Mo, 11:26 Uhr
23.09.2013
Fürsten des frühen Mittelalters
Zu einem Vortrag über Fürsten des frühen Mittelalters lädt Museumsleiter Jürgen Rennebach Anfang Oktober in den Tabakspeicher ein. Dieser setzt einen Bogen von Süddeutschland bis in die Nähe von Sondershausen...
Der Freiburger Archäologe und Kurator der Ausstellung Zwischen Prunk und Politik – fürstliche Gräber des frühen Mittelalters in Sondershausen und Süddeutschland, Dr. Niklot Krohn, lüftet an diesem Abend die Geheimnisse, die thüringische und alemannische Fürsten zu jener Zeit verband. Er präsentiert sensationelle Forschungsergebnisse einer Zeit, die trotz ihrer großen Bedeutung für die deutsche Geschichte heute leider kaum noch bekannt ist.
1976 wird in Dürbheim (Baden-Württemberg) ein kleiner Bestattungsplatz einer Siedlungsgemeinschaft des späten 7. und beginnenden 8. Jahrhunderts entdeckt. Die wertvollen Grabbeigaben zeigen, dass die Beerdigten zur gesellschaftlichen Spitze dieser Region, die Teil des fränkisch-merowingischen Königreiches war, gehörten.
Genau dreißig Jahre später, 2006, findet man beim Bau der Ortsumfahrung von Sondershausen bei Bebra einen sehr ähnlichen Friedhof. Dieser bietet mit der reichen Ausstattung der Gräber eine direkte Parallele zum Ausgrabungsort in Dürbheim. Thüringen gehörte im Frühmittelalter ebenfalls zum Merowingerreich. Die gefundenen Schmuck- und Waffenbeigaben in den Frauen- und Männergräbern zählen zu den spektakulärsten Funden in Süd- und Mitteldeutschland aus jener Zeit.
Diese Gemeinsamkeiten beider Fundorte sind umso verblüffender, als 2008 auf dem Frauenberg in Sondershausen das Grab eines Kriegers gefunden wird, welches als Grabbeigabe eine prachtvoll mit Silberbeschlägen verzierte Schwertscheide freigibt, die zum Grabinventar dieses am reichsten bestatteten Mannes der Nekropole in Dürbheim gehört.
1. Oktober, 19.00 Uhr, Museum Tabakspeicher. Der Eintritt pro Person beträgt 2 Euro.
Autor: redDer Freiburger Archäologe und Kurator der Ausstellung Zwischen Prunk und Politik – fürstliche Gräber des frühen Mittelalters in Sondershausen und Süddeutschland, Dr. Niklot Krohn, lüftet an diesem Abend die Geheimnisse, die thüringische und alemannische Fürsten zu jener Zeit verband. Er präsentiert sensationelle Forschungsergebnisse einer Zeit, die trotz ihrer großen Bedeutung für die deutsche Geschichte heute leider kaum noch bekannt ist.
1976 wird in Dürbheim (Baden-Württemberg) ein kleiner Bestattungsplatz einer Siedlungsgemeinschaft des späten 7. und beginnenden 8. Jahrhunderts entdeckt. Die wertvollen Grabbeigaben zeigen, dass die Beerdigten zur gesellschaftlichen Spitze dieser Region, die Teil des fränkisch-merowingischen Königreiches war, gehörten.
Genau dreißig Jahre später, 2006, findet man beim Bau der Ortsumfahrung von Sondershausen bei Bebra einen sehr ähnlichen Friedhof. Dieser bietet mit der reichen Ausstattung der Gräber eine direkte Parallele zum Ausgrabungsort in Dürbheim. Thüringen gehörte im Frühmittelalter ebenfalls zum Merowingerreich. Die gefundenen Schmuck- und Waffenbeigaben in den Frauen- und Männergräbern zählen zu den spektakulärsten Funden in Süd- und Mitteldeutschland aus jener Zeit.
Diese Gemeinsamkeiten beider Fundorte sind umso verblüffender, als 2008 auf dem Frauenberg in Sondershausen das Grab eines Kriegers gefunden wird, welches als Grabbeigabe eine prachtvoll mit Silberbeschlägen verzierte Schwertscheide freigibt, die zum Grabinventar dieses am reichsten bestatteten Mannes der Nekropole in Dürbheim gehört.
1. Oktober, 19.00 Uhr, Museum Tabakspeicher. Der Eintritt pro Person beträgt 2 Euro.


