Große Chance für Harztor
Nach der Schließung des Herder Gymnasiums in Ilfeld ist ein wesentlicher Standortfaktor in der Gemeinde Harztor verloren gegangen. Auch das Projekt Gemeinschaftsschule konnte nicht umgesetzt werden. Jetzt ist die Errichtung eines privaten Gymnasiums im Gespräch...
Stephan Klante, Bürgermeister der Gemeinde Harztor, und der 1. Beigeordnete Günter Steikert trafen sich mit Hans-Christian Biallas, dem Präsidenten der Klosterkammer, zu einem offenen Gespräch. Als Ergebnis beabsichtigt die Klosterkammer auf dem Gelände des ehemaligen Gutshofes in Ilfeld den Bau eines privaten Gymnasiums.
Einzige Bedingung ist die breite Unterstützung der Gemeinde, erläuterte Steikert in der heutigen Sitzung des Hauspausschusses. Damit würden den Kindern der Gemeinde und der Region wieder alle Bildungswege offen stehen, warb er für diese Idee.
In der kommenden Gemeinderatssitzung am 11. September sollen sich die Mitglieder im Rahmen einer Willensbekundung für die Errichtung des Gymnasiums ausprechen, um der Klosterkammer die Möglichkeit zu geben, entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Sandra Witzel
Autor: red
Kommentare
altmeister
28.08.2013, 08:33 Uhr
Unterstützung
Es ist natürlich zu bedauern, dass das Gymnasium in Ilfeld geschlossen und die Schüler daher nach Nordhausen müssen.
Wenn jetzt initiiert wird, dass ein privates Gymnasium eine Chance bieten würde, doch nur mit der breiten Unterstützung der Gemeinde, so ist da in erster Linie wohl eine finanzielle gemeint. Wenn dieses zutrifft, frage ich mich, woher das Geld kommen soll.
Sollte das private Gymnasium kommen, so stellt sich mir weiterhin die Frage nach den Kosten für dessen Besuch, sprich, dem Schulgeld. Wie hoch ist das zu erwarten, wird durch dieses Schulgeld, welches mehrere hundert Euro betragen kann, nicht eine Ausgrenzung finanziell Schwächerer erfolgen?
Da sollte auch darauf geachtet werden, wenn in einer Gemeindeverwaltung über eine Unterstützung nachgedacht wird.
NICOLU
28.08.2013, 11:09 Uhr
unglaublich
Für eine sanierungsbedürftige brücke, die viele rettungswege verkürzen würde, ist kein geld da, aber für eine privatschule, die sich - meiner meinung nach - ohnehin kaum jemand leisten kann...unglaublich wenn die gemeinde dafür finanzielle unterstützung gibt!
Nörgler
28.08.2013, 11:16 Uhr
Privat ist privat
Natürlich muss in einer Privatschule Schulgeld bezahlt werden. Jeder kann also wählen. Zwischen staatlicher Grundversorgung und Spitzenversorgung. Und keine Angst: es gibt genügend Leute, die sich eine bessere Schulbildung für ihre Kinder leisten können. Schließlich finanzieren die auch das anschließende Studium ihrer Kinder.
Wir leben hier nicht mehr im Sozialismus. Erkundigt Euch mal in Roßleben, welche Blüte dort die private Klosterschule erfährt. Da muss man sich Jahre vorher anmelden.
altmeister
28.08.2013, 14:54 Uhr
Schon klar
Ich möchte an dieser Stelle auf den Kommentar von "Nörgler" eingehen. Es ist unbenommen, dass private Schulen einen starken Zulauf haben und dass es nicht wenige sind, welche ihren Kindern, sei es aus Vernunft- oder Prestigegründen, eventuell auch mangels verfügbarer Alternativen, diese Schulform angedeihen lassen.
