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Di, 11:45 Uhr
04.05.2004

nnz-Forum: Droht Überflutung?

Nordhausen (nnz). In der Goldenen Aue drohen Wohngrundstücke überflutet zu werden. Dieser Meinung ist jedenfalls eine Familie aus Urbach. Sie hat der nnz einen Brief geschrieben, den wir im Forum veröffentlichen.


Wir begrüßen es, dass der Planungsverband des Industriegebietes „Goldene Aue“ offensichtlich ein Problem auf dem Weg zum Baurecht für das Industriegebiet (neben den vielen anderen „lösbaren“ und unlösbaren Problemen, wie z.B. den Flächenzuschnitt, den Höhenunterschied von 11 m oder den fraglichen Gleisanschluß) gelöst hat – nämlich die Überschwemmungsfrage. Interessant ist in diesem Zusammenhang schon die Tatsache, dass der Planungsverband nun anerkennt, dass es die Überschwemmungsmöglichkeit in diesem Gebiet überhaupt gibt.

Für jeden, der eine topographische Karte auch nur annähernd lesen kann, wird auch sofort deutlich, wo die alten, nun neu zu belebenden Rückhalteräume nur liegen können, nämlich im Bereich der „Löchenmühle“, „Neuen Mühle“, „Unteren und Oberen Grasmühle“ .

Wir sind schon jetzt sehr gespannt darauf, wie der Planungsverband uns, den Bewohnern der Mühle und den anderen Grundstückseigentümern der o.g. Liegenschaften erklären will, dass im Falle eines Hochwassers die Wassermassen (die der Krumbach vom „Alten Stolberg“ bringt) dort zurückgehalten werden sollen, was heißt, dass diese Niederungen überflutet werden, damit das Wasser dann langsam abfließen kann und so das geplante Industriegebiet zumindest von dort nicht gefährdet wird. Aber vielleicht wird ja gar nicht erklärt oder informiert, denn die Bewohner des Chausseehauses wissen ja auch bis heute noch nicht offiziell, dass ihr Haus auf den Plänen nicht mehr existiert und sie zwangsumgesiedelt werden.

Im Übrigen hat der Planungsverband auch das Problem der Ausgleichsmaßnahmen „sauber“ gelöst – die Belastungen in die „Goldene Aue“ und die Ausgleichsmaßnahmen nach Nordhausen (aus dem „Öko-Pool“ der Stadt, der sicher im Zusammenhang mit der Landesgartenschau ordentlich gewachsen ist !). Es gibt doch immer wieder schöne Beispiele dafür, was die offiziellen Vertreter der Stadt Nordhausen, die im Planungsverband mit 50 Prozent Stimmenanteil federführend sind, für faire Partner sind.
Familie Jörg Kupke, Löchensmühle, Urbach

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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