Mi, 13:59 Uhr
14.04.2004
Abwarten und Liste aufstellen
Nordhausen (nnz). So richtig scheint der Wahlkampf im kommunalen Revier noch nicht in Gang gekommen zu sein. Einige Parteien haben für den Nordhäuser Stadtrat ihre Kandidaten aufgestellt. Die Nordhäuser CDU will das am letzten Apriltag machen. Was aber ist mit der SPD los?
Da wird nach außen hin der Tag der Kandidatenaufstellung wie ein Geheimnis gehütet. Ende vorigen Monats schreckten die sozialdemokratischen Wahlstrategen in der Rolandstadt schon mal auf. Nämlich an dem Tag, als in der nnz der Termin der CDU-Veranstaltung genannt wurde. Und fast schien es so, als würde da der interne Terminplaner etwas durcheinander geraten sein. Hatte man damit gerechnet, dass die Christdemokraten ihre Liste eher dem Wahlvolk präsentieren wollen? Fakt ist, die SPD will die Partei sein, die ihre Kandidaten als letzte vorstellen will. Über Hintergründe kann trefflich spekuliert werden. Es gibt keine Antworten, keine offiziellen. Intern wird schon mal gesagt, dass man auf die CDU warte und dann entsprechend personell reagieren wolle. Das impliziert aber auch, dass ganze SPD-Mannschaften – je nach Lage der Dinge – austauschbar wären. Mal offensiv, mal defensiv ausgerichtet. Nun ist es aber selbst in Vorwahlzeiten kein Geheimnis, dass die personelle Decke der Sozis in Nordhausen fast genauso dick oder dünn ist, wie die anderer Parteien. Und ein Psychologe soll irgendwann mal gesagt haben, dass es nur auf die ersten drei bis fünf Namen auf einer Liste ankomme.
Und genau die scheinen sowohl bei den Christdemokraten als auch bei den Sozialdemokraten noch nicht so recht ausgewürfelt zu sein. Was wird mit Barbara Rinke werden? Die Oberbürgermeisterin hatte sich vor fünf Jahren aufstellen und ankreuzen lassen, obwohl sie ihr Mandat nicht annehmen konnte. Die CDU hat zum Beispiel mit dem Verzicht von Landrat Joachim Claus auf der Kreistagsliste wieder ein Zeichen gesetzt und wartet jetzt ab. Wurde vor fünf Jahren nur verhalten zum Sturm geblasen, so könnten die Wahlkampfwinde in diesem Jahr weitaus stärker heulen.
Da sind auf den vorderen Plätzen der Nordhäuser Sozialdemokratie aber auch noch eine Fraktionsvorsitzende, ein Ortsvorsitzender oder ein Landtagskandidat unterzubringen. Wo wird Winfried Theuerkauf auftauchen, was passiert mit der Seniorenabteilung?
Bis Mitte Mai müssen die Kandidaten aufgestellt sein, dann ist Schluß mit der Geheimniskrämerei und vielleicht ist die Nordhäuser Polit-Welt um einige Überraschungen reicher. Die nnz glaubt das allerdings nicht.
Autor: nnzDa wird nach außen hin der Tag der Kandidatenaufstellung wie ein Geheimnis gehütet. Ende vorigen Monats schreckten die sozialdemokratischen Wahlstrategen in der Rolandstadt schon mal auf. Nämlich an dem Tag, als in der nnz der Termin der CDU-Veranstaltung genannt wurde. Und fast schien es so, als würde da der interne Terminplaner etwas durcheinander geraten sein. Hatte man damit gerechnet, dass die Christdemokraten ihre Liste eher dem Wahlvolk präsentieren wollen? Fakt ist, die SPD will die Partei sein, die ihre Kandidaten als letzte vorstellen will. Über Hintergründe kann trefflich spekuliert werden. Es gibt keine Antworten, keine offiziellen. Intern wird schon mal gesagt, dass man auf die CDU warte und dann entsprechend personell reagieren wolle. Das impliziert aber auch, dass ganze SPD-Mannschaften – je nach Lage der Dinge – austauschbar wären. Mal offensiv, mal defensiv ausgerichtet. Nun ist es aber selbst in Vorwahlzeiten kein Geheimnis, dass die personelle Decke der Sozis in Nordhausen fast genauso dick oder dünn ist, wie die anderer Parteien. Und ein Psychologe soll irgendwann mal gesagt haben, dass es nur auf die ersten drei bis fünf Namen auf einer Liste ankomme.
Und genau die scheinen sowohl bei den Christdemokraten als auch bei den Sozialdemokraten noch nicht so recht ausgewürfelt zu sein. Was wird mit Barbara Rinke werden? Die Oberbürgermeisterin hatte sich vor fünf Jahren aufstellen und ankreuzen lassen, obwohl sie ihr Mandat nicht annehmen konnte. Die CDU hat zum Beispiel mit dem Verzicht von Landrat Joachim Claus auf der Kreistagsliste wieder ein Zeichen gesetzt und wartet jetzt ab. Wurde vor fünf Jahren nur verhalten zum Sturm geblasen, so könnten die Wahlkampfwinde in diesem Jahr weitaus stärker heulen.
Da sind auf den vorderen Plätzen der Nordhäuser Sozialdemokratie aber auch noch eine Fraktionsvorsitzende, ein Ortsvorsitzender oder ein Landtagskandidat unterzubringen. Wo wird Winfried Theuerkauf auftauchen, was passiert mit der Seniorenabteilung?
Bis Mitte Mai müssen die Kandidaten aufgestellt sein, dann ist Schluß mit der Geheimniskrämerei und vielleicht ist die Nordhäuser Polit-Welt um einige Überraschungen reicher. Die nnz glaubt das allerdings nicht.

