Mo, 17:52 Uhr
26.04.2004
Bedauerlich, dass Angst geschürt wird
Nordhausen (nnz). Sollte es keinen Gipsabbau am Winkelberg geben, dann sind die Arbeitsplätze in den Gipswerken in Ellricht pfutsch. So stand es in der vergangenen Woche der nnz. Jetzt gab es auch eine Reaktion aus der Stadtverwaltung Nordhausen.
"Es ist bedauerlich, dass die geplante Ausweisung des Winkelbergs als FFH-Gebiet zum Schüren von Ängsten genutzt wird", sagte Steffen Meyer vom Nordhäuser Amt für Umwelt und Grünordnung angesichts der Meldungen der Südharzer Gipswerke. In denen wurde in der nnz in der vergangenen Woche ein möglicher Verlust von 70 Arbeitsplätzen prognostiziert wird, sollte kein Gipsabbau am Winkelberg möglich sein.
Bereits Anfang der 90er Jahre - damals hatte das Unternehmen erste Kaufabsichten geäußert - sei bekannt gewesen, dass der Winkelberg äußerst naturschutzwürdig sei. "Denn schon zu diesem Zeitpunkt erfolgte die einstweilige Sicherstellung des Naturschutzgebietes 'Rüdigsdorfer Schweiz' durch die Naturschutz-Behörde des Landes. Das war ein klares Signal", so Meyer. Die Südharzer Gipswerke bezögen sich in ihrem Statement (siehe nnz-Archiv) auch auf Absprachen von 1997. "Auch damals hatte es schon einen plausiblen Entwurf der Fachbehörden des Landwirtschaftsministeriums von 1994 gegeben, der ebenfalls den gesamten Winkelberg als FFH-Gebiet vorschlug."
Es sei deshalb nur schwer zu verstehen, dass angesichts all dieser Fakten die Südharzer Gipswerke durchgängig auf den Abbau am Winkelberg gesetzt hätten. Damit in der Öffentlichkeit und insbesondere auch bei der Belegschaft der Gipsfirmen kein Missverständnis entstehe, sei zu betonen, dass die Stadt Nordhausen 10 Prozent ihrer Gemarkungsfläche für die Rohstoffabbauunternehmen zur Verfügung gestellt habe - darunter allein 250 Hektar für die Gewinnung von Gips und Anhydrit.
Autor: nnz"Es ist bedauerlich, dass die geplante Ausweisung des Winkelbergs als FFH-Gebiet zum Schüren von Ängsten genutzt wird", sagte Steffen Meyer vom Nordhäuser Amt für Umwelt und Grünordnung angesichts der Meldungen der Südharzer Gipswerke. In denen wurde in der nnz in der vergangenen Woche ein möglicher Verlust von 70 Arbeitsplätzen prognostiziert wird, sollte kein Gipsabbau am Winkelberg möglich sein.
Bereits Anfang der 90er Jahre - damals hatte das Unternehmen erste Kaufabsichten geäußert - sei bekannt gewesen, dass der Winkelberg äußerst naturschutzwürdig sei. "Denn schon zu diesem Zeitpunkt erfolgte die einstweilige Sicherstellung des Naturschutzgebietes 'Rüdigsdorfer Schweiz' durch die Naturschutz-Behörde des Landes. Das war ein klares Signal", so Meyer. Die Südharzer Gipswerke bezögen sich in ihrem Statement (siehe nnz-Archiv) auch auf Absprachen von 1997. "Auch damals hatte es schon einen plausiblen Entwurf der Fachbehörden des Landwirtschaftsministeriums von 1994 gegeben, der ebenfalls den gesamten Winkelberg als FFH-Gebiet vorschlug."
Es sei deshalb nur schwer zu verstehen, dass angesichts all dieser Fakten die Südharzer Gipswerke durchgängig auf den Abbau am Winkelberg gesetzt hätten. Damit in der Öffentlichkeit und insbesondere auch bei der Belegschaft der Gipsfirmen kein Missverständnis entstehe, sei zu betonen, dass die Stadt Nordhausen 10 Prozent ihrer Gemarkungsfläche für die Rohstoffabbauunternehmen zur Verfügung gestellt habe - darunter allein 250 Hektar für die Gewinnung von Gips und Anhydrit.

