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Di, 15:26 Uhr
10.09.2013

IG Metall spricht von Volksverhetzung

Plakate sollen in ihren Aussagen auch mal polarisieren, sollen anecken. Vor allem in Wahlkampfzeiten. Nach Ansicht der Nordthüringer IG Metall hat jedoch eine Partei die Grenze des Erträglichen überschritten...NPD Parolen stoßen weiter auf Widerstand


„Mehr Geld für Oma statt für Sinti und Roma“ lautet die Aufschrift eines aktuellen Wahlplakats der rechtsextremen NPD. „Dieses Plakat in Nordhausen aufzuhängen ist eine Ungeheuerlichkeit! Es macht mich zutiefst betroffen und wütend!“ So Bernd Spitzbarth, der 1. Bevollmächtigte der Nordthüringer IG Metall.

Spitzbarth verweist auf Nordhausens Vergangenheit, insbesondere in Verbindung mit dem ehemaligen Konzentrationslager Mittelbau-Dora. „Wehrlose Sinti und Roma wurden in Nordhausen zu Tode gequält. Die wenigen Roma und Sinti, die Auschwitz überlebten, wurden in Viehwagons nach Nordhausen deportiert und erlitten in Nordthüringen das zweite Mal die Hölle auf Erden. Es ist unfassbar, dass heute derartige Plakate im Stadtbild zu sehen sind und keine Entfernung durch die Behörden veranlasst wurde.“

Sinti und Roma werden wieder europaweit diskriminiert und führen einen erbitterten Kampf um mehr Anerkennung, Chancengleichheit und ein Leben in Würde. Deutschland und somit auch Nordhausen, stehen in der besonderen Pflicht, Vorbild gegenüber Ländern und Regionen zu sein, in denen der unbegründete Hass auf Sinti und Roma grassiert. "Respekt – verlangt den Aufstand der Anständigen, Mitschuld beginnt beim Schweigen“, so der Appell der IG Metall Verwaltungsstelle in Nordhausen.
Autor: red

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