Mo, 19:43 Uhr
19.04.2004
Gerettet?
Nordhausen/Erfurt (nnz). Viele Menschen im Südharz und auch im restlichen Thüringen beschäftigten sich heute mit der Rüdigsdorfer Schweiz. Im Mittelpunkt stand dabei ein 18 Hektar großer Bereich des Winkelberges.
Sie haben es sicher gelesen, ein Teil des Winkelberges soll möglichst schnell von der Landesregierung als FFH-Gebiet nachgemeldet werden. Während die Pessimisten immer noch befürchten, dass sich das Sklenar-Ministerium gegen eine solche Gesamtausweisung sperren werde, gehen die Optimisten davon aus, dass nun die Weichen für die Unterschutzstellung auf Grün stehen. Eine kurze Pressemitteilung aus dem Thüringer Landwirtschaftsministerium könnte für einige Aufklärung sorgen:
Der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, hat dem Kabinett vorgeschlagen, dass FFH-Gebiet Nr. 006 Rüdigsdorfer Schweiz um den Winkelberg (18 ha) zu erweitern. Das Kabinett wird sich in seiner Sitzung in der nächsten Woche damit befassen. So weit so gut und die Gipskarstlandschaft sei gerettet?
Doch so einfach ist das auch nicht, denn die Ausweisung als FFH-Gebiet ist zwar ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, doch er ist eine Vorstufe. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Mit der Ausweisung als FFH-Gebiet durch die EU ist dann aber erst einmal wieder die Thüringer Regierung am Zuge. Sie muß innerhalb einer bestimmten Frist das Revier unter einen landestypischen Schutzstatus stellen. Im Falle des Freistaates zum Beispiel als Naturschutzgebiet. Nur: als FFH-Gebiet sind die naturschutzrechtlichen Belange weitaus höher zu bewerten als bisher.
Ein wichtiger Schritt ist vielleicht erreicht, doch Kommunen, Verbände und vor allem die Menschen im Südharz sollten auch in den kommenden Monaten nicht locker lassen, wenn es darum geht, diese einzigartige Landschaft zu erhalten.
Autor: nnzSie haben es sicher gelesen, ein Teil des Winkelberges soll möglichst schnell von der Landesregierung als FFH-Gebiet nachgemeldet werden. Während die Pessimisten immer noch befürchten, dass sich das Sklenar-Ministerium gegen eine solche Gesamtausweisung sperren werde, gehen die Optimisten davon aus, dass nun die Weichen für die Unterschutzstellung auf Grün stehen. Eine kurze Pressemitteilung aus dem Thüringer Landwirtschaftsministerium könnte für einige Aufklärung sorgen:
Der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, hat dem Kabinett vorgeschlagen, dass FFH-Gebiet Nr. 006 Rüdigsdorfer Schweiz um den Winkelberg (18 ha) zu erweitern. Das Kabinett wird sich in seiner Sitzung in der nächsten Woche damit befassen. So weit so gut und die Gipskarstlandschaft sei gerettet?
Doch so einfach ist das auch nicht, denn die Ausweisung als FFH-Gebiet ist zwar ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, doch er ist eine Vorstufe. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Mit der Ausweisung als FFH-Gebiet durch die EU ist dann aber erst einmal wieder die Thüringer Regierung am Zuge. Sie muß innerhalb einer bestimmten Frist das Revier unter einen landestypischen Schutzstatus stellen. Im Falle des Freistaates zum Beispiel als Naturschutzgebiet. Nur: als FFH-Gebiet sind die naturschutzrechtlichen Belange weitaus höher zu bewerten als bisher.
Ein wichtiger Schritt ist vielleicht erreicht, doch Kommunen, Verbände und vor allem die Menschen im Südharz sollten auch in den kommenden Monaten nicht locker lassen, wenn es darum geht, diese einzigartige Landschaft zu erhalten.

