Noch Plätze frei
Vom 12. bis 23. August 2013 findet erneut ein Internationales Workcamp, veranstaltet vom Verein Jugend für Dora in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, statt. Interessierte junge Leute ab 18 Jahre können sich dafür noch bis Samstag anmelden...
Die Teilnahme (auch die Übernachtung) ist kostenfrei. Die Verständigung erfolgt auf Englisch. Das fast zweiwöchige Workcamp findet vor allem im Zentrum der Stadt Nordhausen, rund um den Rathausplatz, statt.
Zwangsarbeit in Nordhausen ist der Titel des diesjährigen Projektes, das somit ein Thema aufgreift, das bislang kaum als gesamtgesellschaftliches Verbrechen wahrgenommen wurde. Über die tägliche 6-stündige Projektarbeitszeit an den Werktagen hinaus, ist ein weiteres Anliegen des Workcamps auch das gemeinsame Verbringen von Freizeit am Abend und am Wochenende.
Weitere Informationen zur Anmeldung über Brita Heinrichs: 03631-495817 oder 495820, kontakt@jfd-ev.org
Autor: red
Kommentare
Thomas Fichtner
06.08.2013, 12:38 Uhr
Heute, 68 Jahre nach Hiroshima...
und dem Abwurf der 1. Atombombe, ist es übrigens auch sehr bezeichnend, dass die sogn. "Friedensparteien", nicht nur hier vor Ort, so ohrenbetäubend dazu schweigen.
Es ist eine Schande!
Daher mein aufrichtiger Dank an alle die sich bei solchen Projekten wie "Jugend für Dora" engagieren!
Retupmoc
06.08.2013, 13:36 Uhr
Schweigeminute
Das waren doch die Amerikaner, und die sind nun einmal unsere Freunde. Ob Indianermetzeln im großen Stil, Sklaven auf Baumwollplantagen, Hiroshima, Vietnam, Irak, Guantanamo, NSA usw... der Ami ist immer im Recht. Big Brother is watching you! Hoffentlich hat Sie die NSA nicht schon im Visier.
Thomas Fichtner
07.08.2013, 03:39 Uhr
Nun, die NSA...
hat uns alle im Visier.
Man kann sich ihr Scoring-System auch gut wie eine Art Bubble-Sort-Mechanismus vorstellen, wo je nach Summe eines Bewertungsschlüssels aus Merkmalen und Keywords jemand in Beobachtungsprioritäten nach und nach nach oben steigt.
Auch was etliche der wohl verwendeten Filter-Kriterien wären, ist halbwegs eruierbar.
Und das alles nicht nur weil ja etliche der Attentäter vom 11. September in Deutschland studiert hatten und das Land allgemein als Rückzugsraum für diverse Terror-Gruppen gilt, sondern auch weil man darüber munkelt, dass die BRD nach München 1972 und dann der Landshut Entführung einen Deal mit diesen Leuten abgeschlossen hat und unter anderem daher sein Ansehen im Mittleren Osten kommt.
Ich persönlich mache mir außerdem keine Sorgen um die Datensammler an sich - eher wegen jener, die deren Erkenntnisse verwenden und z.B. letztlich Dronenstrikes und Co. befehlen und wegen jener die diese Befehle ausführen.
Und natürlich auch wegen der Dienste, deren Namen - ja selbst Abkürzungen - man nicht einmal kennt.
Real Human
07.08.2013, 15:25 Uhr
International Workcamp about concentration camp – Why?
Ich finde es durchaus auch heute noch angebracht, sich über das Raketen-KZ Mittelbau Dora Gedanken zu machen. Wenn sich das Gedenken allerdings auf Betroffenheitsrituale beschränken sollte, verhindert das kein einziges zukünftiges Opfer menschenfeindlicher Diktaturen oder Scheindemokratien.
Deshalb stelle ich den Diskutierenden hier ein paar hoffentlich interessante Fragen:
Hätte der Krieg gegen Nazideutschland bis in den August 1945 gedauert, wäre dann ein atomarer Präventivschlag gegen eine potenzielle deutsche Atomraketenfabrik gerechtfertigt gewesen?
Ist heute ein Präventivkrieg gegen einen Staat gerechtfertigt, der andere Staaten mit dem Ersteinsatz von Atomraketen bedroht?
Warum haben am 5. März 1933 die deutschen Wähler nicht versucht, die Notbremse zu ziehen und es zugelassen, dass die NSDAP zusammen mit ihren Koalitionspartnern die Mehrheit erhielt?