Da es aber im Kreis Nordhausen genügend staatliche Alternativen gibt, würde ich keine Veranlassung sehen, dass eine Verwaltung Gelder, welche definitiv nicht da sind und über Kredite finanziert werden müssten, dafür zur Verfügung stellt.
Eine beschleunigte Bearbeitung der notwendigen Anträge und Genehmigungen ist da wohl das Maximum, welches eine finanziell mager ausgestattete Gemeinde leisten könnte.
Das hat nichts mit Sozialismus zu tun, das ist das Gesetz der klammen öffentlichen Kassen.
Nörgler
28.08.2013, 15:20 Uhr
Herr Altmeister
An welcher Stelle in dem Beitrag steht etwas von finanzieller Unterstützung seitens der Gemeinde Gelder zur Verfügung gestellt werden. Für den Bau einer Schule ist der Träger verantwortlich. Bei einer privaten Schule ist es der private Träger.
Unterstützung? Damit ist gemeint, dass die Menschen in der Gemeinde das befürworten. Na und: wenn es ein paar Hundert Euro kostet und die werden bezahlt, dann ist das der Markt.
Wer staatlich ausbilden lassen will, kann das übrigens auch im Kyffhäuserkreis und nahezu allen Landkreisen dieser Republik. Trotzdem werden private Schulen nachgefragt. Warum? Weil die Qualität der Ausbildung vielleicht nicht stimmt? Weil es zu wenig Lehrer gibt?
Boris Weißtal
28.08.2013, 15:38 Uhr
Harztor ist nicht Roßleben
ein privates Gymnasium in Harztor ist genau so ein Blödsinn, wie die Himmelgartenbibliothek nach Nordhausen muss.
Der Vergleich mit Roßleben hinkt nicht mal, der fährt im Rollstuhl. Roßleben verfügt über eine gewachsene Historie, einen schwer erarbeiteten excellenten Ruf und über eine äußerst repräsentative Immobilie. Dies zieht Privatschüler aus der ganzen Republik, wovon auch Roßlebener Schüler profitieren. Denn Schüler aus Roßleben selber sind vom Schulgeld befreit.
Nach Harztor zur Privatschule in einen abgewrackten Plattenbau kommen höchstens 15 Ärztekinder aus Harztor selber.
Das diese Blödsinnsidee aus Harztor kommt, wundert aber nicht. Denn bezahlen müsste dies das Land und allenfalls der Landkreis.
othello
28.08.2013, 16:33 Uhr
Bonifazius lässt grüssen!
Geld, Macht, Einfluss, Grundstücksbesitz und dazu privilegierte Steuervorteile und zu erlangende Fördermittel, sowie arbeitsrechtliche Privilegien, befähigen die Kirchen dazu, in Bereiche vorzudringen, in denen die Gemeinden versagen. Vermutlich aus finanziellen Gründen (oft der Fall) oder auch anderen politischen Gründen sah man sich nicht mehr in der Lage, das Gymnasium weiter zu führen und auf eine Gesamtschule konnte man sich nicht einigen.
Hier liegt wieder ein Beispiel für das Versagen der Verantwortlichen in Kreis und Gemeinden vor. Nun fragt sich der gemeine Bürger, was ist so schlimm an einer Privatschule ? Im Prinzip nichts, wenn diese vom Träger in allen Belangen selbst bezahlt wird und von den Schülereltern durch Schulgeld oder Spenden weiter finanziert wird. Tatsache ist aber, dass die von der Kirche betriebenen Bildungseinrichtungen zum großen Teil vom Steuerzahler bezahlt werden, einschließlich der Lehrer und der Schulverwaltung. Aus den bisherigen Verlautbarungen geht noch nicht hervor, welche Art Schule hier entstehen soll.
