Di, 16:53 Uhr
04.05.2004
Wird dann doch noch geschunkelt?
Nordhausen (nnz). Der letzte Kreistag dieser Legislaturperiode ist Geschichte. Für Landrat Joachim Claus (CDU) auch Gelegenheit eine kurze Bilanz zu ziehen. Die war natürlich vorwiegend positiv...
Es seien fünf Jahre mit Erfolgen und Misserfolgen gewesen, so der Landrat. Erfolge gebe es vor allem im Hinblick auf die Beschlüsse des Kreistages, mit denen Investitionen ausgelöst wurden. Von 1999 bis Ende 2003 seien das immerhin knapp 26 Millionen Euro gewesen. Der Großteil dieser Arbeiten sei an Unternehmen im Landkreis Nordhausen vergeben worden. Von dem zur Verfügung gestellten Geld floß wiederum der Löwenanteil in die Verbesserung der Schullandschaft. So sei das Herder-Gymansium umfassend saniert worden, Neubauten gab es in Bleicherode und Heringen. Und in diesem Jahr könne mit der Sanierung der Regelschule Hainleite begonnen werden. Aus Erfurt sei der Fördermittelbescheid gekommen.
Zu den Problemen zählte Joachim Claus die immer noch zu hohe Arbeitslosigkeit im Landkreis und das Industriegebiet in der Goldenen Aue. Doch hier rechne er damit, daß noch in diesem Monat alle Hemmnisse beseitig werden können.
Für die SPD-Fraktion bedankte sich Dagmar Becker für die Zusammenarbeit in den vergangenen fünf Jahren. Sie fügte dem Positiven den Erhalt der Schwimmhalle in Sollstedt und des Winkelberges hinzu. Positiv war auch die Bilanz aus Sicht der PDS, die Klaus Hummitzsch aufmachte. Man habe sich im Kreistag vordringlich dem Bürger als der Partei verpflichtet gesehen und die Kreistagsmitglieder seien immer in den Grenzen des menschlichen Anstandes miteinander umgegangen. Allerdings: Im Vorfeld der Wahlen der Beigeordneten seien diese Grenzen schon mal tangiert worden. Hummitzsch wird sich nach 14 Jahren als Fraktionsvorsitzender der PDS verabschieden und macht damit jüngeren Kommunalpolitikern Platz.
Als fünf Jahre vernünftige Politik bezeichnete CDU-Fraktionschef Egon Primas die zurückgelegte Zeit. Highlights wie der Streit um die Beigeordnetenwahl ließen sich selbst in einem kommunalen Gremium nicht vermeiden, da werden eben mal diese von Hummitzsch genannten Grenzen gestreift. Und weil nun alle zufrieden miteinander waren, hätte sich doch gezeigt, daß man einen guten Landrat habe.
Damit hatte sich dann der Kreis der Nettigkeiten geschlossen. Und vielleicht wird im nichtöffentlichen Teil der letzten Kreistagssitzung dann auch noch ein bisschen geschunkelt, wie Martin Höche (CDU) in der Sitzungspause lächelnd orakelte?
Autor: nnzEs seien fünf Jahre mit Erfolgen und Misserfolgen gewesen, so der Landrat. Erfolge gebe es vor allem im Hinblick auf die Beschlüsse des Kreistages, mit denen Investitionen ausgelöst wurden. Von 1999 bis Ende 2003 seien das immerhin knapp 26 Millionen Euro gewesen. Der Großteil dieser Arbeiten sei an Unternehmen im Landkreis Nordhausen vergeben worden. Von dem zur Verfügung gestellten Geld floß wiederum der Löwenanteil in die Verbesserung der Schullandschaft. So sei das Herder-Gymansium umfassend saniert worden, Neubauten gab es in Bleicherode und Heringen. Und in diesem Jahr könne mit der Sanierung der Regelschule Hainleite begonnen werden. Aus Erfurt sei der Fördermittelbescheid gekommen.
Zu den Problemen zählte Joachim Claus die immer noch zu hohe Arbeitslosigkeit im Landkreis und das Industriegebiet in der Goldenen Aue. Doch hier rechne er damit, daß noch in diesem Monat alle Hemmnisse beseitig werden können.
Für die SPD-Fraktion bedankte sich Dagmar Becker für die Zusammenarbeit in den vergangenen fünf Jahren. Sie fügte dem Positiven den Erhalt der Schwimmhalle in Sollstedt und des Winkelberges hinzu. Positiv war auch die Bilanz aus Sicht der PDS, die Klaus Hummitzsch aufmachte. Man habe sich im Kreistag vordringlich dem Bürger als der Partei verpflichtet gesehen und die Kreistagsmitglieder seien immer in den Grenzen des menschlichen Anstandes miteinander umgegangen. Allerdings: Im Vorfeld der Wahlen der Beigeordneten seien diese Grenzen schon mal tangiert worden. Hummitzsch wird sich nach 14 Jahren als Fraktionsvorsitzender der PDS verabschieden und macht damit jüngeren Kommunalpolitikern Platz.
Als fünf Jahre vernünftige Politik bezeichnete CDU-Fraktionschef Egon Primas die zurückgelegte Zeit. Highlights wie der Streit um die Beigeordnetenwahl ließen sich selbst in einem kommunalen Gremium nicht vermeiden, da werden eben mal diese von Hummitzsch genannten Grenzen gestreift. Und weil nun alle zufrieden miteinander waren, hätte sich doch gezeigt, daß man einen guten Landrat habe.
Damit hatte sich dann der Kreis der Nettigkeiten geschlossen. Und vielleicht wird im nichtöffentlichen Teil der letzten Kreistagssitzung dann auch noch ein bisschen geschunkelt, wie Martin Höche (CDU) in der Sitzungspause lächelnd orakelte?

