auch umziehen.
Für den Schutzgedanken besonders wichtig ist den Organisatoren die 16 Kilometer lange Steinbergrunde. Sie führt über den Karstwanderweg, das Harzfelder Holz, die Steinberge und die Windlücke wieder nach Nordhausen. An dieser Strecke wird ein Gottesdienst stattfinden, der nicht nur für die Wanderer, sondern für alle Förderer des Biosphärenreservats gedacht ist.
Durch das Erleben der besonderen Landschaft mit ihren Karstquellen, Erdfällen und Trockenrasenwiesen soll den Bürgern klar werden wie wichtig der Erhalt dieser Natur ist, meinen die Organisatoren. Besonders wichtig sei die Förderung des Tourismus in der Region, da er ein Wirtschaftsfeld mit Zukunft darstelle.
Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde, aber Preise für den Schnellsten gibt es nicht. Wanderfreunde und interessierte Naturschützer sollten sich also unbedingt den 17. und 18. September vormerken. Die Nachtwanderung startet am Freitag um 21.00 Uhr, die Tagestouren können am Sonnabend zwischen 7.00 und 11.00 Uhr begonnen werden.


