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Fr, 06:37 Uhr
16.08.2013

Topfavorit Jena bei Wacker

Am Sonntag erwartet die Nordthüringer Fußballanhänger ein Topspiel. Von den Kernbergen reist die einst erfolgreichste Mannschaft der DDR an den Kuhberg, um mit drei Punkten im Rückgepäck dem Ziel – Aufstieg in die dritte Liga – näher zu kommen. Elf Nordhäuser Spieler haben übermorgen jedoch etwas dagegen...


Gemeint ist der FC Carl Zeiss Jena, der zum zweiten Heimspielspiel der Saison beim FSV Wacker 90 Nordhausen gastiert. Nach dem fantastischen Start in die Saison mit dem souveränen 3:1-Erfolg über Germania Halberstadt wurde unsere Mannschaft bei der U23 des 1. FC Union Berlin mit einer Niederlage in gleicher Höhe schnell wieder auf den Boden der Regionalliga-Realität zurückgeholt. Trainer Jörg Goslar monierte etliche individuelle Fehler im Team und hofft, dass er diese bis zum Sonntag ausmerzen kann.

Den vergangenen Mittwoch nutzten beide Mannschaften zu Testspielen. Während Wacker beim SC Leinefelde 4:1 gewann, ohne voll zu überzeugen, brillierten die Zeissstädter in der Benefizbegegnung gegen den allerdings nicht in stärkster Besetzung angereisten Bundesligisten VfL Wolfsburg beim 2:0-Erfolg. In den Punktspielen gewann Jena zuletzt zu Hause 4:2 gegen den VFC Plauen, hatte aber am 1. Spieltag bei der TSG Neustrelitz, wo man nur ein 1:1 erreichte, Federn lassen müssen.

Petrik Sander 1986 (Foto: Archiv Verkouter) Petrik Sander 1986 (Foto: Archiv Verkouter) Trainer Petrik Sander, der selbst in der Saison 1986/87 für die Nordhäuser Tore erzielte (Bild), will unbedingt drei Zähler aus Nordhausen mitnehmen. Ein weiteres Liegenlassen von Punkten, zumal gegen einen Aufsteiger, soll unbedingt vermieden werden. Deshalb wird man die Sache bestimmt nicht noch einmal so lasch angehen wie in Neustrelitz. Auch gegen die Vogtländer war man nach klarer Führung etwas leichtfertig geworden.

Vom Kader her sind die Gäste hochkarätig besetzt und stellen eine große Herausforderung für die Wackeren dar, auf jeden Fall wohl noch eine höhere als die Ausbildungsmannschaft von Union Berlin. Trotzdem hoffen die sicher zahlreichen Nordhäuser Anhänger natürlich, dass ihre Mannschaft mutig auftritt und sich nicht zu sehr beeindruckt zeigt. Wacker hat nichts zu verlieren, könnte sich aber bei einem guten Abschneiden weiter ins Gespräch bringen.

Will Paroli bieten: Pascal Biank (Foto: Klaus Verkouter/Bernd Peter)
Will Paroli bieten: Omar El-Zein (Foto: Klaus Verkouter)
Will Paroli bieten: Christoph Rischker (Foto: Klaus Verkouter/Bernd Peter)
Torwart Patrick Siefkes kennt aus eigener Erfahrung die Stärken des FC Carl Zeiss, auch Toni Jurascheck kennt aus seiner Jenaer Zeit wohl noch den ein oder anderen gegnerischen Akteur. Ob das aber schon ausreicht? Wohl kaum. Vier schön heraus gespielte Tore von Omar El-Zein (2), Pascal Biank und Christoph Rischker (alle im Bild) müssten Selbstvertrauen gegeben haben, das auch gegen den Favoriten möglich zu machen.

Wackers Trainer Jörg Goslar hatte sich schon nach dem Spiel gegen die Reserve von Union Berlin am vergangenen Wochenende zur Aufgabe gegen die Saalestädter geäußert. "Die Aufgabe ist doch an sich leicht. Wir haben in dieser Partie nichts zu verlieren", so Goslar. Jena wolle Aufsteigen, "wir sind der Aufsteiger." Die Partie gegen Union Berlin II habe gezeigt, wo Wackers Grenzen sind. "Die Niederlage hier haben wir allerdings auch vielen individuellen Fehlern zu verdanken. Sicherlich geht es auch um die Bereitschaft, das Fußballspielen anders anzugehen. Das muss schnellstmöglich verbessert werden"

Über 70 Begegnungen beider Vereine gegeneinander wurden seit 1950 ausgetragen. In 37 Spielen ging es dabei um Punkte, mit der ersten Vertretung der Gäste aber nur 7-mal zwischen 1950 und 1957. Am 30. Oktober 1955 landete Nordhausen gegen den SC Motor Jena beim 2:1 den bislang einzigen Punktsieg – ausgerechnet am Fuße der Kernberge. Die kühnsten Optimisten erhoffen sich natürlich von ihren heutigen Fußballidolen eine positive Überraschung. Gegen die zweite Mannschaft war Wacker in der Oberligasaison 2012/13 beide Male erfolgreich.

Sonntag wissen wir mehr. Freuen wir uns auf ein faires, gutklassiges Regionalligaspiel mit begeisterungsfähigen Zuschauern auf beiden Seiten.
Klaus Verkouter
Autor: red

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