Di, 11:49 Uhr
04.05.2004
Oberzentrum und Landgericht
Nordhausen (nnz). Endlich gibt es in Nordthüringen wieder mal Stoff für kreisübergreifende Diskussionen. Nur ob die wirklich was bringen? Die nnz hat im Nordhäuser Rathaus und im Landratsamt nachgefragt.
Für die Stadt ist der Status Oberzentrum ganz nüchtern ein langgehegtes Planungsziel und logische Konsequenz einer jahrelangen und kontinuierlichen Entwicklung", sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) angesichts der aktuellen Diskussionen um den künftigen Status von Nordhausen. Barbara Rinke verwies darauf, dass es bereits seit 1996 erklärtes Ziel der Stadt sei, den Status "Oberzentrum" zu erreichen. "Und dieses Ziel wurde auch immer vom Landkreis und der gesamten Region mitgetragen - über die Parteigrenzen hinweg. Erst jüngst hat der Nordhäuser Stadtrat einen diesbezüglichen Beschluss einstimmig erneuert."
Das Ziel, stärkste Stadt in Nordthüringen zu werden, werde auch von der regionalen Wirtschaft nachdrücklich gefordert und von der Planungsgemeinschaft mitgetragen. "Und dass wir dabei auch von unserer Nachbarstadt Sondershausen unterstützt werden - unter anderem dokumentiert in der kürzlich geschlossenen Städtekooperation - zeigt, dass das Nordhäuser Entwicklungsziel die Region zusammenführt und nicht - wie behauptet - `bisher unbekannten Streit´ auslöst", sagte die Oberbürgermeisterin. Sie appelliert an Mühlhausen, nicht das zu zerschlagen, was man in vielen Jahren an Zusammenarbeit aufgebaut habe. Dieses Miteinander sei richtig - auch wenn sich Mühlhausen entschieden habe, die Zusammenarbeit mit Eisenach zu suchen.
Für Landrat Joachim Claus (CDU) ist die Diskussion zum Umzug des Landgerichts von Mühlhausen nach Nordhausen, wie von der SPD gefordert, eine Diskussion zum absolut falschen Zeitpunkt. Solche Themen im Wahlkampf aufzuwerfen, sei für ihn unverständlich. Für ihn sei hingegen klar, daß sich ein Oberzentrum – wie es Nordhausen werden könnte – nur mit der gesamten Region und nicht gegen die Region entwickeln könne. Joachim Claus hofft, daß der Antrag der SPD-Fraktion hinsichtlich des Landgerichts heute im Kreistag abgelehnt werde.
Autor: nnzFür die Stadt ist der Status Oberzentrum ganz nüchtern ein langgehegtes Planungsziel und logische Konsequenz einer jahrelangen und kontinuierlichen Entwicklung", sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) angesichts der aktuellen Diskussionen um den künftigen Status von Nordhausen. Barbara Rinke verwies darauf, dass es bereits seit 1996 erklärtes Ziel der Stadt sei, den Status "Oberzentrum" zu erreichen. "Und dieses Ziel wurde auch immer vom Landkreis und der gesamten Region mitgetragen - über die Parteigrenzen hinweg. Erst jüngst hat der Nordhäuser Stadtrat einen diesbezüglichen Beschluss einstimmig erneuert."
Das Ziel, stärkste Stadt in Nordthüringen zu werden, werde auch von der regionalen Wirtschaft nachdrücklich gefordert und von der Planungsgemeinschaft mitgetragen. "Und dass wir dabei auch von unserer Nachbarstadt Sondershausen unterstützt werden - unter anderem dokumentiert in der kürzlich geschlossenen Städtekooperation - zeigt, dass das Nordhäuser Entwicklungsziel die Region zusammenführt und nicht - wie behauptet - `bisher unbekannten Streit´ auslöst", sagte die Oberbürgermeisterin. Sie appelliert an Mühlhausen, nicht das zu zerschlagen, was man in vielen Jahren an Zusammenarbeit aufgebaut habe. Dieses Miteinander sei richtig - auch wenn sich Mühlhausen entschieden habe, die Zusammenarbeit mit Eisenach zu suchen.
Für Landrat Joachim Claus (CDU) ist die Diskussion zum Umzug des Landgerichts von Mühlhausen nach Nordhausen, wie von der SPD gefordert, eine Diskussion zum absolut falschen Zeitpunkt. Solche Themen im Wahlkampf aufzuwerfen, sei für ihn unverständlich. Für ihn sei hingegen klar, daß sich ein Oberzentrum – wie es Nordhausen werden könnte – nur mit der gesamten Region und nicht gegen die Region entwickeln könne. Joachim Claus hofft, daß der Antrag der SPD-Fraktion hinsichtlich des Landgerichts heute im Kreistag abgelehnt werde.

