Fr, 06:49 Uhr
13.09.2013
Kostenexplosion für Bahnübergänge
In dieser Woche tage der Gemeinderat der Gemeinde Harztor. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die morgige Tagung zum Thema Schaffung eines länderübergreifenden Biosphärenreservates und die Kostenexplosion für die Bahnübergangsicherungsanlagen "Am Rosensteg" und Am Kirchberg...
Gemäß der Empfehlung des Haupausschusses in Harztor sprachen sich auch die Mitglieder des Gemeinderates gegen die Errichtung eines länderübergreifenden Biosphärenreservates aus. Als Begründung wurde unter anderm angeführt, dass es im Bereich Südharz bereits vielfältige Schutzgebiete gibt. Da sich die Landgemeinde mit ihrer Gemarkungsfläche zu fast 100 Prozent in dem geplanten Biosphärenreservat befindet, setzen sich bereits die Miglieder des Umwelt- und Verkehrsausschusses, sowie die Hauptausschussmitglieder mit den UNESCO Kriterien auseinander. Die Einschränkungen für die Bürger stehen mit dem Nutzen eines Biosphärenreservates nicht im Verhältnis, hieß es auf der gestrigen Sitzung.
Ilfeld könnte demnächst ein privates Gymnasium bekommen, dazu trug Dirk Lägel (UWL) den Beschlussvorschlag vor. Hier geht es darum, sich als Gemeinde zu positionieren, was den Bau eines privaten Gymnasiums betrifft. Es geht dabei nicht um Investitionen der Gemeinde. Die Gemeinderatsmitglieder fassten einstimmig den Beschluss, die Klosterkammer bei dem Vorhaben zu unterstützen.
Zum Abschluss der Sitzung beschäftigten sich die Mitglieder des Gemeinderates in Harztor mit den zu bauenden Bahnübergangssicherungsanlagen. Durch die HSB wurden der Gemeinde die Ausschreibungsergebnisse für den Bau der Anlagen Am Rosensteg und Am Kirchberg mitgeteilt und die Fortschreibung der Kreuzungsvereinbarung unterbreitet. Für die Anlage Am Rosensteg ist eine Preissteigerung von rund 70 Prozent und für die Anlage Am Kirchberg von 17 Prozent ermittelt worden.
Somit belaufen sich die Gesamtkosten am Rosensteg auf rund 1.200.000 Euro und Am Kirchberg auf 637.000 Euro. Die Gemeinde ist zu einem Drittel an den Kosten beteiligt. Zwar wurden die Fördermittelbeträge entsprechend angehoben, der Gemeindeanteil wächst aber auch prozentual zur Gesamtmaßnahme. In Zahlen bedeutet dies eine Ausgabe für die Gemeinde von ca. 200.000 EUR.
Der Gemeinderat äußert sein Unverständnis darüber, dass hier Investitionen von 2.000.000 Euro getätigt werden, für Straßen in denen drei Häuser stehen. Im Gegenzug reichen auf sachsen-anhaltischem Gebiet bei landstraßenquerenden Übergängen Stoppschilder aus. Die Mitglieder plädierten für eine Herabsenkung der Geschwindigkeit an den Übergängen und den Geschäftsführer der HSB, Matthias Wagner, in den Gemeinderat einzuladen.
Sandra Witzel
Autor: redGemäß der Empfehlung des Haupausschusses in Harztor sprachen sich auch die Mitglieder des Gemeinderates gegen die Errichtung eines länderübergreifenden Biosphärenreservates aus. Als Begründung wurde unter anderm angeführt, dass es im Bereich Südharz bereits vielfältige Schutzgebiete gibt. Da sich die Landgemeinde mit ihrer Gemarkungsfläche zu fast 100 Prozent in dem geplanten Biosphärenreservat befindet, setzen sich bereits die Miglieder des Umwelt- und Verkehrsausschusses, sowie die Hauptausschussmitglieder mit den UNESCO Kriterien auseinander. Die Einschränkungen für die Bürger stehen mit dem Nutzen eines Biosphärenreservates nicht im Verhältnis, hieß es auf der gestrigen Sitzung.
Ilfeld könnte demnächst ein privates Gymnasium bekommen, dazu trug Dirk Lägel (UWL) den Beschlussvorschlag vor. Hier geht es darum, sich als Gemeinde zu positionieren, was den Bau eines privaten Gymnasiums betrifft. Es geht dabei nicht um Investitionen der Gemeinde. Die Gemeinderatsmitglieder fassten einstimmig den Beschluss, die Klosterkammer bei dem Vorhaben zu unterstützen.
Zum Abschluss der Sitzung beschäftigten sich die Mitglieder des Gemeinderates in Harztor mit den zu bauenden Bahnübergangssicherungsanlagen. Durch die HSB wurden der Gemeinde die Ausschreibungsergebnisse für den Bau der Anlagen Am Rosensteg und Am Kirchberg mitgeteilt und die Fortschreibung der Kreuzungsvereinbarung unterbreitet. Für die Anlage Am Rosensteg ist eine Preissteigerung von rund 70 Prozent und für die Anlage Am Kirchberg von 17 Prozent ermittelt worden.
Somit belaufen sich die Gesamtkosten am Rosensteg auf rund 1.200.000 Euro und Am Kirchberg auf 637.000 Euro. Die Gemeinde ist zu einem Drittel an den Kosten beteiligt. Zwar wurden die Fördermittelbeträge entsprechend angehoben, der Gemeindeanteil wächst aber auch prozentual zur Gesamtmaßnahme. In Zahlen bedeutet dies eine Ausgabe für die Gemeinde von ca. 200.000 EUR.
Der Gemeinderat äußert sein Unverständnis darüber, dass hier Investitionen von 2.000.000 Euro getätigt werden, für Straßen in denen drei Häuser stehen. Im Gegenzug reichen auf sachsen-anhaltischem Gebiet bei landstraßenquerenden Übergängen Stoppschilder aus. Die Mitglieder plädierten für eine Herabsenkung der Geschwindigkeit an den Übergängen und den Geschäftsführer der HSB, Matthias Wagner, in den Gemeinderat einzuladen.
Sandra Witzel