Fakt ist aber, dass hier die christliche Ideologie verbreitet werden soll mit staatlicher Hilfe. Schulen, die vom Staat mit finanziert werden, sollten auch vom Staat kontrolliert und Ideologiefrei gehalten werden. Entsprechende Gesetze stehen dazu aus und sind wohl in Betracht der Macht der Kirchen im Staat nicht zu erwarten. So können auch mit meiner Hilfe christliche Missionare im Wilden Osten wie der heilige Bonifatius, aktiv werden. Gerade im ungläubigen Osten mehren sich die christlichen Bildungseinrichtungen und Kinderbetreuungsstätten und das nicht ohne Grund.
Im übrigen ! Sollte eine Privatschule wie die Klosterschule in Roßleben entstehen, dann wäre die Aussage, dass hier eine Schule für die Kinder der Orte und Region entsteht ein Hohn, denn diese Schule mit Internat ist nur für Reiche erschwinglich.
fcbayern
28.08.2013, 16:47 Uhr
@boris weißtal
Harztor ist nicht Roßleben - Gott sei Dank, denn in Harztor fährt nicht nur einmal am Tag ein Bus!!!!
1. Sie sollten sich mal mit der historischen Vergangenheit von Ilfeld (Kloster, Schulen usw) beschäftigen
2. Die Bau soll auf dem Gutshof, nicht im Plattenbau erfolgen
3. Privatschule - Finanzierung durch PRIVATEN, die kriegen die ersten 3 Jahre nicht ein Cent vom Staat
4. Staat muss sich doch nicht wundern, bei der Schulpolitik
5. Man muss erst mal abwarten, was dort geschehen soll, bevor man im Vorfeld schon wieder alles totredet. Das hab ich hier schon mal erlebt, hoffe dass diesmal mehr nachgedacht wird.
Stenger
28.08.2013, 21:13 Uhr
Die Ahnungslosen diskutieren wieder
Sehr geehrte Damen und Herren, leider sieht man mal wieder Kommentare von unseren Anonymen. Ziel für Harztor ist es die Schulstandorterhaltung hier im speziellen die Gymnasiale.
Wie man lesen konnte, haben sich die Schulen (Sachswerfen und Ilfeld) leider nicht für die Gemeinschaftsschule interessiert, obwohl diese Schulform in anderen Bundesländern ein Renner ist. Sogar unsere Kanzlerin hat den Schulpreis Beste Schule Deutschlands einer Gemeinschaftsschule überreicht
Siehe Link:
http://www.hamburg.sat1regional.de/aktuell-hh/article/anne-frank-schule-in-bargteheide-ist-die-beste-schule-deutschlands-2013-117479.html
So das zum Thema Gemeinschaftsschule. Jetzt wird Ilfeld ein Angebot von der Klosterkammer Hannover gemacht ein privates Gymnasium aufzubauen. Geld kommt von der Klosterkammer. Was fällt unseren Anonymen wieder ein, nur Nörgeleien und nichtwissendes WISSEN. Um was geht es denn hier. Wir wollen das Harztor attraktiv wird und ist. Dazu gehört auch die Standorterhaltung. Bis 2017 ist die Regelschule sicher so Frau Keller. Ja und was ist dann in 4 Jahren? Wir brauchen eine Lösung sowohl für den gymnasialen Standort als auch für Herrn Köthe seine Regelschule. Vielleicht können wir das Nachmitagsangebot was wir für die Gemeinschaftsschule entwickeln wollten ja nun für die Regelschule entwickeln. Somit kann auch die Regelschule in Sachswerfen attraktiver werden und die Schülerzahlen steigen vielleicht auch dadurch. Harztor braucht Zukunft und das ist nunmal unser Schulstandort.
Nörgeln Sie nicht und erheben sie nicht den Finger sondern fangen SIE an mit der Gemeinde an der Zukunft für Harztor zu arbeiten. Es ist unsere Gemeinde. Diskutieren Sie doch Ihre Ideen wie wir den Standort erhalten können hier oder auf der Harztor Seite. Helfen Sie unserer Gemeinde
Grüße
Stenger
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.