Di, 17:18 Uhr
27.04.2004
nnz-Forum: Reaktionen auf FFH
Nordhausen (nnz). Die Umwelt- und Naturschützer aber auch die Kommunen im Südharz jubeln. Sie haben einen ersten Erfolg errungen – auch der Winkelberg ist als FFH-Gebiet nachgemeldet worden. Im Forum gibt es erste Stellungnahmen.
Jetzt Biosphärenreservat
Die heute von der Landesregierung beschlossene Aufnahme des Winkelbergs in der Rüdigsdorfer Schweiz in das europäische Netz von FFH-Schutzgebieten begrüßt Dagmar Becker, die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Die jahrelangen gemeinsamen Anstrengungen verschiedener Akteure aus der Region hätten sich gelohnt, und schließlich zu einem Nachgeben der Landesregierung in dieser Frage geführt. Der Erfolg zeige, dass es trotz massiver Widerstände möglich sei, Politik aktiv mitzugestalten.
Becker forderte die Landesregierung auf, den nächsten Schritt - die Ausweisung des bereits seit 12 Jahren diskutierten Biosphärenreservates im Südharz gemeinsam mit den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Niedersachsen - nicht länger zu verzögern. Ein Biosphärenreservat sei das wirksamste Instrument zur nachhaltigen Entwicklung der Region, vor allem im Bereich des Fremdenverkehrs. Darüber hinaus könne dadurch die weltweit einmalige Landschaft am Südrand des Harzes besser erhalten und entwickelt werden. Dies belege ein Gutachten im Auftrag des Umweltbundesamtes aus dem Jahre 1997.
Zudem gebe es einen Beschluss der Umweltminister der drei beteiligten Bundesländer zur Bildung eines solchen Biosphärenreservats. Dieser Beschluss werde bislang nur vom Bundesland Sachsen-Anhalt umgesetzt. Dort sei dem gemäß bereits eine entsprechende Verwaltung aufgebaut, und damit die Voraussetzungen für die Ausweisung des Biosphärenreservats geschaffen.
Winkelberg ist gerettet!
BUND freut sich, das das Thüringer Kabinett soeben die komplette Nachmeldung des Winkelberges beschlossen hat. Wie soeben in der nnz zu lesen war, ist nun auch der umstrittene Winkelberg im Rahmen der FFH-Gebietsnachmeldungen an die EU als Schutzgebiet gemeldet worden. Klaus-Dieter Korb vom Nordhäuser Kreisvorstand ist sichtlich erleichtert, das das Ministerium diese für unsere Region wichtige Entscheidung getroffen hat. Die Kommission hatte Thüringen im Rahmen eines bilateralen Gesprächs im Januar dieses Jahres bestätigt, dass die vorbereitete Nachmeldung – was den Umfang und die Qualität betrifft – vollständig ist.
Der einzige bei diesem Gespräch noch strittige Punkt, die Abgrenzung des FFH-Gebietes Nr. 006 Rüdigsdorfer Schweiz – Harzfelder Holz, Landkreis Nordhausen, ist durch eine großflächige Nachmeldung nun umfassend gelöst worden. Die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie hatte hierzu die neuesten Fachdaten ausgewertet und war in ihrer Stellungnahme zu dem Ergebnis gekommen, dass nicht nur die Umgebung des Brandholzes im Norden, sondern auch der Winkelberg im Süden des Gebietes auf Grund der Bedeutung für den Fledermausschutz nachmeldepflichtig sind. Dieses Gutachten wurde vom BUND Landesverband, der die finanziellen Mittel bereitgestellt hat, vor kurzem Minister Sklenar übergeben. Bei beiden Flächen ist Bergwerkseigentum betroffen, was jedoch bei der FFH-Gebietsabgrenzung nach den EU-rechtlichen Vorgaben nicht berücksichtigt werden darf. Der BUND-Kreisvorstand dankt in diesem Falle allen, die in der zurückliegenden Zeit mit immensem, auch persönlichem Engagement diesen großenartigen Erfolg ermöglicht haben. Wir werden diesen Erfolg gebührend feiern und zwar bei einem Fest auf dem Winkelberg gab Klaus-Dieter Korb schon heute bekannt.
