Fr, 09:29 Uhr
09.04.2004
Biosphärenreservat im Südharz?
Nordhausen (nnz). Von Umwelt- und Naturschützern wird es seit langem gefordert: Ein Biosphärenreservat für den Südharz. Über Pro und Kontra soll in der kommenden Woche in Nordhausen diskutiert und beraten werden...
Die Umweltakademie Nordthüringen e.V.(UAN) führt am 17.April 04 in Zusammenarbeit mit der Artenschutzgruppe Thüringen (AAT) und dem Landratsamt Nordhausen eine Tagung zum Thema ”Wie steht es um das Biosphärenreservat Gipskarst Südharz?” durch. Der Südharz ist eine Kulturlandschaft, die sich durch zahlreiche geologische und klimatische Besonderheiten sowie eine sehr vielgestaltige Tier- und Pflanzenwelt auszeichnet.
Die zukünftige Entwicklung des Landkreises Nordhausen als Wirtschaftsstandort umfaßt auch den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen. Ziel ist die Sicherung sowohl gewerblicher Standorte als auch vorhandener Freiraum-Potentiale, um durch eine Einheit von Arbeiten, Wohnen und Erholen unsere Region für alle Lebensbereiche attraktiv zu gestalten. Die Ausweisung des Südharzes als Biosphärenreservat bietet unserer Region eine große Chance für die Entwicklung einer natur- und umweltverträglichen Wirtschaft.
In den letzten Jahren wurden im Bereich des geplanten Biosphärenreservats mehr als 70 streng geschützte und vom Aussterben bedrohte Tier-und Pflanzenarten nachgewiesen und im Arten- und Biotopschutzprogramm des Landes Thüringen erfaßt. Diese Konzentration seltener Arten auf engstem Raum spielt neben den kulturhistorischen, geologischen und hydrologischen Besonderheiten die entscheidende Rolle für bereits vollzogene und noch geplante Schutzgebietsausweisungen.
Bereits im September 1997 fand im BIC Nordthüringen/Nordhausen die Vorstellung der Studie "Entscheidungsgrundlagen für die weitere Nutzung der Gipskarstlandschaft Südharz/Kyffhäuser unter besonderer Berücksichtigung des Bodenschutzes” durch die Planungsgruppe Ökologie + Umwelt (Ing. Büro Hoppenstedt) aus Hannover statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden die Untersuchungsergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Als wichtigstes Ergebnis dieser Studie werden Möglichkeiten des Schutzes und einer nachhaltigen umweltgerechten Nutzung der Südharzlandschaft vorgeschlagen.
Leider müssen wir feststellen, dass entsprechend der gemeinsamen Erklärung der Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen in Zusammenarbeit mit Niedersachsen (Erklärung vom 13. Oktober 1992 in Zusammenhang mit der gemeinsamen Erklärung der Umweltminister im Jahre 1999) bis zum heutigen Tage von Seiten des Thüringer Umweltministeriums keine weiteren Aktivitäten zur Ausweisung eines Biosphärenreservates im Südharz zu verzeichnen sind.
Da der Landkreis Nordhausen dringend ein förderfähiges Leitbild braucht, um aus dem Profil einer strukturschwachen Region heraus sich langfristig und nachhaltig entwickeln zu können, ist es dringender Wunsch, dass die seit Jahren geforderte Ausweisung zum Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz" durch das Land Thüringen verwirklicht wird. Auf diese Fachtagung können alle interessierten Bürger gespannt sein. Eingeladen sind zudem Mitarbeiter von Behörden, Land- und Forstwirte, Vertreter von Naturschutzverbänden und ehrenamtliche Mitarbeiter, insbesondere Vertreter des Arbeitskreises Gipskarst.
Die Veranstaltung beginnt um 10.00 Uhr im Plenarsaal des historischen Landratsamtes in Nordhausen, Grimmelallee 23. Information unter 03631/61 22 41.
Autor: nnzDie Umweltakademie Nordthüringen e.V.(UAN) führt am 17.April 04 in Zusammenarbeit mit der Artenschutzgruppe Thüringen (AAT) und dem Landratsamt Nordhausen eine Tagung zum Thema ”Wie steht es um das Biosphärenreservat Gipskarst Südharz?” durch. Der Südharz ist eine Kulturlandschaft, die sich durch zahlreiche geologische und klimatische Besonderheiten sowie eine sehr vielgestaltige Tier- und Pflanzenwelt auszeichnet.
Die zukünftige Entwicklung des Landkreises Nordhausen als Wirtschaftsstandort umfaßt auch den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen. Ziel ist die Sicherung sowohl gewerblicher Standorte als auch vorhandener Freiraum-Potentiale, um durch eine Einheit von Arbeiten, Wohnen und Erholen unsere Region für alle Lebensbereiche attraktiv zu gestalten. Die Ausweisung des Südharzes als Biosphärenreservat bietet unserer Region eine große Chance für die Entwicklung einer natur- und umweltverträglichen Wirtschaft.
In den letzten Jahren wurden im Bereich des geplanten Biosphärenreservats mehr als 70 streng geschützte und vom Aussterben bedrohte Tier-und Pflanzenarten nachgewiesen und im Arten- und Biotopschutzprogramm des Landes Thüringen erfaßt. Diese Konzentration seltener Arten auf engstem Raum spielt neben den kulturhistorischen, geologischen und hydrologischen Besonderheiten die entscheidende Rolle für bereits vollzogene und noch geplante Schutzgebietsausweisungen.
Bereits im September 1997 fand im BIC Nordthüringen/Nordhausen die Vorstellung der Studie "Entscheidungsgrundlagen für die weitere Nutzung der Gipskarstlandschaft Südharz/Kyffhäuser unter besonderer Berücksichtigung des Bodenschutzes” durch die Planungsgruppe Ökologie + Umwelt (Ing. Büro Hoppenstedt) aus Hannover statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden die Untersuchungsergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Als wichtigstes Ergebnis dieser Studie werden Möglichkeiten des Schutzes und einer nachhaltigen umweltgerechten Nutzung der Südharzlandschaft vorgeschlagen.
Leider müssen wir feststellen, dass entsprechend der gemeinsamen Erklärung der Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen in Zusammenarbeit mit Niedersachsen (Erklärung vom 13. Oktober 1992 in Zusammenhang mit der gemeinsamen Erklärung der Umweltminister im Jahre 1999) bis zum heutigen Tage von Seiten des Thüringer Umweltministeriums keine weiteren Aktivitäten zur Ausweisung eines Biosphärenreservates im Südharz zu verzeichnen sind.
Da der Landkreis Nordhausen dringend ein förderfähiges Leitbild braucht, um aus dem Profil einer strukturschwachen Region heraus sich langfristig und nachhaltig entwickeln zu können, ist es dringender Wunsch, dass die seit Jahren geforderte Ausweisung zum Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz" durch das Land Thüringen verwirklicht wird. Auf diese Fachtagung können alle interessierten Bürger gespannt sein. Eingeladen sind zudem Mitarbeiter von Behörden, Land- und Forstwirte, Vertreter von Naturschutzverbänden und ehrenamtliche Mitarbeiter, insbesondere Vertreter des Arbeitskreises Gipskarst.
Die Veranstaltung beginnt um 10.00 Uhr im Plenarsaal des historischen Landratsamtes in Nordhausen, Grimmelallee 23. Information unter 03631/61 22 41.