Wäre ein Staatsstreich der Reichswehr gegen das Naziregime richtig gewesen?
Ist überhaupt ein Eingreifen des Militärs gegen eine demokratisch gewählte Regierung gerechtfertigt, nur weil diese die Verfassung und/oder daraus abgeleitete Gesetze zu ihren Gunsten verändert?
Dürfen demokratische Parteien ein Gesetz beschließen, das es neuen Parteien erschwert, ins Parlament zu kommen?
Am 1. August 2014 sind es 100 Jahre her, dass der 1. Weltkrieg ausbrach. Wie konnte es dazu kommen, dass in Deutschland Kräfte die Oberhand gewannen, die keinen 2. Weltkrieg scheuten, um die Ergebnisse des ersten gewaltsam zu verändern? (Ohne Machtergreifung der NSDAP 1933 kein KZ Dora!)
Hätten die späteren Alliierten gegen Hitlerdeutschland den 2. Weltkrieg in Europa verhindern können?
Darf man die Verbrechen der Nazis mit anderen Völkermorden in der Geschichte der Menschheit vergleichen?
Wie können ähnliche oder gar schlimmere menschengemachte Katastrophen zukünftig möglichst verhindert werden?
Dürfen Geheimdienste Menschen, Organisationen oder Staaten ausspähen, um dadurch Verbrechen vorzubeugen?
Der Kommentar (mit den gestellten Fragen) darf nur vollständig ins Englische und jede andere Sprache übersetzt werden, sofern dadurch nicht dessen Sinn verfälscht wird!
Retupmoc
07.08.2013, 17:25 Uhr
Eine Antwort
Die Bomben auf Hiroshima und Nagasakt waren Völkermord, da diese sich einzig und allein gegen die ZIVILbevölkerung richteten. Es war genauso ein Völkermord, wie der der Nazis. Keinen Deut anders oder besser. Stellen Sie sich doch einfach mal ihr Kind vor, wenn 3 km weiter weg eine Atombombe explodiert. Und dann diskutieren Sie weiter ... Keiner spricht hier die Wichtigkeit von " Jugend für Dora " ab - nur sollten wir die Greueltaten unserer heutigen Verbündeten auch nicht vergessen. Und nun zu ihren Fragen:
Hätte der Krieg gegen Nazideutschland bis in den August 1945 gedauert, wäre dann ein atomarer Präventivschlag gegen eine potenzielle deutsche Atomraketenfabrik gerechtfertigt gewesen?
NEIN
Ist heute ein Präventivkrieg gegen einen Staat gerechtfertigt, der andere Staaten mit dem Ersteinsatz von Atomraketen bedroht?
Dann müsste man ja den Präventivschlag gegen die USA ausführen.
Ist überhaupt ein Eingreifen des Militärs gegen eine demokratisch gewählte Regierung gerechtfertigt, nur weil diese die Verfassung und/oder daraus abgeleitete Gesetze zu ihren Gunsten verändert?
Na dann greift mal in China ein, dort wurden hundertausend Tibeter ermordet.
Hätten die späteren Alliierten gegen Hitlerdeutschland den 2. Weltkrieg in Europa verhindern können?
Ja, den Sie waren ja erst Fan von AH, solange er nur nach Osten marschierte.
Darf man die Verbrechen der Nazis mit anderen Völkermorden in der Geschichte der Menschheit vergleichen?
Völkermord = Völkermord
Dürfen Geheimdienste Menschen, Organisationen oder Staaten ausspähen, um dadurch Verbrechen vorzubeugen?
NEIN, sonst legitimiert man ja nachträglich die Stasi.
I.H.
07.08.2013, 21:30 Uhr
Einfach nur unglaublich
Man lese sich das hier mal durch: "Hätten die späteren Alliierten gegen Hitlerdeutschland den 2. Weltkrieg in Europa verhindern können?
Ja, den Sie waren ja erst Fan von AH, solange er nur nach Osten marschierte.(Zitat @Retupmoc)"
Und hier die Realität: 1939 Überfall auf Polen zusammen mit den Sowjets. 1940 Überfall auf Belgien, Niederlande, Frankreich. Luftschlacht um England. 1941 Überfall auf Sowjets.
Die Länder (Alliierten), die weit vor den Sowjets angegriffen wurden waren also die Fans von AH. Da fällt einem doch nichts mehr, aber auch gar nichts mehr ein! Mehr Geschichtsverdrehung und Verharmlosung geht gar nicht!
Retupmoc
08.08.2013, 07:49 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht zum Thema des Beitrags
Retupmoc
08.08.2013, 09:53 Uhr
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