Autor: nnzJetzt Biosphärenreservat
Die heute von der Landesregierung beschlossene Aufnahme des Winkelbergs in der Rüdigsdorfer Schweiz in das europäische Netz von FFH-Schutzgebieten begrüßt Dagmar Becker, die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Die jahrelangen gemeinsamen Anstrengungen verschiedener Akteure aus der Region hätten sich gelohnt, und schließlich zu einem Nachgeben der Landesregierung in dieser Frage geführt. Der Erfolg zeige, dass es trotz massiver Widerstände möglich sei, Politik aktiv mitzugestalten.
Becker forderte die Landesregierung auf, den nächsten Schritt - die Ausweisung des bereits seit 12 Jahren diskutierten Biosphärenreservates im Südharz gemeinsam mit den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Niedersachsen - nicht länger zu verzögern. Ein Biosphärenreservat sei das wirksamste Instrument zur nachhaltigen Entwicklung der Region, vor allem im Bereich des Fremdenverkehrs. Darüber hinaus könne dadurch die weltweit einmalige Landschaft am Südrand des Harzes besser erhalten und entwickelt werden. Dies belege ein Gutachten im Auftrag des Umweltbundesamtes aus dem Jahre 1997.
Zudem gebe es einen Beschluss der Umweltminister der drei beteiligten Bundesländer zur Bildung eines solchen Biosphärenreservats. Dieser Beschluss werde bislang nur vom Bundesland Sachsen-Anhalt umgesetzt. Dort sei dem gemäß bereits eine entsprechende Verwaltung aufgebaut, und damit die Voraussetzungen für die Ausweisung des Biosphärenreservats geschaffen.
Winkelberg ist gerettet!
BUND freut sich, das das Thüringer Kabinett soeben die komplette Nachmeldung des Winkelberges beschlossen hat. Wie soeben in der nnz zu lesen war, ist nun auch der umstrittene Winkelberg im Rahmen der FFH-Gebietsnachmeldungen an die EU als Schutzgebiet gemeldet worden. Klaus-Dieter Korb vom Nordhäuser Kreisvorstand ist sichtlich erleichtert, das das Ministerium diese für unsere Region wichtige Entscheidung getroffen hat. Die Kommission hatte Thüringen im Rahmen eines bilateralen Gesprächs im Januar dieses Jahres bestätigt, dass die vorbereitete Nachmeldung – was den Umfang und die Qualität betrifft – vollständig ist.
Der einzige bei diesem Gespräch noch strittige Punkt, die Abgrenzung des FFH-Gebietes Nr. 006 Rüdigsdorfer Schweiz – Harzfelder Holz, Landkreis Nordhausen, ist durch eine großflächige Nachmeldung nun umfassend gelöst worden. Die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie hatte hierzu die neuesten Fachdaten ausgewertet und war in ihrer Stellungnahme zu dem Ergebnis gekommen, dass nicht nur die Umgebung des Brandholzes im Norden, sondern auch der Winkelberg im Süden des Gebietes auf Grund der Bedeutung für den Fledermausschutz nachmeldepflichtig sind. Dieses Gutachten wurde vom BUND Landesverband, der die finanziellen Mittel bereitgestellt hat, vor kurzem Minister Sklenar übergeben. Bei beiden Flächen ist Bergwerkseigentum betroffen, was jedoch bei der FFH-Gebietsabgrenzung nach den EU-rechtlichen Vorgaben nicht berücksichtigt werden darf. Der BUND-Kreisvorstand dankt in diesem Falle allen, die in der zurückliegenden Zeit mit immensem, auch persönlichem Engagement diesen großenartigen Erfolg ermöglicht haben. Wir werden diesen Erfolg gebührend feiern und zwar bei einem Fest auf dem Winkelberg gab Klaus-Dieter Korb schon heute bekannt.
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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