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Do, 17:48 Uhr
22.04.2004

Generalprobe

Nordhausen (nnz). Am Sonnabend öffnet die lang erwartete Landesgartenschau ihre Türen. Für die Medien wurde heute schon einmal aufgeschlossen. Die nnz war mit dabei und verrät Ihnen die ersten Eindrücke vom blühenden Ereignis.


Klaan, Wierzbitzki

Die Geschäftsführer der Landesgartenschau, Inge Klaan und Detleff Wierzbitzki, durften probesitzen auf dem Thron inmitten der Osterglocken. Seit dem 17. März 1999 organisieren sie diese zweite Gartenschau in Thüringen. Was sie sich heute gönnten, war wohl nur die Ruhe vor dem Sturm, dem erhofften Besucheransturm.

Ab 11.00 Uhr wird am Sonnabend eine Menge geboten. Zur Eröffnung kommt Ministerpräsident Dieter Althaus. Es wird ein Film über die Geschichte des Petersbergs uraufgeführt, ebenso wie die festliche Kantate "Rosen, wild wie rote Flammen" nach Texten von Heinrich Heine.

Ab 14.00 Uhr gibt es Führungen über das Gelände, ein buntes Bühnenprogramm und diverse Aktionen. Außerdem wird der Treffpunkt Thüringen von Ministerpräsident Althaus und Landwirtschaftsminister Sklenar eröffnet.

Volker Sklenar gilt als Vater der Landesgarteschau, wie Oberbürgermeisterin Barbara Rinke sagte. Sie ist sich sicher, daß mit der Schau ein Schritt in die Zukunft getan wurde. Warum machen wir sowas auch in Zeiten knapper Kassen, fragte Sklenar und beantwortete sich die Frage selbst. Wenn man die Grundsätze der Nachhaltigkeit walten lasse, dann käme eine positive Entwicklung für die gesamte Region zustande.

RitterburgDie Gesamtsumme der Investitionen beträgt 82 Millionen Euro, wovon der Freistaat 56 Millionen bereitgestellt hat. Für die Durchführung würden noch mal 5 Millionen Euro benötigt, berichtet Geschäftsführerin Inge Klaan. Davon trägt die Stadt Nordhausen 1,5 Millionen. Besonders hervorzuheben sei, daß 1,7 Millionen Euro von Sponsoren aufgebracht worden sind. Das zeige, daß Unternehmer und Wirtschaft hinter dem Projekt stünden, so Klaan.

Die Bürger haben es den Organisatoren nicht einfach gemacht. In vielen Stadtgesprächen sollten sie für die Landesgartenschau begeistert werden. Das sei auch gelungen, meint Oberbürgermeisterin Barbara Rinke.

Neben der Schaffung eines neuen Stadtparks auf dem Petersberg wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt und die Qualität des Stadtzentrums stark verbessert. Nordhausen habe 59 Jahre unter der Zerstörung der Innenstadt durch den zweiten Weltkrieg gelitten, sagte der Landwirtschaftsminister. Endlich sei ein ansprechender Mittelpunkt entstanden.

Nicht nur für Blumenfreunde soll auf dem Gelände der Landesgartenschau etwas geboten werden, auch für Kinder und Jugendliche gibt es viele Betätigungsmöglichkeiten. Eine ganze Burg gibt es für die Jüngsten, welche die Kreissparkasse als einer der Hauptsponsoren mitfinanziert hat. Vorstandsvorsitzender Rudolf Mund durfte deshalb auch das Band durchtrennen und den Weg für die Kinder der Berthold Brecht Schule freigeben. Denen gefielen die Spielgeräte sehr gut. Es gibt zwei Burgen, verschiedene Schaukeln und Klettermöglichkeiten.

Rudolf MundFür Jugendliche sind der Seilgarten, die Skateranlage und der Felsen von Interesse. Ein weiterer großer Sponsor sind die Verkehrsbetriebe. Durch die Kooperation wurde es möglich, daß alle Tagesgäste kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein können.

Rechenkünstler können ja mal nachzählen, ob es wirklich 305.000 Pflanzen sind, die es auf dem Petersberg zu bewundern gibt. Davon sind 350 Großgehölze, 2.000 Rosen, 50.000 Sträucher, 40.000 Sommerblumen und 20.000 Bodendecker.

Vier Kassen sind am Eröffnungstag für den Besucheransturm gewappnet. Bisher wurden 10.000 Tages- und 5.000 Dauerkarten verkauft. Wer die anderen Gartenschauen in Deutschland besuchen möchte, kann das mit einer Dauerkarte aus Nordhausen kostenlos tun. Auch Inhaber der Thüringer Familiencard dürfen die Landesgartenschau umsonst besuchen. Wem es am Sonnabend zu voll ist, dem steht der Garten auf dem Petersberg noch weitere 169 Tage offen.
Autor: wf

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