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So, 10:41 Uhr
02.05.2004

Appetit vergangen

Nordhausen (nnz). Muffiger gäriger Geruch, bitterer oder säuerlicher Geschmack, Sporen bildende Bakterien, Schimmelpilze und in einem gleich 1,9 Prozent Alkohol: Wo das die Stiftung Warentest gefunden hat, das gibt es mit dem bekannten Klick.


All dies fanden die Tester der Stiftung Warentest bei einer Untersuchung von 30 Toastbroten, davon 15 Buttertoasts, 8 Vollkorn- bzw. Mehrkorntoasts sowie 7 Sandwichbrote. Außerdem wiesen die Tester nach, dass hell geröstete Toasts weitaus weniger Acrylamid und den Schadstoff 3-MCPD enthalten als dunkel geröstete. Die Ergebnisse sind in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test veröffentlicht.

Ein guter Toast sollte je nach Sorte buttrig oder getreidig schmecken. Von diesem Ideal waren aber viele der untersuchten Toasts meilenweit entfernt. Bei den Buttertoasts bekamen sechs von 15 Produkten nur ein „Ausreichend“, deutlich besser sah es bei den Voll- und Mehrkornprodukten und den Sandwichbroten aus. Bei Buttertoast liegt neben Aldi (Nord) Goldähren Buttertoast und Penny 3-Ähren-Brot auch ein Bioland-Produkt aus der Vollkornbäckerei Rasche vorn. Die Toasts von Aldi und Penny kosten 80 Cent je Kilogramm, die Bio-Scheiben hingegen 4 Euro. Bei den Vollkornbroten rangieren ebenfalls die Produkte von Aldi (Süd) “Vollkorn“ und Lidl „Grafschafter VollkornToast“ vorn, die wieder deutlich günstiger waren als die Markenprodukte. Bei den Sandwichbroten schnitt Golden Toast American Sandwich am besten ab.

Die Tester raten, den Toast nur goldbraun zu rösten, damit Acrylamid, das in Tierversuchen Tumore erzeugt und das Erbgut verändert, keine Chance hat: In schwächer getoasteten Scheiben konnten sie, bis auf eine Ausnahme, keine oder nur geringe Acrylamidspuren nachweisen, auch der bei Tieren in hoher Dosis Krebs erzeugende Schadstoff 3-MCPD war bei dieser Röstung kaum nachweisbar.
Autor: nnz

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